Handball

"Jeden Moment genossen"

  • schließen

Es war der letzte Auftritt von Torhüter Nikola "Bobby" Marinovic in der Handball-Bundesliga. Beim 23:22 der HSG Wetzlar über den SC DHfK Leipzig wurde der 42-Jährige verabschiedet.

Der Österreicher sprang nach der Verletzung von Tibor Ivanisevic für etwas mehr als drei Monate ein – nun endet seine Zeit in Mittelhessen. "Das war ein Volltreffer, Bobby ist ein toller Mensch und Sportler", lobte Trainer Kai Wandschneider den "Oldie".

Das letzte Heimspiel in der Arena, Sie haben Tränen in den Augen, wie war’s?

Nikola Marinovic: Wenn ich auf das Ergebnis schaue, die ausverkaufte Halle – besser geht’s nicht, so das letzte Heimspiel zu gestalten und mit einem Tor zu gewinnen. Das ist einfach schön und für die Zuschauer ein passender Abschluss für das Jahr 2018.

Am Donnerstag geht es nach Melsungen. Was hat sich die Mannschaft vorgenommen?

Marinovic: Ich habe mein letztes Spiel mit Frisch Auf Göppingen damals in Melsungen gewonnen und eine kleine Wiederholung wäre nicht schlecht.

Sind der Abschied am Sonntag und das Einlaufen mit Ihren zwei Töchtern beim Heimspiel gegen Ludwigshafen die emotionalsten Momente, die Sie hier in Wetzlar erlebt haben?

Marinovic: Ja, auf jeden Fall, aber auch die letzten zwei Heimspiele. Wenn du weißt, dass das die letzten Male sind. Du siehst diese Plakate und darfst unter diesem gelben Bogen einlaufen, das ist schon einmalig. Als Spieler muss man solche Momente einfach genießen, ich habe jeden Moment in dieser Halle einfach genossen.

Ihr Fazit dieser drei Monate?

Marinovic: Es war eine wunderbare Handballzeit, wieder in der Bundesliga zu spielen, sich mit den besten Spielern zu messen und mit Kai (Wandschneider, Anm. d. Red.) und "Jasko" (Co Jasmin Camdzic, Anm. d. Red.) zusammenzuarbeiten. Ich will versuchen, all die positiven Sachen dieser drei Monate mitzunehmen und in der Schweiz umzusetzen.

Was sagen Sie zu Till Klimpke?

Marinovic: Seine Entwicklung ist rasant, die konstanten Leistungen, die er bringt, sind ein Zeichen von Qualität. Was ihm in manchen Momenten noch fehlt, ist Erfahrung. Aber das wird noch kommen. Mit Jasmin Camdzic an seiner Seite traue ich ihm alles zu. Nationaltorhüter werden und natürlich auch, für bessere Vereine zu spielen. Er wird in Zukunft seine Leistung für die HSG bringen – und dann schauen wir mal, wie lange die HSG Wetzlar ihn halten kann. So ist das Geschäft, große Vereine greifen dann auch zu. Ich glaube, dass er und Tibor Ivanisevic den HSG-Fans noch viel Freude machen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare