12. März 2018, 22:24 Uhr

»Wir werden wieder aufstehen«

Nach der 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund war natürlich keiner glücklich bei der Frankfurter Eintracht – am Boden zerstört aber auch nicht. Nach dem positiven Saisonverlauf ist für Trainer Niko Kovac sowieso alles, was noch kommt, »ein Bonus«.
12. März 2018, 22:24 Uhr

Eintracht Frankfurt


Für Kevin-Prince Boateng (Foto) ist die Last-Minute-Niederlage bei Borussia Dortmund eine bittere Enttäuschung, aber nicht das Ende der Hoffnung auf den Einzug in einen europäischen Wettbewerb. »Wir werden versuchen, oben dran zu bleiben und dürfen uns nicht hängen lassen«, appellierte Eintracht Frankfurts Mittelfeld-Routinier nach dem 2:3 (0:1) und vor dem Rhein-Main-Derby am Samstag gegen Mainz 05.

Nach einem »überragenden Spiel« gegen den Tabellendritten der Fußball-Bundesliga in der zweiten Halbzeit habe man »mit erhobenen Haupt« den Platz verlassen können, betonte Boateng. »Das war wieder ein Lernprozess. Es wirft uns nicht zurück, überhaupt nicht.«

Eintracht-Cheftrainer Niko Kovac ärgerte sich zwar über die fehlende Cleverness und die vermeidbare Niederlage, ihm ist aber nicht bange, dass der Höhenflug der Hessen nun zu Ende gehen könnte. »Wenn wir in Dortmund zweimal zurückkommen, muss man das eigentlich über die Bühne kriegen«, befand Kovac. »Wir werden aber wieder aufstehen, das ist unsere Mentalität.« Nach einem so positiven Saisonverlauf könne die Eintracht »nur noch gewinnen« und habe »nichts mehr verlieren«. Kovac: »Alles, was jetzt noch dazu kommt, ist ein Bonus.«

In der zweiten Halbzeit konnten konnte Luka Jovic (75. Minute) und Danny Blum (90.) zum 1:1 und 2:2 ausgleichen, bevor Michy Batshuayi Sekunden vor dem Abpfiff mit seinem zweiten Treffer noch den Sieg sicherte. »Wir haben uns ein bisschen zu blöd angestellt«, lautete der Kommentar von Marco Russ zur spielentscheidenden Szene.

Dumm gelaufen war es für den Frankfurter Verteidiger schon in der 12. Minute, als er den Ball zum 0:1 ins eigene Gehäuse lenkte. Es war bereits sein fünften Eigentor in der Bundesliga, nur Nikolce Noveski und Manfred Kaltz (je sechs) trafen öfter ins eigene Tor. »Da muss ich mich ranhalten, damit es nicht noch mehr werden«, meinte Russ.

Schon gegen 1899 Hoffenheim und den FC Schalke 04 hatten die Frankfurter durch späte Treffer in der Nachspielzeit Punkte verspielt. »Der BVB hat zwar viel Qualität in der Box, aber da war auch Glück dabei«, meinte Eintracht-Torwart Lukas Hradecky und hofft, dass die Leistung in der »überragende zweiten Halbzeit« beflügelt: »Wir können viel von der positiven Einstellung aus diesem Spiel in die nächsten Wochen mitnehmen.«

Nachdem man sich nun schon zum dritten Mal in der Extrazeit »die Butter vom Brot« habe nehmen lassen, soll dies im Derby gegen Mainz nicht wieder vorkommen, so Torschütze Blum: »Nächste Woche zuhause gegen Mainz müssen wir das besser machen, um oben dabei zu bleiben.«

Orientieren können sich die Hessen am Viertelfinal-Erfolg vor vier Wochen im DFB-Pokal, als die Rheinhessen mit 0:3 nach Hause geschickt wurden. Boateng glaubt fest daran, dass die Rückkehr in die Erfolgsspur gegen die Mainzer gelingen wird: »Wir sind eine echte Einheit. Wir marschieren und verlieren zusammen.« (Foto: dpa)

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