Wetzlars Nils Torbrügge liegt quer in der Luft und kommt vom Kreis erfolgereich zum Abschluss. Die Partie in Lemgo geht aber erneut verloren. FOTO: EIBNER
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Wetzlars Nils Torbrügge liegt quer in der Luft und kommt vom Kreis erfolgereich zum Abschluss. Die Partie in Lemgo geht aber erneut verloren. FOTO: EIBNER

Handball

HSG Wetzlar weiter sieglos in Ostwestfalen

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Die HSG Wetzlar kann ihre 22 Jahre anhaltende Negativserie in der Handball-Bundesliga beim TBV Lemgo Lippe nicht beenden und verliert mit 27:32 (14:14).

(pie). Es bleibt dabei: Die HSG Wetzlar kann in der Handball-Bundesliga in Lemgo kein Punktepaar entführen. Mit einer 27:32 (14:14)-Niederlage trat die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider am Donnerstagabend die Fahrt nach Hause an. Ein Ergebnis, das am Ende um zwei, drei Tore zu hoch ausfiel. "Wir haben sehr gut gespielt", lobte Wandschneider im Interview bei Sky.

"Was uns heute gefehlt hat, und das brauchst du um auswärts in Lemgo gewinnen zu können, war eine Torhüterleistung", führte der 60-Jährige weiter aus. Nur sieben Paraden konnte Tibor Ivanisevic beisteuern. Till Klimpke war mit einer Erkältung angereist, sollte eigentlich nicht eingesetzt werden und hatte die Hände in den letzten zehn Minuten nur am Ball, um ihn aus dem Netz zu fischen. "Till hätte gar nicht spielen dürfen, aber dann wären wir nur mit einem Torwart hier aufgetreten. Das wollten wir auch nicht machen", so Wandschneider.

Aber Klimpke war auch nicht der einzige Wetzlarer, der angeschlagen in die Partie ging. Trotz Knieproblemen stand Olle Forsell Schefvert in der Start-Sieben, auch Kreisläufer Nils Torbrügge kam trotz Schulterproblemen zur Entlastung von Anton Lindskog zum Einsatz.

Die HSG Wetzlar kam nur schleppend ins Spiel und hatte vor allem mit Jonathan Carlsbogard im linken Rückraum so ihre Probleme. Ein ums andere Mal ließ der Schwede Stefan Cavor stehen und markierte in der achten Minute beim 5:2 seinen zweiten Treffer. Der für Cavor eingewechselte Viggo Kristjansson hatte Carlsbogard auf seiner Position zwar ein wenig besser im Griff, doch der 25-Jährige kam im Verlauf der Partie dennoch auf zehn Tore.

Beim Stand von 3:7 hatte Wandschneider genug gesehen und brachte im Rückraum Alexander Feld für Filip Mirkulovski und Lenny Rubin für Forsell Schefvert. Zudem hatte Ivanisevic jetzt eine Phase, in der er ein paar freie Bälle parieren konnte und mit dafür sorgte, dass Feld in der 20. Minute den 9:9-Ausgleich erzielen konnte.

Etliche technische Fehler, Fehlpässe und Fehlwürfe trugen zu einem spannenden Spiel bei, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. So ging es folgerichtig mit einem Unentschieden in die Pause. "Das war eine gute Ausgangsposition", so Wandschneider, der bis zum 19:19 von Emil Frend Öfors in der 42. Minute ein weiterhin ausgeglichenes Spiel sah.

Beide Teams blieben bei ihrer fehlerbehafteten Linie, die Lemgo aber zur 24:21-Führung in der 50. Minute nutzte. Doch wenn die HSG für eines bekannt ist, dann dafür, nie aufzugeben. Das 25:26 von Frend Öfors war eine Co-Produktion mit dem in der zweite Hälfte ins TBV-Tor gekommenen Piotr Wyszomirski. Der Wetzlarer wollte den Ball per Heber ins leere Tor befördern, setzte ihn an die Latte und der herbeieilende Pole nahm die Kugel mit ins Gehäuse. Nach Felds 26:27 (56.) setzte Wandschneider alles auf eine Karte und ordnete die 3:3-Abwehr an. Das war jedoch zu viel für seine Spieler. In den nachfolgenden Angriffen leisteten sich erst Lindskog und dann Cavor Fehlpässe, die Bjarki Mar Elisson und Isaias Guardiola mit den Toren 29 und 30 für die Gastgeber bestraften. Zwei weitere Fehlwürfe von Cavor und Lindskog beendeten schwache Wetzlarer Schlussminuten und ermöglichten es dem TBV, beim 32:27 sein Torekonto etwas aufzumöbeln.

"Wir sind nicht gut reingekommen ins Spiel, haben den Gegner mit vielen Fehlpässen, auch aus der zweiten Welle, aufgebaut. Wir haben gewechselt, dann wurde es besser. Ganz am Ende sind fünf Tore natürlich zu hoch", so Wandschneider anschließend.

Lemgo-Lippe: Wyszomirski, Johannesson; Elisson (5/1), Kogut (2), Guardiola (2), Carlsbogard (10), Theuerkauf (4/2), Schagen (2/1), Zerbe (1), Cederholm (4), Hangstein (1), Geis, Reimann, Klimek (1), Klesniks.

Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Feld (2), Björnsen (2), Weber, Mirkulovski (2), Torbrügge (1), Weissgerber, Frend Öfors (4), Holst (2/2), Waldgenbach, Forsell Schefvert (3), Rubin (3), Lindskog (6), Kristjansson (2), Cavor.

Steno / SR: Immel/Klein (Erkelenz/Mettmann). - Z: 3126. - Zeitstrafen: 6:8 Min. - Siebenmeter: 6/4:2/2.

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