09. Februar 2018, 22:36 Uhr

Gegen Köln nachlegen

Eintracht Frankfurt will den Schwung vom Pokalerfolg gegen Mainz mitnehmen und im Duell mit Bundesliga-Schlusslicht Köln nachlegen. Im Heimspiel am Samstag gibt es zudem ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.
09. Februar 2018, 22:36 Uhr
Wiederholung erwünscht: Die Eintracht-Spieler feiern das Pokal-3:0 über Mainz, heute in der Liga gegen Schlusslicht Köln sollen es drei Punkte werden. (Foto: dpa)

Eintracht Frankfurt


Bei der Rückkehr von Armin Veh an die alte Wirkungsstätte will Eintracht Frankfurt trotz der prekären Situation beim Tabellenletzten 1. FC Köln keine Gastgeschenke verteilen. »Wir wollen und müssen unbedingt punkten. Noch haben wir in dieser Saison nichts erreicht«, sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac am Freitag. »Der FC steckt in einer schwierigen Situation, entsprechend müssen wir agieren. Wir wollen das genauso aktiv und aggressiv angehen wie zuletzt gegen Mainz.«

In der Partie an diesem Samstag (15.30 Uhr) gibt es ein Wiedersehen mit Veh, der die Eintracht von 2011 bis 2014 sowie 2015 bis März 2016 trainierte und jetzt als Manager am Kölner Fußball-Wunder bastelt. »Wir müssen auf Sieg spielen, ein Punkt hilft nicht«, sagte Veh. Dennoch erwartet Kovac die Gäste keineswegs stürmisch. »Ich glaube nicht, dass die Kölner Hurra-Fußball spielen werden, auch wenn sie gewinnen müssen«, betonte er.

Nach dem souveränen 3:0-Erfolg am Mittwoch im Pokal-Viertelfinale gegen den FSV Mainz 05 wollen die Hessen in der Liga nachlegen und ihre Position unter den Top 6 behaupten. Unterschätzen wird die Eintracht das ums sportliche Überleben kämpfende Schlusslicht aber auf keinen Fall. »Wir müssen die Tabelle außer Acht lassen«, warnte Kovac. »Seit der neue Trainer da ist, herrscht in Köln Aufbruchstimmung. Das ist nicht mehr die Mannschaft aus der Hinrunde. Die haben eigentlich die Qualität für das obere Tabellenmittelfeld.«

Da trifft es sich gut, dass Kovac personell aus dem Vollen schöpfen kann. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten sind alle Spieler gesund. »Wir haben soweit alle üblichen Verdächtigen an Bord«, berichtete Kovac. Auch die leicht angeschlagenen Mijat Gacinovic (Sprunggelenk), Omar Mascarell (Fuß) und Marius Wolf (Schulter) haben sich fit gemeldet.

Dennoch plant der Eintracht-Trainer personelle Änderungen gegenüber dem Pokalspiel. Simon Falette und Timothy Chandler dürften wieder die linke Seite beackern, Gacinovic ins Mittelfeld zurückkehren. Vielleicht steht auch Marco Fabian erstmals nach seiner langwierigen Rückenverletzung wieder in der Startelf. »Er ist sehr ehrgeizig und langsam so weit, von Beginn an aufzulaufen«, sagte Kovac.

Die 0:3-Pleite vom vergangenen Sonntag im Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg ist abgehakt, ein ähnlicher Einbruch nach Ansicht von Kovac nicht zu befürchten. »So etwas wird es in den nächsten Wochen nicht mehr geben«, versprach er. Einen Kräfteverschleiß bei seinen Spielern angesichts der Englischen Woche fürchtet der 46-Jährige ebenfalls nicht: »Die Jungs fühlen sich gut. Müdigkeit entsteht im Kopf. Und wir sind topfit.«

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