Fehlstart in die Partie und die Saison

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Wenn man in der wegen ihrer Heimspielatmosphäre gefürchteten Großsporthalle Gelnhausen nach 13 Minuten bereits mit 2:8 im Hintertreffen liegt, wird es ganz schwer, beim Gastgeber-TV noch etwas zu holen. So war es auch am Samstag aus Sicht des Drittliga-Aufsteigers HSG Wetzlar, der sich mit dem 26:29 (10:14) beim TV Gelnhausen die dritte Niederlage nacheinander abholte und zunächst einmal im Tabellenkeller wiederfindet.

Wenn man in der wegen ihrer Heimspielatmosphäre gefürchteten Großsporthalle Gelnhausen nach 13 Minuten bereits mit 2:8 im Hintertreffen liegt, wird es ganz schwer, beim Gastgeber-TV noch etwas zu holen. So war es auch am Samstag aus Sicht des Drittliga-Aufsteigers HSG Wetzlar, der sich mit dem 26:29 (10:14) beim TV Gelnhausen die dritte Niederlage nacheinander abholte und zunächst einmal im Tabellenkeller wiederfindet.

"Wir haben erneut Lehrgeld gezahlt", fasste Trainer Thomas Weber die 60 Minuten in der Barbarossastadt zusammen, wobei es nicht nur der Fehlstart in die Partie war, der vor 550 lautstarken TVG-Anhängern zur Niederlage führte, denn letztlich kamen die Grün-Weißen in der Folge nie mehr als auf zwei Treffer heran (10:12, 29./14:16, 38./16:18, 41.) und befanden sich schon beim 22:17 der Gelnhausener nach 45 Minuten durch Robin Marquardt wieder klar auf der Verliererstraße.

Unter dem Strich – so HSG-Coach Weber – profitierten die Gastgeber von einer Vielzahl an technischen Fehler der Bundesliga-Reserve, die per Gegenstoß stetig in Tore umgewandelt und somit konsequente bestraft wurden. Dazu kam eine gute Torhüterleistung der Hausherren u. a. auch mit zwei Treffern von Julian Lahme gegen das verwaiste HSG-Gehäuse. Treffsicher aus dem Rückraum war zudem das TVG-Duo Jonathan Malolepszy/Alen Kulenovic mit zusammen zehn Toren.

Mit dem frühen 2:8 war es natürlich auch um das Selbstbewusstsein der Hendrik Schreiber und Co. geschehen. Zwar stabilisierten die Grün-Weißen ihr Spiel in der Folge etwas, die 7:6-Angriffe wurden diszipliniert gespielt und sich daraus auch Chancen erarbeitet. Aber immer wieder waren es einzelne individuelle bzw. technische Fehler, die eine erfolgreiche Aufholjagd unterbanden. Als sich Trainer Thomas Weber und Ian Weber zehn Minuten vor Schluss beim 19:24 dann eine Doppel-Zeitstrafe abholten, machte Philipp Botzenhardt mit einem Siebenmeter zum 25:19 (50.) den Sack aus Sicht der Hausherren endgültig zu. Der Rest war aus Wetzlarer Sicht Ergebniskosmetik.

"Wir müssen geduldig bleiben und die Nerven behalten", ist Trainer Thomas Weber davon überzeugt, dass sein junges Team schon bald zu den ersten Erfolgserlebnissen kommen wird, "es war uns ja allen bewusst, dass der Sprung von der Ober- in die 3. Liga ein enorm großer ist."

Die erste Belohnung für das gut angelegte, aber noch zu fehlerhafte Spiel wollen sich die Wetzlarer Youngster, die sich kämpferisch nichts vorzuwerfen hatten und auch körperlich einigermaßen gegenhielten, nunmehr am kommenden Samstag im Heimspiel gegen die SG Bruchköbel in Form der ersten beiden Saisonpunkte abholen.

"Natürlich müssen wir langsam anfangen, Punkte einzusammeln, ansonsten wird es in dieser 3. Liga schwierig", schloss Trainer Thomas Weber sein Statement realitätsnah ab.

TV Gelnhausen: Lahme (2), Simanavicius; Schreiber (4), Rudolf (1), Mocken, Altscher, Simic, Kulenovic (4), Bechert (1), Pape (4), Malolepszy (6/1), Botzenhardt (3/3), Marquardt (4), Eurich.

HSG Wetzlar U 23: Kaiser, Cvetkovski; Wallwaey, Gümbel (1), Lindenstruth (1), Ian Weber, Schreiber (1), Schwalbe (2), Hadzic, Tim Weber, Kraft (3), Okpara (4), Waldgenbach (5), Rüdiger (3), Ludwig (6), Weinandt.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Walter/Staszak. - Zuschauer: 552. - Siebenmeter: 6/4:0/0. - Zeitstrafen: 12:14 Minuten.

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