HSG Wetzlar

Hiobsbotschaft für HSG Wetzlar: Auch Weissgerber fehlt lange

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Der HSG Wetzlar bleibt nichts erspart. Nach Tibor Ivanisevic, Lenny Rubin und Kristian Björnsen füllt nun auch Rechtsaußen-Neuzugang Lars Weissgerber das Lazarett der Grün-Weißen.

Der 21-jährige Flügelflitzer hat sich am Donnerstagabend beim 19:29 (12:12) bei Rekordmeister THW Kiel eine Knöchelfraktur zugezogen und wird dem Team von Trainer Kai Wandschneider definitiv zehn bis zwölf Wochen nicht zur Verfügung stehen. Da auch der norwegische Vizeeuropameister Kristian Björnsen noch längere Zeit ausfällt, wird der Wetzlarer Kader in den kommenden beiden Partien gegen MT Melsungen im Pokal (Dienstag, 20 Uhr, Rittal-Arena) und nächsten Samstag in der Bundesliga gegen Frisch Auf Göppingen (20.30 Uhr, Rittal-Arena) aus der Drittliga-Mannschaft der U 23 (z. B. Tim Rüdiger) aufgefüllt.

"Das ist kaum in Worte zu fassen", hatte auch Geschäftsführer Björn Seipp am Freitag mittag die MRT-Hiobsbotschaft von Klubarzt Dr. Marco Kettrukat tief getroffen, "wir haben wirklich die Seuche." Unmissverständlich machte Seipp klar, dass sich Trainerteam und Klubführung umgehend damit beschäftigen, auf dem Transfermarkt für adäquaten Ersatz zu sorgen. "Da müssen wir nachbessern!" Zur Erinnerung: Schon auf den Ausfall von Torhüter Tibor Ivanisevic hatten die Wetzlarer mit der Nachverpflichtung des 42-jährigen Nikola Marinovic bis Jahresende reagiert.

Die für Lars Weissgerber verhängnisvolle Szene in Kiel spielte sich in der 22. Minute ab. Der HSG-Rechtsaußen hatte bereits drei sehenswerte Treffer erzielt und stand in der Abwehr dem durchbrechenden Kieler Spielmacher Domagoj Duvnjak gegenüber, der im Abschluss des Eins-gegen-eins-Zweikampfes zum 9:11 mit seinem ganzen Gewicht auf den HSG-Youngster fiel. Daraufhin blieb dieser liegen, musste mit schmerzverzerrtem Gesicht stützend in die Kabine begleitet werden und konnte nicht mehr weitermachen.

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