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Eine Herzensangelegenheit: Wandschneider verlängert bei HSG Wetzlar

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Lange wurde spekuliert: Verlängert Trainer Kai Wandschneider seinen Vertrag beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar – oder geht er? Seit Freitag ist es raus, der 59-Jährige bleibt bis 2021.

Unmittelbar damit verbunden ist auch, dass Co-Trainer Jasmin Camdzic, seit November 2011 bei der HSG, ebenso seinen Kontrakt verlängert hat. Der 48-Jährige, der einen unbefristeten Arbeitsvertrag unterzeichnet hat, wird bei den Mittelhessen zukünftig auch die Position "Leiter Scouting/Talentförderung" innehaben. Hier ist Camdzic für die interne und externe (national und international) Spielersichtung verantwortlich.

Seit 2012 hat der gebürtige Hamburger Wandschneider das Sagen in Wetzlar, den Verantwortlichen dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Denn die Konstanten in den vergangenen Jahren waren Wandschneider und Camdzic. Das Trainergespann musste mit Beginn einer jeden Saison quasi immer wieder von Neuem beginnen, da man Leistungsträger abgeben musste. Erinnert sei an Steffen Fäth, Jannik Kohlbacher, Andreas Wolff, Tobias Reichmann, Kevin Schmidt oder Philipp Weber, die alle in Wetzlar zu Nationalspielern wurden und dann zu Top-Klubs wechselten.

"Ich freue mich sehr, dass sich Kai und Jasmin für ihre jeweiligen Vertragsverlängerungen entschieden haben, und ich weiß, ich kann diesbezüglich auch im Namen aller Fans und Sponsoren sprechen", sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz. "Unsere sportlichen Erfolge sind eng mit den Namen Wandschneider und Camdzic verbunden. Sie genießen eine große Wertschätzung im Club, sind absolute Fachmänner auf ihrem Gebiet und es macht sehr viel Spaß, tagtäglich mit ihnen zusammenzuarbeiten."

Wandschneider sagte zur Verlängerung seines Arbeitspapiers: "Das hier in Wetzlar ist für mich eine Herzensangelegenheit geworden. Das ist auch ein Lebensgefühl. Ich habe hier so viele Menschen getroffen, von denen ich ein positives Feedback erhalten habe, das habe ich auch schon anders erlebt. Ich fühle mich in der Region wirklich sehr wohl." Mit dem 59-Jährigen auf der Kommandobrücke hat die HSG Wetzlar Plaungssicherheit, und dürfte auch vor allem für Nachwuchsspieler interessant sein, die auf dem Sprung in die Bundesliga sind. Denn die HSG Wetzlar hat sich in den vergangenen Jahren – insbesondere unter Wandschneider und Camdzic – eine exzellente Stellung erarbeitet, nicht nur national. "Wir haben einen überragenden Ruf auf dem Balkan", erinnert Wandschneider nicht ohne Stolz an Spieler wie Ex-Keeper Benjamin Buric, Nebosja Golic und natürlich Ivano Balic.

"Durch die Erweiterung meines Aufgabengebiets kann ich jetzt noch mehr Verantwortung für die HSG Wetzlar übernehmen", erklärte Jasmin Camdzic, der noch anfügte: "Ich bin kein Mensch, der gerne umzieht." Der Wunsch wurde ihm erfüllt, wie auch Wandschneider: "In meinem Alter überlegt man, was man tut."

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