Wiederauflage des Traditionsduells

  • vonSebastian Kilsbach
    schließen

Über Jahre waren Spiele zwischen den Gießen 46ers und Kölner Basketballteams ein Garant für Spannung. Ihren Höhepunkt in der Playoffserie 2005 findend, kam es nach der Insolvenz der 99ers seit 2009 aber zu keinem Aufeinandertreffen mehr. Unter veränderten Vorzeichen findet am Sonntag (18 Uhr) in der Sporthalle Ost eine Wiederauflage des Traditionsduells statt.

Über Jahre waren Spiele zwischen den Gießen 46ers und Kölner Basketballteams ein Garant für Spannung. Ihren Höhepunkt in der Playoffserie 2005 findend, kam es nach der Insolvenz der 99ers seit 2009 aber zu keinem Aufeinandertreffen mehr. Unter veränderten Vorzeichen findet am Sonntag (18 Uhr) in der Sporthalle Ost eine Wiederauflage des Traditionsduells statt.

Es fällt schwer, bei Aufeinandertreffen der 46ers gegen Köln nicht an die packenden Partien des letzten Jahrzehnts zu denken, auch wenn mit den Rackelos nur die Zweitvertretung der Gießener ihren Hut in den Ring wirft. "Das waren damals hitzige Duelle", erinnert sich Coach Rolf Scholz gerne zurück, der als Zuschauer einer der über 1000 Schlachtenbummler war, die sich vor 14 Jahren auf den Weg in die Kölner "Sauna" gemacht hatten.

Immerhin handelt es sich bei den RheinStars tatsächlich um den Nachfolgeclub der 99ers, die im April 2009 zum letzten Mal ihre Visitenkarte in der Osthalle abgaben. Nach Insolvenz, Rückzug in die Regionalliga, ProB-Aufstieg nebst Wildcard-Erwerb für die ProA und einigen Jahren in der zweiten Spielklasse, folgte im Sommer der neuerliche Rückzug in die dritte Liga. Ausschlag gab die Hallensituation in der Domstadt: Die riesige Lanxess-Arena war selbst zu BBL-Zeiten überdimensioniert, während die ASV-Halle, in der die Kölner heute spielen, für ProA-Regularien wiederum zu klein ist.

Am mittelfristigen Ziel – der Rückkehr in die Bundesliga – hat all dies nichts geändert. In dieser Spielzeit müssen die RheinStars jedoch deutlich kleinere Brötchen backen. Seit Saisonbeginn stehen sie am Ende der Tabelle, konnten zuletzt aber Achtungserfolge über Rhöndorf und Erfurt feiern, die den Abstiegskampf wieder spannend machen. "Zu kontrollieren gilt es vor allem ihren US-Amerikaner Tucker Haymond", warnt Scholz nicht zu Unrecht, markiert der Shooter doch über 20 Punkte pro Spiel. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Jestin Lewis. Der Neu-Rackelo hatte sich in München die Schulter ausgekugelt und war noch vor Ort behandelt worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare