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HSG Wetzlar: Spielabbruch wegen medizinischer Notfälle

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Von: Daniela Pieth

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Medizinischer Notfall im Spiel der HSG Wetzlar beim Bergischen HC: Ein Zuschauer ist umgekippt. Der Herzstillstand wird von den Ärzten in der Halle reanimiert. Das Spiel wurde abgebrochen.
Medizinischer Notfall im Spiel der HSG Wetzlar beim Bergischen HC: Ein Zuschauer ist umgekippt. Der Herzstillstand wird von den Ärzten in der Halle reanimiert. Das Spiel wurde abgebrochen. © Imago Sportfotodienst GmbH

Schock beim Spiel der HSG Wetzlar gegen den Bergischen HC. Zweimal kurz hintereinander sind die Notärzte gefordert.

Update vom Montag, 18.10.2021, 08.35 Uhr: BHC-Mannschaftsarzt Oliver Riemann hat sich in der „Westdeutschen Zeitung“ zu dem medizinischen Notfall geäußert, der am Samstag (16.10.2021) für einen Abbruch der Partie gegen die HSG Wetzlar gesorgt hat. Während des Spiels war ein Zuschauer auf der Tribüne zusammengebrochen. „In kürzester Zeit war Hilfe vor Ort, darunter ein Kardiologe und ich als Allgemeinmediziner“, sagte Riemann zum Ablauf der Hilfeleistung, die planmäßig und unverzüglich verlaufen sei. Die Mannschaft in der Kabine sei tief betroffen gewesen, ergänzte der Betreuer.

Zu einem zweiten Notfall, der offenbar nach Abbruch der Partie auftrat, wurden zunächst keine weiteren Details bekannt. Laut Riemann war einer der Betroffenen nach 30 Minuten per Rettungswagen ins Herzzentrum Arrenberg gebracht worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die Wiederbelebung gelungen, hieß es.

Björn Seipp, Geschäftsführer der HSG Wetzlar, sagte dem Portal mittelhessen.de, es sei schnell klar gewesen, dass Handball an diesem Abend keine Rolle mehr spielen würde. Die Spieler beider Teams seien sichtlich geschockt gewesen: „Da konnte keiner mehr seinen Fokus auf das Spiel richten“

HSG Wetzlar: Sport tritt in den Hintergrund

Erstmeldung vom Sonntag, 17.10.2021, 19.31 Uhr: Wetzlar – Der Sport trat am Samstagabend in der Uni-Halle Wuppertal in den Hintergrund. Aufgrund eines medizinischen Notfalls wurde die Handball-Bundesligapartie des Bergischen HC gegen die HSG Wetzlar beim Stand von 19:21 in der 52. Minute abgebrochen.

Ein Fan war auf der Gegentribüne zusammengebrochen und musste notärztlich versorgt werden. Während sich die Helfer um die medizinische Versorgung kümmerten, beschlossen beide Vereine, die Partie nicht fortzusetzen. Die Mannschaften hatten sich schnell nach der Unterbrechung in die Kabinen zurückgezogen. Dort hat man sich nach Rücksprache mit den Schiedsrichtern und der Spielleitung darauf geeinigt, das Spiel nicht fortzusetzen. »Alle Beteiligten waren sich einig, dass in dieser Situation der Sport zur Nebensache wird und die Gesundheit des Betroffenen an erster Stelle steht«, hieß es in der Pressemitteilung der Wetzlarer.

HSG Wetzlar: Spielwertung nach Abbruch noch offen

Nach dem Spiel kam es zu einem weiteren Notfall. »Beide Patienten wurden an Ort und Stelle umfänglich notärztlich versorgt und zur weiteren Behandlung in das nahegelegene Helios-Klinikum Elberfeld gebracht«, hieß es in einer Mitteilung des BHC am Sonntag.

Nun gilt es für die Vereine und die spielleitende Stelle der Handball-Bundesliga, die weitere Vorgehensweise abzustimmen. Wie die Partie gewertet wird, ist noch offen.

HSG Wetzlar: Gastgeber starten stark

Zum Spiel: Die Gastgeber hatten den besseren Start erwischt und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Danach übernahmen die Wetzlarer das Zepter, legten einen 4:0-Lauf hin und verteidigten diese Führung bis zum 12:10 zur Pause. Insgesamt hatte der BHC sich zu viele technische Fehler erlaubt und war achtmal an HSG-Keeper Anadin Soljakovic gescheitert.

In der zweiten Halbzeit gelang den Bergischen Löwen in der 40. Minute der 15:15-Ausgleich. Nun waren es die Grün-Weißen, die zu unkonzentriert agierten und dem BHC mit Fehlern Tormöglichkeiten eröffneten. Bis zum 19:18 legten die Gastgeber jeweils vor, ehe Olle Forsell Schefvert per Doppelpack die Partie wieder drehte und Maximilian Holst per Siebenmeter auf 21:19 erhöhte. Kurz darauf wurde die Partie abgebrochen.

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