06. August 2017, 22:13 Uhr

Fußball

Nürnberg bleibt Erster Hochklassiges Finale Eintracht fühlt sich für neue Saison gerüstet Neymar-Debüt verschoben

06. August 2017, 22:13 Uhr
Mit einem 1:0-Erfolg in Regensburg verteidigt der 1. FC Nürnberg die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga. Hier bejubeln die Nürnberger den entscheidenden Treffer. (Foto: dpa)

Mit dem zweiten Sieg in Serie hat der 1. FC Nürnberg seine Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga erfolgreich verteidigt. Die Franken gewannen am Sonntag im zweiten Saisonspiel 1:0 (0:0) beim Aufsteiger Jahn Regensburg und stehen vor den punktgleichen Teams von Union Berlin und Arminia Bielefeld an der Spitze.

Den Siegtreffer für den »Club« erzielte Kevin Möhwald in der 78. Minute. »Natürlich ist es schön, auf die Tabelle zu gucken. Aber für uns ist es wichtiger, unser Spiel zu entwickeln«, sagte Nürnbergs Matchwinner Möhwald nach der Partie.

Die Bielefelder kamen beim 2:1 (2:0) in Fürth ebenfalls zum zweiten Sieg. Keanu Staude und Fabian Klos trafen für die Ostwestfalen, Nik Omladic für Fürth. Im dritten Sonntagsspiel gewann Fortuna Düsseldorf durch Tore von Rouwen Hennings und Marcel Sobottka 2:0 (1:0) bei Erzgebirge Aue.

Im torreichsten Spiel des Wochenendes sicherte Unions Stürmer Steven Skrzybski seinem Team mit zwei Treffern den 4:3-Sieg gegen Holstein Kiel. »In der Nachbereitung haben wir einiges, wo wir zu schimpfen haben, aber auch einiges, wo wir jubeln können«, sagte Skrzybski. Mit zwei Siegen zum Start konnte auch Trainer Jens Keller zufrieden sein. »Klar ist das für das Selbstbewusstsein enorm wichtig, dass man gut aus den Startlöchern kommt«, sagte der Coach, der am nächsten Wochenende mit seiner Mannschaft beim Tabellenführer 1. FC Nürnberg antritt.

Mit dem ersten Sieg hat sich auch Eintracht Braunschweig in die vorderen Positionen geschoben. Nach dem Punktgewinn in Düsseldorf feierten die Niedersachsen im ersten Heimspiel einen 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim. »Man kann mit vier Punkten aus zwei Spielen zufrieden sein«, sagte Torschütze Mirko Boland.

Die Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 und FC Ingolstadt sind ihren Favoritenrollen noch nicht gerecht geworden. Zwar sind die Darmstädter nach dem 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern noch unbesiegt. Doch zufrieden war Trainer Torsten Frings nicht: »Es fällt mir schwer, mich über den Punkt zu freuen, weil einfach mehr drin war.«

Ingolstadt hat durch das 0:1 in Sandhausen den Start mit zwei Niederlagen völlig verpatzt. »Wir kennen es aus den vergangenen Jahren, dass sich die Absteiger in der Akklimatisierungsphase schwer getan haben. Und da befinden wir uns mittendrin«, befand Trainer Maik Walpurgis.

Neben den Kielern und Regensburg, ist auch der dritte Aufsteiger MSV Duisburg noch ohne Sieg. Im Derby gegen den VfL Bochum reichte es trotz der 1:0-Führung durch Borys Taschtschi nicht zum Sieg. »Wir sind im Vergleich zur Dritten Liga spielerisch deutlich besser geworden«, befand MSV-Coach Ilja Gruew.

Die Fußballerinnen aus den Niederlanden haben sich als Nachfolger des DFB-Teams zum Europameister im eigenen Land gekrönt. In einem hochklassigen Endspiel in Enschede bezwangen die »Löwinnen« Dänemark mit 4:2 (2:2).

Nadia Nadim brachte Dänemark früh in Führung (6./Foulelfmeter). Die von Bayern München zum FC Arsenal wechselnde Vivianne Miedema (10.) und Lieke Martens (28.) drehten die Partie zunächst für Oranje, ehe die Wolfsburgerin Pernille Harder ausglich (33.). Sherida Spitse (51.) und erneut Miedema (89.) sicherten den Holländerinnen nach der Pause den Titel.

Bei den Däninnen standen Harder und Cecilie Sandvej (1. FFC Frankfurt, zuvor SC Sand) in der Startelf. Bei den Niederlanden begann in Jackie Groenen (1. FFC Frankfurt) nur eine Spielerin aus dem Trio, das auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen wird. Lineth Beerensteyn und Jill Roord (beide Bayern München) kamen nicht zum Einsatz. Die deutsche Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus fungierte vor ihrem Debüt in der Männer-Bundesliga als vierte Offizielle.

Die Niederländerinnen begannen, angetrieben von der deutlichen Mehrheit der 27 093 Zuschauern in der ausverkauften Arena des FC Twente, schwungvoll und wurden prompt kalt erwischt. Kika van Es foulte Sanne Troelsgaard an der Strafraumgrenze und die gebürtige Afghanin Nadim verwandelte sicher. Doch nur vier Minuten später schlug Oranje durch das dritte Turniertor von Miedema zurück. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den die Gastgeberinnen dominierten. Doch die Däninnen wehrten sich nach Kräften, konterten den ersten Rückstand durch eine schöne Einzelleistung Harders und hätten einen weiteren Foulelfmeter bekommen müssen (37.).

Eintracht Frankfurt hat die Vorbereitung auf die neue Saison erfolgreich abgeschlossen. Eine Woche vor dem DFB-Pokal-Spiel beim Regionalligisten TuS Erndtebrück gewann der Fußball-Bundesligist zunächst am Samstag ein Testspiel gegen den spanischen Traditionsclub Betis Sevilla mit 3:0 (0:0) und dann am Sonntag bei der Saisoneröffnungsfeier in der Commerzbank Arena das Benefizspiel gegen den Lokalrivalen FSV Frankfurt mit 5:2 (2:0).

»Zwei Spiele, zwei Siege – mehr geht nicht«, sagte Trainer Niko Kovac nach dem Stadtderby. »Gegen Betis haben wir eine gute Leistung gezeigt, damit war ich äußerst zufrieden. Heute war ich mit der Chancenanzahl zufrieden, aber unsere Chancenverwertung müssen wir noch verbessern. Außerdem ärgern mich die beiden Gegentreffer.«

Die Tore gegen den insolventen und bis in die Regionalliga Südwest durchgereichten FSV schossen Daichi Kamada (7.), Branimir Hrgota (22.), Renat Dadaschow (47.), Max Besuschkow (65./Foulelfmeter) sowie Luka Jovic (82.). Der FSV erhielt für diese Partie eine Antrittsgage von 150 000 Euro. Die beiden FSV-Treffer vor 40 000 Zuschauern erzielten Ahmed Azaouagh (72.) und Maziar Namavizadeh (83.).

Gegen Betis Sevilla trafen am Tag zuvor Timothy Chandler (58.), Marius Wolf (69.) und Aymen Barkok (72.) für die Eintracht. Das Spiel fand in der Wiesbadener BRITA Arena statt.

Nach Angaben von Sportvorstand Fredi Bobic ist die Transferpolitik für die neue Saison so gut wie abgeschlossen. »Wir haben einen großen Umbruch hinter uns, aber wir sind gut gerüstet«, sagte er bei der Saisoneröffnungsfeier. Die Eintracht möchte bis zum Ende der Wechselfrist nur noch den Außenverteidiger Yanni Regäsel abgeben und dafür einen weiteren zentralen Abwehrspieler verpflichten. »Wir wollen auf dieser Position etwas tun«, bestätigte Kovac am Sonntag.

Kein Thema mehr ist bei dieser Suche eine Ausleihe des polnischen Junioren-Nationalspielers Krystian Bielik vom FC Arsenal. »Wir haben mit Arsenal über diese Personalie gesprochen, aber dabei ist es geblieben«, sagte Sportdirektor Bruno Hübner dem »Hessischen Rundfunk«. »Er ist ein junger Spieler, für den die Bundesliga sicherlich noch zu früh ist.« Die Eintracht sucht einen Spieler, der ihr in der Abwehr sofort und ohne Eingewöhnungsphase weiterhilft. (Foto: dpa)

Auf das spektakuläre Debüt von Neymar mussten die Fans bei Paris Saint-Germain zwar warten, trotzdem feierten die Anhänger den neuen Superstar euphorisch. Zehntausende Fans jubelten dem brasilianischen Fußball-Nationalspieler bei dessen öffentlicher Präsentation am Samstag im Pariser Prinzenpark zu. »Ich bin sehr glücklich, hier zu sein«, sagte Neymar, der von den Fans lange mit Sprechchören gefeiert wurde. Das Debüt des 222-Millionen-Neuzugangs musste jedoch verschoben werden.

Beim anschließenden ersten Ligaspiel von PSG gegen Aufsteiger SC Amiens saß Neymar nur auf der Tribüne und durfte zwei Treffer seines neuen Teams gegen Aufsteiger SC Amiens durch Edinson Cavani (42.) und Javier Pastore (80.) bejubeln.

Einmal mehr hatte sich für Neymar die spanische Liga nach dem Rekord-Transfer als Spielverderber erwiesen. Bis zur Deadline zur Erteilung der Spielberechtigung für das Spiel waren die Unterlagen nicht in Frankreich eingetroffen. »Der Spieler kann gegen Amiens nicht auflaufen«, hieß es von der französischen Liga.

Dennoch strömten Zehntausende Fans für die erste Ligapartie des Clubs der deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Kevin Trapp ins Stadion und jubelten Neymar zu. Unter dem Applaus der Zuschauer und begleitet von Feuerwerks-Fontänen betrat der 25-Jährige den Rasen, wo ihn Präsident Nasser al-Chelaifi persönlich per Handschlag begrüßte. »Paris ist magisch«, rief Neymar den jubelnden Fans zu. Er wolle bei seinem neuen Club »hart arbeiten und Titel gewinnen«, versprach er.

Die spanische La Liga hatte bereits im Vorfeld versucht, den Transfer Neymars vom FC Barcelona zu PSG zu verhindern. So war die Begleichung der Ablösesumme in Höhe von 222 Millionen Euro von den Spaniern wegen des Verstoßes gegen das Financial Fairplay nicht angenommen worden. Daraufhin wurde das Geld direkt an den Club gezahlt. Ligaverbandschef Javier Tebas will sich damit aber noch nicht abfinden. Eine Beschwerde wegen Finanzdopings durch den französischen Club sei fertig und gehe an die UEFA, die Europäische Union und die Schweizer Gerichte, hieß es.

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