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Schwer, alles direkt zu verarbeiten: Wetzlars Vize-Weltmeister Kristian Bjørnsen (r.) wird vor dem Donnrerstag-Spiel der HSG gegen Flensburg-Handewitt von Geschäftsführer Björn Seipp für seinen Erfolg bei der WM geehrt. (Foto: Vogler)

Handball

Wetzlars Vize-Weltmeister: "Kommst aus einer Blase"

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Der Vize-Weltmeister von Handball-Bundesligist HSG Wetzlar, Kristian Bjø rnsen, spricht über seine Erlebnisse von der WM und die schnelle Umstellung auf die Bundesliga.

Nach der Vizeweltmeisterschaft ist vor der Bundesliga – und beim Spiel der HSG Wetzlar gegen die SG Flensburg-Handewitt wehte ein wenig WM-Luft durch die Rittal Arena. HSG-Spieler Kristian Bjørnsen kehrte von der WM mit der Silbermedaille nach Wetzlar zurück und traf am Donnerstagabend auf acht weitere Medaillengewinner, alle in Reihen der Nordlichter.

Herr Bjørnsen, Glückwunsch zur Vizeweltmeisterschaft. Wie lange waren die Feierlichkeiten in Norwegen?

Kristian Bjørnsen: Wir können nicht so viel feiern. Wenn wir Gold gewonnen hätten, dann vielleicht. (lacht). Nach dem Finale haben wir zu Abend gegessen und dann eine Party gemacht. Dann waren alle weg. Ich war noch fünf Tage in Norwegen, das war richtig schön. Es war auch schön, wieder nach Wetzlar zurück zu kommen, die Mannschaft zu sehen. Es ist ärgerlich mit Silber, aber Dänemark war, wie heute Flensburg, zu gut (schmunzelt). Ich bin sehr zufrieden mit der Weltmeisterschaft.

Ihr habt die deutsche Mannschaft aus der Halle gekegelt. Habt Ihr damit gerechnet, dass Ihr die Deutschen so klar beherrschen könnt?

Bjørnsen: Das war ganz gut (lacht). Das war für Euch nicht so schön, aber das war vielleicht unser bestes Spiel. Wir waren sehr zufrieden, als wir hörten, dass unser Gegner Deutschland ist. Die Deutschen sind sehr groß, wir sind ganz schnell, so war das für uns ganz gut. Aber in Deutschland ist das natürlich immer schwierig.

Wie gelingt die Umstellung auf den Liga-Alltag, auf die Bundesliga?

Bjørnsen: Ein bisschen schwierig. Du bist mit der Nationalmannschaft in einer Blase und es ist schwierig aus dieser Blase herauszukommen.

Warum hat es gegen die SG Flensburg-Handewitt nicht gereicht?

Bjørnsen: Die zweite Halbzeit war nicht gut. Wir haben große Probleme im Angriff. In der ersten Halbzeit können wir mit einem Tor in Führung gehen. Dann machen wir einen Fehler in Überzahl. Direkt nach Wiederanpfiff mit drei hinten, dann war das fertig.

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