Gießens Allstar Cameron Wells mit Freundin Lawa bei der Ankunft im Bonner Telekom-Dome. (Foto: Vogel)
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Gießens Allstar Cameron Wells mit Freundin Lawa bei der Ankunft im Bonner Telekom-Dome. (Foto: Vogel)

Wells: Kapitän der 46ers – das ist mein Job

  • vonMartin Vogel
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(mv) Die besten Spieler der Basketball-Bundesliga streifen sich alljählich das Trikot beim Allstar-Spiel über. Von den 46ers erhielt Cameron Wells diesmal die Ehre. Der Gießener Kapitän stand in Bonn nicht nur im Team International, sondern durfte auch noch beim Dreier-Wettbewerb starten.

Neben Maskottchen Fabius war er der einzige Teilnehmer aus Reihen der Gießen 46ers beim Allstar-Tag der Basketball-Bundesliga in Bonn: Cameron Wells. Der Aufbauspieler nahm am Dreier-Contest teil und stand für die siegreiche internationale Auswahl von Trainer Raoul Korner (medi Bayreuth) 19 Minuten auf dem Parkett, erzielte dabei sechs Punkte. Nach dem Spiel nahm sich der 28-Jährige noch auf dem Spielfeld des Telekom-Domes Zeit für die Fragen dieser Zeitung.

Cameron Wells, nun hatten Sie Ihre erste Erfahrung mit einem deutschen Allstar-Game, nachdem Sie ja bereits in Holland schon einmal in die Auswahl der besten Spieler der Liga nominiert worden waren. Wie war es? Was wird Ihre schönste Erinnerung werden?

Cameron Wells: Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Ein paar der Jungs aus der Liga kennenzulernen und an den ganzen Aktivitäten teilzunehmen, das war wirklich toll. Am meisten wird mir wohl in Erinnerung bleiben, wie wir zusammen in der Kabine saßen und uns einfach ein bisschen besser kennengelernt haben.

Ihr 46ers-Teamkollege Skyler Bowlin schrieb bei Twitter, mit seiner Hilfe wären Sie Drei-Punkt-Champion geworden – immer, wenn er oder Jahenns Manigat im Training beim Wurf eine Hand in ihrem Gesicht haben, träfen sie mindestens 85 Prozent...

Wells (lacht): Nun, da bin ich nicht sicher. Aber es hätte bestimmt geholfen, ein bekanntes Gesicht zu sehen. Denn im Training schenken wir uns alle nichts und treffen dauernd Würfe gegen die anderen.

Ihr Trainer Denis Wucherer betont schon länger, dass Sie nach dieser Saison bei einem anderen Team einen dicken Vertrag unterschreiben müssten. Sehen Sie das auch so? Und war da das Allstar-Spiel genau das richtige?

Wells: Damit beschäftige ich mich gar nicht momentan. Vielleicht hilft die Nominierung mir, meinen Namen bekannter zu machen und im Sommer einige Türen zu öffnen, aber momentan bin ich der Kapitän der 46ers – und da ist mein Job, Siege für das Team einzufahren und mein Bestes zu geben. Und das ist mein Plan.

Dennoch noch eine Frage zu der Thematik: Der Vertrag von Trainer Wucherer läuft ebenfalls im Sommer aus. Spielt es eine Rolle für Sie oder ihre Teamkollegen, wenn es um eine Verlängerung in Gießen geht?

Wells: In den letzten drei Jahren für Denis zu spielen, hat sehr viel Spaß gemacht, er ist ein guter Trainer. Es wäre ein großer Verlust für den Verein, wenn er gehen würde.

Das Allstar-Spiel findet immer zur Saisonhalbzeit statt. Was müssen Sie und ihre Kollegen in der Rückrunde besser machen, um noch auf einen Playoffplatz zu kommen?

Wells: Ich glaube, wir müssen konstanter werden. Wir sind ein talentiertes Team, offensiv wie defensiv. In manchen Spielen können wir das zeigen, in anderen nicht. Wenn wir einen Weg finden, unser Spiel zu spielen und dabei bleiben, können wir eine Menge Leute überraschen, denke ich.

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