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Ein krasser Unterschied

Meister FC Bayern München zeigt Pokalsieger Eintracht Frankfurt im Supercup die Grenzen auf. Knapp zwei Wochen vor dem Bundesligastart präsentieren sich die Münchner beim Pflichtspieldebüt von Trainer Kovac schon in prächtiger Form und gewinnen mit 5:0.
12. August 2018, 22:45 Uhr
DPA
Tor für den FC Bayern München: Dreifach-Torschütze Robert Lewandowski, der in dieser Szene zum 2:0 einköpft, besorgt das Supercup-5:0 bei Eintracht Frankfurt fast im Alleingang.	(Foto: dpa)
Tor für den FC Bayern München: Dreifach-Torschütze Robert Lewandowski, der in dieser Szene zum 2:0 einköpft, besorgt das Supercup-5:0 bei Eintracht Frankfurt fast im Alleingang. (Foto: dpa)

Mit einem historischen Dreierpack hat Robert Lewandowski den FC Bayern zum ersten Titel der Saison geschossen und Neu-Trainer Niko Kovac einen glänzenden Einstand beschert. Beim 5:0 (2:0) gegen Eintracht Frankfurt traf der polnische Nationalstürmer in der 21., 26. und 54. Minute – und sorgte damit beim insgesamt siebten Supercup-Triumph der Münchner für ein Novum in der 31-jährigen Geschichte des Duells zwischen Meister und Pokalsieger. Die weiteren Treffer steuerten Kingsley Coman (63.) und Thiago (85.) bei.

Mit dem höchsten Supercup-Sieg überhaupt nahm der Rekord-Champion am Sonntag in Frankfurt vor 51 500 Zuschauern erfolgreich Revanche für die überraschende 1:3-Schlappe im Pokalfinale. Dabei zeigte Lewandowski nach dem enttäuschenden K.o. mit Polen in der WM-Vorrunde und den Wechselgerüchten in der Sommerpause seine ganze Klasse. Der 29-Jährige, der von der Eintracht-Abwehr nicht zu kontrollieren und oft nur auf Kosten von Fouls zu bremsen war, bewies seinen bei der Weltmeisterschaft vermissten Torriecher. Sehr zur Freude von Kovac, der bei seiner Rückkehr ins alte Wohnzimmer respektvoll empfangen wurde.

Die Bayern kontrollierten von Beginn an das Spiel, taten sich in der Offensive zunächst aber schwer. Frankfurt stand in der Anfangsphase hinten gut und agierte auch ohne Kroatiens Vize-Weltmeister Ante Rebic, den Neu-Trainer Adi Hütter wegen Trainingsrückstands zunächst auf der Bank ließ, mutig nach vorne. David Abraham (7. Minute) und Jonathan de Guzman (15.) vergaben jedoch erste Gelegenheiten – das sollte sich schnell rächen.

Nach Flanke von Joshua Kimmich köpfte Lewandowski die Bayern in Führung, die der polnische Nationalstürmer wenig später im Anschluss an eine Ecke erneut per Kopf ausbaute. Eintracht-Torwart Frederik Rönnow, der im Sommer als Nachfolger von Lukas Hradecky vom dänischen Vizemeister Brøndby IF gekommen war, machte dabei keine gute Figur.

Das zweite Tor war der Stimmungskiller – auf den Rängen wie auf dem Platz. Die Hessen agierten fortan verunsichert und konnten die Bayern kaum noch fordern. Der Meister ließ Ball und Gegner wie im Training laufen.

Frankfurt: Rönnow – Abraham, Hasebe, Salcedo – da Costa, Torró, de Guzmán (63. Rebic), Willems – M. Fabian (64. D. Blum), Gacinovic – Haller (76. Jovic).

München: Neuer – Kimmich, Süle, Hummels, Alaba – Javi Martinez – Müller (64. Goretzka), Thiago – Robben (58. Coman), Ribéry – Lewandowski (72. Wagner).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Fritz (Korb). - Zuschauer: 51 500 (ausverkauft). - Tore: 0:1 Lewandowski (21.), 0:2 Lewandowski (26.), 0:3 Lewandowski (54.), 0:4 Coman (63.), 0:5 Thiago (85.). - Gelbe Karten: Abraham/Hummels. - Beste Spieler: Gacinovic/Kimmich, Lewandowski.