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Hier geht es zur Sache: Wetzlars Nils Torbrügge (am Ball) gegen Jan Schäffer (r.) und Quentin Minel (am Boden). Foto: ISPFD

Handball / Bundesliga

Ivanisevic starker Rückhalt für die HSG Wetzlar

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31:25-Sieg in Erlangen, Sprung auf Platz zehn und nach zwei Auswärtsspielen nun die Heimaufgabe am kommenden Samstag gegen Stuttgart vor der Brust. Die HSG Wetzlar hat sich rehabilitiert.

Nach der 21:26-Niederlage bei FrischAuf Göppingen haben die Handballer der HSG Wetzlar am Sonntag eine starke Reaktion gezeigt. In der Bundesliga-Partie beim HC Erlangen setzte sich die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider mit 31:25 (18:18) durch und schob sich auf den zehnten Tabellenplatz vor. "Wir wollten unbedingt eine Antwort geben auf die zweite Halbzeit in Göppingen. Ich habe das Vertrauen in diese tolle Mannschaft, dass sie immer direkt eine Antwort gibt", freute sich Wandschneider im Interview bei Sky. Nun bleibt den Grün-Weißen eine Woche Zeit, um sich auf das Heimspiel am Samstag gegen den TVB Stuttgart vorzubereiten.

Die erste Halbzeit begann flott und torreich und wurde von beiden Teams mit viel Tempo geführt. Petter Overby traf zum 2:1 für die Gastgeber, die bis zum 10:7 durch Johannes Sellin per Siebenmeter spielbestimmend waren. Bei den Wetzlarern hatte Wandschneider am Kreis zunächst auf Nils Torbrügge gesetzt, der sich nach einem Stürmerfoul, das gleichzeitig mit einer Zeitstrafe geahndet wurde, auf der Bank wiederfand. Anton Lindskog, der in den letzten beiden Partien schmerzlich vermisst wurde, war sofort im Spiel. In seiner ersten Aktion verhinderte er bei eigener Unterzahl ein Anspiel an den Erlangener Kreisläufer, in der zweiten zog er im Angriff einen Siebenmeter, den Maximilian Holst sicher zum 6:7 verwandelte. Torhüter Till Klimpke brauchte fast eine Viertelstunde, um das erste Mal den Ball an die Hand zu bekommen, steigerte sich dann aber. So gelang Kristan Björnsen in der 15. Minute der 10:10-Ausgleich - die HSG war im Spiel. Ein Faktor dafür war sicherlich auch die Präsenz von Lindskog, der Stabilität in die Abwehr brachte und im Angriff Platz für seine Mitspieler schuf. "Die erste Halbzeit war schwammig, das 18:18 ein seltsames Ergebnis", wusste Wandschneider nicht so recht etwas damit anzufangen. Sein Pendant auf Erlanger Seite, Adalsteinn Eyjolfsson, freute sich über 18 eigene Treffer, monierte aber auch das "nicht stimmige Rückzugsverhalten".

Nach Wiederanpfiff waren die Wetzlarer wacher und gingen durch zwei schnelle Treffer von Björnsen mit 20:18 in Führung. Sellin setzte gegen den jetzt im HSG-Kasten stehenden Tibor Ivanisevic einen Siebenmeter per Aufsetzer an die Latte, was Olle Forsell Schefvert mit dem 21:18 in der 33. Minute beantwortete. Erlangen leistete sich nun viele technische Fehler, Wetzlar setzte sich derweil auf 25:21 (43.) ab. "Wir haben uns unter Druck setzen lassen, sind hektisch nach vorne gelaufen, haben teilweise Bälle weggeworfen und gute Gegenstoßmöglichkeiten nicht genutzt", haderte Hüttenbergs Ex-Trainer Eyjolfsson. Wetzlar ließ dagegen den Ball gut laufen, spielte seinen Stiefel konsequent runter und ließ sich auch von einer 5:1- oder noch offensiveren Abwehr des HCE nicht nervös machen.

Holst markierte per Siebenmeter das 30:23 in der 54. Minute und sorgte so für die Vorentscheidung. Erlangen hatte in der Schlussphase zwar noch ein paar Paraden von Nikolas Katsigiannis zu verzeichnen, aber auch Ivanisevic ließ sich nicht lumpen und steuerte mit über 41 Prozent gehaltener Bälle in der zweiten Hälfte sein Scherflein zum 31:25-Erfolg der Grün-Weißen bei. "Der Druck lag natürlich auf Erlangener Seite, das hat uns gutgetan", erklärte Wandschneider.

HC Erlangen: Lichtlein, Katsigiannis; Sellin (4/2), Overby (4), Haaß (1), Firnhaber, Ivic (7), Büdel, Bissel (1), Murawski, Schäffer (1), Metzner (2), Link (3), Minel (1), von Gruchalla (1/1).

HSG Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Feld (1), Kneer, Björnsen (6), Mirkulovski (1), Torbrügge, Weissgerber, Frend Öfors (4), Holst (4/4), Waldgenbach, Forsell Schefvert (4), Rubin (2), Lindskog (3), Kristjansson (1), Cavor (5).

Im Stenogramm: SR: Geipel/Helbig (Leipzig/Landsberg). - Zuschauer: 4206. - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. - Siebenmeter: 4/3:5/4.

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