+
Lücke genutzt: Lenny Rubin von der HSG Wetzlar tankt sich im Spiel gegen Ferndorf gegen den Ex-Hüttenberger Jonas Faulenbach (l.) und Andreas Bornemann (l.) durch. FOTO: BECHER

Handball

Schuss vor den Bug für die HSG Wetzlar

  • schließen

Eine Woche vor der Rundenfortsetzung nach der EM-Pause hat Handball-Bundesligist HSG Wetzlar einen Dämpfer gegen Zweitligist TuS Ferndorf hinnehmen müssen.

(pie). Im letzten Test vor dem Re-Start in die Handball-Bundesliga mühte sich die HSG Wetzlar beim "2. mrd-Cup" in Neunkirchen zu einem 27:27- Unentschieden gegen Zweitligist TuS Ferndorf. "Bei allem Respekt vor der starken Leistung der Ferndorfer, aber das war ein Spiel, in dem ich bei den meisten unserer Spieler sehr vieles vermisst habe: die Einstellung, Kampfgeist und Beinarbeit in der Abwehr sowie Esprit und Zielstrebigkeit im Angriff - und das wenige Tage vor der Saisonfortsetzung. Das kann und darf nicht sein", war HSG-Geschäftsführer Björn Seipp sauer.

Von Beginn an bekamen die Grün-Weißen kaum Zugriff auf die Rückraumreihe der Ferndorfer. Angeführt von Regisseur Julius Lindskog Andersson bestimmte der TuS die erste Halbzeit und ging mit der verdienten 17:14-Führung in die Pause. Auch im Anschluss war es der Zweitligist, der die Akzente setzte, während Wetzlar zu wenig aus seinen Chancen machte. In der 38. Minute hatte HSG-Trainer Kai Wandschneider genug vom uninspirierten Spiel seiner Mannschaft und rückte seinen Mannen in einer Auszeit die Köpfe zurecht. Endlich kam mehr Zug ins Wetzlarer Spiel. In der Abwehr sorgten Lenny Rubin im Mittelblock und Torben Waldgenbach auf der Halbposition für Stabilität, dahinter Till Klimpke im Tor für Sicherheit. Trotzdem dauerte es bis zum 24:23 von Maximilian Holst in der 50. Minute, ehe die HSG erstmals in Führung gehen konnte. Am Ende waren es aufseiten der Kreuztaler der stark haltende Keeper Marin Durica und Juniorennationalspieler Mattis Michel, die mit ihren letzten beiden Aktionen für das Unentschieden sorgten.

"Die Jungs haben eine gute Partie gespielt", lobte TuS-Coach Michael Lerscht. "Wir waren sehr klar und konsequent in unseren Handlungen, konnten unseren Rhythmus aufnehmen und die Spielanlage stimmte." Seipp fand hingegen klare Worte in Richtung spielendes Personal. "Am Ende haben uns die Paraden von Till Klimpke zurück ins Spiel gebracht, sodass es wenigstens zu einem Unentschieden gereicht hat, aber das kann nicht unser Anspruch sein. So dürfen wir uns nicht präsentieren!"

Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic (1.-30.); Feld (3), Weber, Mirkulovski (1), Torbrügge, Weissgerber (2), Frend Öfors (4), Holst (6/2), Waldgenbach, Forsell Schefvert (2), Rubin (5), Lindskog (1), Cavor (3).

Ferndorf: Durica, Puhl (1.-30.); Faulenbach (3), Lucas Schneider (3), Michel (3/2), Neitsch (2), Wicklein (1), Julian Schneider, Barwitzki (2), Bornemann (2), Rüdiger (2), Lindskog Andersson (6), Koloper (1), Müller, Rink (2).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare