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Stefan Cavor (r.) hat seinen Vertrag bei der HSG Wetzlar vorzeitig bis 2022 verlängert. Heute Abend will er mit seinem Team in Ludwigshafen die ersten Saisonpunkte holen. (Friedrich)

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HSG Wetzlar: Wandschneider fordert klare Steigerung

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Gut vorbereitet werden die Mannschaften der Eulen Ludwigshafen und der HSG Wetzlar am Donnerstagabend (19 Uhr/Sky) auf der Platte stehen. Ein Leistungsträger der HSG hat langfristig verlängert.

Für Wetzlars Alexander Feld ist das Spiel in Ludwigshafen eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Er war nach drei Jahren bei den Eulen erst im Sommer nach Mittelhessen gekommen.

Der Start:Beide Teams sind mit Niederlagen in die Saison gestartet, die allerdings unterschiedlich zu bewerten sind. Die Grün-Weißen müssen sich die verlorenen Punkte gegen Lemgo auf die eigene Fahne schreiben. Die Eulen lieferten gegen die Rhein-Neckar Löwen lange Zeit ein Spiel auf Augenhöhe ab und gerieten erst in der letzten Viertelstunde auf die Verliererstraße. "Die haben im Gegensatz zu uns einen guten Saisoneinstand und werden voller Selbstbewusstsein in dieses Spiel gehen", sagt HSG-Trainer Kai Wandschneider. Eulen-Coach Benjamin Matschke bestätigt den Eindruck seines Kollegen. "Das erste Spiel ist immer etwas Besonderes und ein Gradmesser. Wir haben in ganz vielen Phasen mitgehalten, das gibt uns hoffentlich die Substanz und Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben."

Was hat gut funktioniert:Wetzlar zeigte spielerisch gute Ansätze, scheiterte aber zu oft an sich selbst. Aus dem Umschaltspiel gelangen zehn Gegenstoßtore, allerdings wurden weitere fünf versemmelt. Die Mittelmänner Mirkulovski und Feld zeigten ein gutes Spiel, müssen aber mehr Impulse setzen.

Was muss besser werden:"Wir sind gegen Lemgo viel zu oft frei am Torhüter gescheitert", brachte es Wandschneider auf den Punkt. Dazu kam eine völlig indisponierte Flügelzange und der fehlende Rückhalt von der Torhüterposition. "Aber wir müssen auch in der Abwehr zulegen, da sind die Räume oft noch zu groß. Wir müssen besser zusammenarbeiten, enger stehen, uns helfen und permanent in Bewegung sein." Zu viele Spieler seien abgetaucht, keiner habe die Führungsrolle übernommen. Der Dolchstoß der Partie war aber das Ei, das sich Till Klimpke von Fabian van Olphen per direkten Freiwurf nach dem Pausenpfiff ins Nest legen ließ. "Das darf kein Tor sein, das war ein Wirkungstreffer", sagte Wandschneider.

Das sagen die Trainer:"Friesenheim ist eine große Herausforderung, die haben noch mal zugelegt, sind richtig gut", schickte Wandschneider ein Lob vorweg. Regie führt nun der frühere Hüttenberger Dominik Mappes, der vom HC Erlangen wechselte. "Das wird ein Hexenkessel, wir müssen uns auf einen heißen Tanz gefasst machen und unser Spiel durchdrücken. Sie spielen unterschiedliche Deckungssysteme, haben gegen die Löwen eine gute 5:1 gestellt. Darauf und auf die 6:0 müssen wir vorbereitet sein. Wir brauchen ein variables Angriffsspiel." Auch Matschke geizt nicht mit Vorschusslorbeeren für den Gegner. "Wetzlar hat eine erfahrene Mannschaft, eine, die auf jeder Position doppelt gut besetzt ist. Da bin ich froh, dass wir zwei funktionierende Deckungssysteme haben. Es kommt immer auf das Playbook des Gegners an, welches wir einsetzen. Ich bin mir sicher, dass Kai weiß, dass wir beide Deckungssysteme spielen und auch er maximal gut vorbereitet ist."

Cavor hat verlängert:Die HSG kann langfristig mit Rückraumspieler Stefan Cavor (24) planen. Der torgefährliche Linkshänder, der seit 2016 für die Grün-Weißen aufläuft, hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig bis zum Sommer 2022 verlängert. Der montenegrinische Nationalspieler erzielte in der abgelaufenen Saison 143 Treffer und war damit der zweitbeste Feldtorschütze in der Bundesliga.

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