+
Auf ihn ist Verlass: Till Klimpke als starker Rückhalt der HSG U19, die am Samstag vor dem DM-Titelgewinn steht. (Foto: ras)

DM-Finale

"Wir fangen wieder bei 0:0 an"

  • schließen

Die HSG Wetzlar U19 geht am Samstag hellwach ins DM-Finalrückspiel der A-Jugend gegen die Berliner Füchse. Das Hinspiel hatte die heimischen Handballer mit 30:27 gewonnnen.

Es fehlen nur noch 60 Minuten, um sich für eine herausragende Spielzeit 2016/17 zu belohnen. Am Samstagabend (18 Uhr) steht die HSG Wetzlar U19 im alles entscheidenden Rückspiel um die deutsche Meisterschaft der A-Jugend. Gegen die Füchse Berlin Reinickendorf nehmen die Grün-Weißen dabei eine Führung aus dem Hinspiel mit in die Sporthalle Dutenhofen. Mit sicherer Abwehrarbeit und schnellem Gegenstoßspiel zog Wetzlar am letzten Sonntag den "Jungfüchsen" in deren "Fuchsbau" die Zähne und siegte am Ende mit 30:27. Allerdings wird gegen eine der besten Jugendmannschaften Deutschlands noch einmal ein ähnlicher Kraftakt vonnöten sein, um sich an diesem Samstagabend auch mit dem Titel zu belohnen. Das weiß auch HSG-Coach Thomas Weber: "Wir fangen am Samstag bei 0:0 an. Das ist keine Frage. Berlin ist nicht schlechter als wir und sie hätten im Hinspiel genauso gewinnen können. So etwas ist auch immer von der Tagesform abhängig."

Zwischen den Aufstiegsambitionen des TV 05/07 Hüttenberg und dem erst am Mittwochabend gestoppten Rekordlauf der Bundesliga-Mannschaft der HSG Wetzlar ist auch die Begeisterung für die U19 der Domstädter in Mittelhessen ungebrochen. Für das Finale in der Sporthalle Dutenhofen gingen bereits 1500 Tickets im Vorverkauf weg. Zudem wird auch das Rückspiel wieder im Livestream zu sehen sein (Sportdeutschland.tv). Ein Novum im deutschen A-Jugend-Handball, dem am letzten Wochenende bereits 6000 Zuschauer beiwohnten.

Bei all der Begeisterung für die erfolgreichen HSG-Junioren schafft es Weber aber weiterhin, sein Team auf dem Boden zu halten. Der ehrgeizige Trainer ist nicht ohne Grund vorsichtig, denn bereits 2015 stand er mit der U19 im Finale um die deutsche Meisterschaft und vergab den Matchball nach einer deutlichen Führung im Hinspiel. Am Ende triumphierte der SC DHfK Leipzig und bei den Gümbel, Müller und Co. flossen bittere Tränen.

Damit sich diese Schmach nicht wiederholt, bereiten Weber und sein Trainerstab die Mannschaft akribisch auf den Gegner vor. "Ich denke, wir müssen am Samstag mit allen Abwehrvarianten rechnen, die Berlin aufbieten kann. Darauf sind wir aber gut vorbereitet, wie auch im Hinspiel." Nach einem frühen Rückstand agierte Berlin im Hinspiel über weite Strecken mit einer extrem offensiven 3:3-Deckung, gegen die Wetzlar mit hohem Laufpensum und sicheren Kombinationen aber Lösungen fand. Füchse-Trainer Bob Hanning sah sich gezwungen, innerhalb der ersten 20 Minuten gleich zwei Auszeiten zu nehmen, da Berlin auf der anderen Seite gegen den starken Abwehrverband der Grün-Weißen kaum ins Spiel fand.

Einmal mehr zum Faktor in der grün-weißen Offensive wurde die Achse zwischen HSG-Torhüter Till Klimpke und Rechtsaußen Tim Rüdiger, deren Gegenstoßspiel zu dem besten zählt, was die Liga momentan zu bieten hat. Allerdings rächte sich das hohe Laufpensum der Wetzlarer im zweiten Durchgang etwas und Berlin profitierte vom nun nicht mehr ganz so sicheren HSG-Angriffsspiel. "Ich denke, dass beide Mannschaften am Sonntag ihre Fehler gemacht haben. Natürlich hätte das Spiel auch andersrum ausgehen können, denn die Füchse hatten ihre Chancen, die Till aber Gott sei Dank vereitelt hat", so Weber.

Das Ausnahmetalent der Grün-Weißen im Tor lief gerade in der Schlussphase zur Höchstform auf und rettete mit einigen Glanzparaden den Wetzlarern den Vorsprung.

Ähnlich wie auch im DM-Finale 2015 dürfte die Sporthalle in Dutenhofen auch am Samstagabend wieder bis auf den letzten Platz gefüllt sein. "Das ist der kleine Vorteil, den ich für uns sehe. Nämlich, dass wir eine Führung mit in ein Heimspiel nehmen und dabei unser Publikum als den achten Mann hinter uns haben", erklärt Weber.

Für die finale Partie am Samstagabend kann Weber auf seine komplette erste Sieben zurückgreifen. Nur Lutz Parzeller und Janis Hafer werden auch das DM-Rückspiel verpassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare