Vorzeitige Playoff-Quali winkt

  • vonJan Sommerlad
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Die Gießen 46ers Rackelos mischen die Südgruppe der ProB weiterhin ordentlich auf – so konnte das Team des Trainerduos Rolf Scholz und Lutz Mandler erst in der letzten Woche überraschend den in dieser Saison überragenden Tabellenführer Elchingen schlagen. Der Lohn: Schon an diesem Wochenende können die Mittelhessen bereits am fünftletzten Spieltag vorzeitig die Playoff-Teilnahme klarmachen. Vorausgesetzt, dass die Rackelos am Samstag (19.30 Uhr) beim KIT SC Karlsruhe gewinnen.

Die Gießen 46ers Rackelos mischen die Südgruppe der ProB weiterhin ordentlich auf – so konnte das Team des Trainerduos Rolf Scholz und Lutz Mandler erst in der letzten Woche überraschend den in dieser Saison überragenden Tabellenführer Elchingen schlagen. Der Lohn: Schon an diesem Wochenende können die Mittelhessen bereits am fünftletzten Spieltag vorzeitig die Playoff-Teilnahme klarmachen. Vorausgesetzt, dass die Rackelos am Samstag (19.30 Uhr) beim KIT SC Karlsruhe gewinnen.

Hierfür ist aber notwendig, dass die Gießener die nötige Spannung aufbauen und nicht übermütig an die Aufgabe herangehen. Denn auf dem Papier klingt die Partie nach einer klaren Angelegenheit: Karlsruhe ist abgeschlagener Tabellenletzter mit sechs Punkten Rückstand auf den Vorletzten. Der Gang in die Playdowns steht bereits fest, und in fast allen Bilanzen stehen die "Qequos" in der Liga ganz hinten: schwächste Offense (67,6 Punkte pro Spiel), wenigste Rebounds, Assists, Blocks und Steals. Doch das muss nichts heißen, denn letzte Woche spielten die Rackelos gegen die Mannschaft, die all diese Statistiken anführt – und schlugen sie.

Vor allem im Inside-Bereich haben die Badener ihre Defizite, wie sich bereits in der Hinrunde beim 69:97 gegen Gießen offenbarte. Und das Team ist in dieser Sparte seit Kurzem sogar noch schwächer, denn der 2,05 Meter große Niederländer Chaed Wellian gehört dem Kader seit drei Spieltagen nicht mehr an. Gleichzeitig holte Karlsruhe aber einen neuen Pointguard, auf dem die Hoffnungen lasten: Der Ungar Davorin Kuntic zeigte direkt mit durchschnittlich 15,7 Punkten sein Potenzial. Fast denselben Schnitt hat Shooter Luka Drezga, während die Verantwortung unter den Brettern auf den Schultern des US-Boys Jeremy Black ruht.

"Wir sind gewarnt. Karlsruhe fehlen zwar die Ergebnisse, aber sie sind ein unbequemer Gegner mit gefährlichen Guards und einem erfahrenen Jeremy Black", sagt Chef-Rackelo Scholz. Dessen Team ist zwar in einer guten Verfassung, aber ein weiteres Mal sorgt das gleichzeitige Bundesligaspiel der Gießen 46ers gegen Oldenburg für ein riesiges Fragezeichen. So könnten mit Bjarne Kraushaar, Nick Hornsby und sogar dem erst letzte Woche debütierenden Dennis Mavin wichtige Spieler in die "Erste" abgezogen werden. "Das wird erst kurzfristig entschieden. Ich bin sicher, dass wir improvisieren müssen. Aber ich bin zuversichtlich. Wir hatten schon ein paar Mal die Situation mit der Überschneidung und wir haben gezeigt, dass wir das hinkriegen. Das Vertrauen ist entsprechend da. Außerdem hilft vielleicht auch genau das, die Spannung zu halten", sagt Scholz vor der Partie.

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