23. März 2018, 22:21 Uhr

Auswärtssieg

46ers nach souveränem Erfolg in Feierlaune

Nach drei Niederlagen in Folge sind die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt: Beim Schlusslicht in Tübingen gab es einen 106:83 (53:36)-Sieg.
23. März 2018, 22:21 Uhr
Bärenstarker Auftritt: Austin Hollins (M.) ist beim klaren Sieg der 46ers in Tübingen mit 27 Punkten Gießens Topscorer. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Obwohl die Tübinger seit November auf einen Sieg warten, starteten die Gastgeber am Freitagabend vor 2100 Zuschauern in der Paul-Horn-Arena gut in die Partie: Die Schwarz-Gelben kämpften und schafften es so, die Gießener immer wieder zu Ballverlusten zu bringen und so über lange Strecken des ersten Viertels in Führung zu bleiben. Die 46ers wiederum versuchten in der Anfangsphase konsequent den Ball in Brettnähe zu bringen, um dort hochprozentig abschließen zu können. Das klappte mit zunehmender Spieldauer besser, doch vor allem Austin Hollins war es, der mit seiner Wurfstärke für die 25:21-Führung nach dem ersten Viertel sorgte.

 

46ers halten Druck hoch

Damit war die Gießener Offensive nun endgültig auf Betriebstemperatur: Die 46ers nutzten die Schwächen in der Verteidigung der Hausherren besser, hatten Mitte des zweiten Spielabschnitts erstmals eine zweistellige Führung (35:25, 15.) und hielten den Druck weiter hoch. Das war auch deswegen beeindruckend, weil mit Mauricio Marin ein Spieler fehlte: Der letztjährige Tübinger musste mit einer Grippeinfektion das Bett hüten. Als wäre das nicht genug gewesen, war auch Forward Benjamin Lischka, dessen Bruder Johannes in der Vergangenheit das Tübinger Trikot getragen hatte, mit Knieproblemen angeschlagen und wurde von Trainer Ingo Freyer geschont. Dem Spielfluss der 46ers tat das aber am Freitagabend keinen Abbruch: 45:30 führten sie nach 18 Spielminuten, zur Halbzeit leuchtete ein 53:36 von der Anzeigetafel, zu dem Hollins bereits 15 Punkte beigetragen hatte.

 

Tübingen kommt zurück

Doch nach der Pause kamen wiederum die Hausherren heißer aus der Kabine und schafften es, bis Mitte des Viertels ihren Rückstand wieder auf zehn Zähler zu verringern (62:52, 24.). Gießen konterte jedoch abermals den Lauf der Tübinger, zog nach einem Dreier von Jeril Taylor im Fastbreak und ein Dreipunktspiel des im wenige Kilometer entfernten Reutlingen geborenen Mahir Agva wieder auf 74:55 davon (27.). Ärgerlich: Einmal mehr gelang es dem Gegner, mit der Schlusssirene des Spielabschnitts Punkte zu erzielen – so ging es nur mit einer Führung von 16 Zählern in die letzten zehn Minuten (81:65, 30.).

Und hier wiederholte sich das Spiel: Die Tigers verkürzten den Rückstand auf zehn Zähler (83:73, 34.), doch dieses Mal war es das letzte Aufbäumen: Ein Dreier von Hollins markierte das 90:75, ein weiterer Distanztreffer sorgte kurz darauf für das 96:75 (37.). Die Partie war entschieden und hatte ein letztes Highlight, als Dee Davis den Hunderter vollmachte und so die 15 mitgereisten Gießener Fans endgültig in Feierlaune versetzte.

 

Agvas Erfolg in der Heimat

Mahir Agva freute sich besonders über den Erfolg in seiner Heimat: »Ich habe letztes Jahr mit Frankfurt nicht hier gespielt, weil ich verletzt war, also war es mein erstes Spiel als Gegner hier. Es war etwas Besonderes, aber das Wichtige war, dass wir den Sieg eingefahren haben.« Unglücklich war dagegen Tigers-Trainer Mathias Fischer, der auch in Gießen schon an der Seitenlinie stand: »Wir haben es in der Defense einfach nicht geregelt bekommen. Das war heute ein gebrauchter Tag für uns.« Sein Gegenüber Ingo Freyer, mit einer Mandelentzündung selbst angeschlagen, freute sich derweil über die Performance seines Teams: »Wir haben uns gut konzentriert – darum haben wir hier am Ende den Sieg eingefahren.« Ein Lob hatte er für Pointguard Darwin Davis übrig: Der fokussierte sich heute vor allem auf seine Aufgaben als Ballverteiler und schaffte so Struktur im Gießener Spiel: »Er ist ja noch ein sehr junger Spieler, der zum ersten Mal auf diesem Niveau spielt. Seine Art, zu spielen, kann ihn schlecht aussehen lassen, und manchmal muss er das noch erkennen und dann mehr als Pointguard spielen – das habe ich ihm heute auch während des Spiels noch einmal mitgegeben und das hat er gut umgesetzt.« Am Samstag steht für den Coach der Besuch des ersten Playoff-Spiels der ProB-Mannschaft an: »Da müssen alle in die Osthalle kommen und sie anfeuern! Ich hoffe auf einen Sieg gegen Rostock. Warum sollten sie nicht auch gegen ein Team mit deutlich mehr Etat für eine Überraschung sorgen?«, hofft der Coach ab 20 Uhr darauf, dass aus einem erfolgreichen Freitag für die Gießen 46ers ein erfolgreiches Wochenende wird.

 

Die Statistik: Punkte Walter Tigers Tübingen: Upshaw 24, Mönninghoff 12, Mampuya 11, Theis 11, Jordan 8, Lee 8, Stewart 7, Heyden 2. - Gießen 46ers: Hollins 27, Bryant 25, Abrams 16, Agva 13, Landis 13, Taylor 8, Davis 4.

 

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