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Bereit für Spiel eins in der Liga: Filip Mirkulovski, Lars Weissgerber, Nils Torbrügge, Stefan Kneer, Anton Lindskog, Stefan Cavor und Lenny Rubin empfangen mit der HSG Wetzlar den TBV Lemgo Lippe.

Handball

Gute Grundlagen vor dem Wetzlarer Saisonauftakt gegen Lemgo Lippe

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Am Donnerstag steigt die HSG Wetzlar mit einem Heimspiel in die Bundesliga-Saison ein. Gegner ist der TBV Lemgo Lippe. Kai Wandschneider hat erstmals ein eingespieltes Team zur Verfügung.

Die schweißtreibende Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 ist vorbei. So startet die HSG Wetzlar in ihre 22. Bundesligaspielzeit. Der Startpfiff ertönt heute um 19 Uhr, Auftaktgegner ist der TBV Lemgo Lippe. "Etwa 3800 Karten sind bereits verkauft", erklärte Geschäftsführer Björn Seipp. "Damit sind wir sehr zufrieden, weil das zu Saisonbeginn immer sehr schwierig ist."

Nach der Saison ist vor der Saison- Mit einem guten zehnten Platz hat die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider die letzte Runde abgeschlossen. Das war nur möglich, weil die Spieler füreinander durchs Feuer gegangen sind, allen Rückschlägen getrotzt haben und in den letzten Partien unbedingt diese Platzierung erreichen wollten. Entgegen den letzten Jahren, hat das Team um Wandschneider lediglich Alexander Feld als Zugang zu integrieren. "Wir konnten die Mannschaft das erste Mal seitdem ich hier bin zusammenhalten", freut sich der Sportwissenschaftler, der im letzten Jahr immer wieder darauf hingewiesen hat, dass die Mannschaft Zeit brauche, um das volle Potenzial zu entfalten. Die Liga-Vorbereitung, in der Olle Forsell Schefvert drei Wochen wegen einer Verletzung fehlte, verlief mit zwei Turniersiegen, einem Remis gegen den FC Porto und dem Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals äußerst erfolgreich. "Wobei man die Spiele in Altensteig und beim Heide-Cup nicht überbewerten darf, aber solche Sachen sind natürlich wichtig für den Kopf und es ist trotzdem schön, wenn man so etwas gewinnt", so Wandschneider.

Die Grün-Weißen können ohne Personalsorgen in die erste Heimpartie gehen und wollen sich vor der Partie am Donnerstag vor allem mit ihren Stärken beschäftigen. Die 6:0-Abwehr soll stehen und das verbesserte Gegenstoßspiel den Druck im Kessel Rittal-Arena erhöhen. Die HSG will die Fans gleich im ersten Spiel mitreißen und dafür sorgen, dass wieder mehr Zuschauer den Weg in die Halle finden. Mit gewohnt diszipliniertem Spiel und neu gewonnener Abschlussstärke wollen die Spieler den nächsten Schritt machen und Handball-Mittelhessen begeistern.

Erkenntnisse der Vorbereitung- "Wir haben aus jedem Spiel irgendetwas mitgenommen", erklärte Wandschneider rückblickend. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Sack zumachen und 60 Minuten gnadenlos durchspielen kann. Und auch die Wechsel haben gut funktioniert. Wer von der Bank kam, war direkt im Spiel. "Wir haben gesehen, dass wir Spiele wie gegen Göppingen, wo wir aussichtslos zurücklagen, drehen können. Und dass wir mit europäischen Teams, die einen anderen Spielstil und Europapokalerfahrung haben, auf Augenhöhe sind." So gab es auch von Portos Coach Magnus Andersson Lob. "Wir haben das ganze Spiel gegen Wetzlar diese verdammte zweite Welle nicht in den Griff bekommen."

Das Pokalturnier- "Das war der schwierigste Einstieg in den Pokal, den ich in meinen Jahren hier erlebt habe", meinte Wandschneider. Mit Balingen/Weilstetten wartete ein nicht zu unterschätzender Aufsteiger, der zudem noch in eigener Halle antreten durfte. Dieses Team mit 36:28 von der Platte zu putzen, hatte kaum jemand erwartet. Dass das Finale gegen den ersatzgeschwächten TV Großwallstadt etwas unansehnlich war, mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass fünf Wetzlarer in der Woche zuvor mit einer Magen-Darm-Grippe flachlagen.

Der Auftaktgegner- Gegen Lemgo konnte die HSG seit 2016 nicht gewinnen. Diese Serie soll heute reißen. Dafür muss seine Truppe alles in die Waagschale werfen. "Es kommt nicht darauf an, schön zu spielen, sondern zu gewinnen." Lemgos Coach Florian Kehrmann setzt auf eine junge Mannschaft, was zum Teil aber der Verletzungsmisere geschuldet ist. Mit Andrej Kogut, Tim Suton, Jonathan Carlsbogård, Jari Lemke und Donát Bartók stehen fünf Leistungsträger langfristig nicht zur Verfügung. So mussten die Lipperländer bereits in den letzten Spielen der Vorsaison ihre junge Garde ins kalte Wasser werfen. "Dabei ist vor allem Fynn Handstein aufgefallen, der gegen uns gut gespielt hat", erinnerte sich Wandschneider. Lemgo ist taktisch immer gut eingestellt. Die Kooperation mit der Lemgoer U23 funktioniert hervorragend und so hat der TBV "Jugend forscht" schon in den letzten Spielen der Vorsaison einige Gegner ins Schwitzen gebracht. Für TBV-Trainer Florian Kehrmann geht die HSG Wetzlar als Favorit in die Partie: "Im Vergleich zur letzten Saison haben sie mit Alexander Feld eigentlich nur einen Neuzugang dabei, den sie integrieren mussten. Wetzlars Prunkstück ist die Abwehr und das Umschaltspiel. Sie sind ein sehr eingespieltes Kollektiv mit einem sehr kompakten Innenblock in der 6:0-Abwehr, haben mit Stefan Cavor, Olle Forsell Schefvert, Lenny Rubin und Joao Ferraz sehr wurfgewaltige Rückraumschützen und mit Filip Mirkulovski sicherlich einen der intelligentesten Spielmacher der Liga."

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