Stadt ehrt herausragende Sportler

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"Es geht um mehr als gewinnen und verlieren", sagte Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und betonte in ihren einleitenden Worten die soziale, integrative und solidarische Komponente des Sports. 175 Aktive hatte die Stadt am Dienstagabend zur Feierstunde des Sports in die Kongresshalle gebeten, um herausragende Leistungen auszuzeichnen. Nur wenige waren der Einladung nicht gefolgt.

"Es geht um mehr als gewinnen und verlieren", sagte Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz und betonte in ihren einleitenden Worten die soziale, integrative und solidarische Komponente des Sports. 175 Aktive hatte die Stadt am Dienstagabend zur Feierstunde des Sports in die Kongresshalle gebeten, um herausragende Leistungen auszuzeichnen. Nur wenige waren der Einladung nicht gefolgt.

Wie gut die sportliche Solidargemeinschaft in Gießen funktioniert, habe sich erst zuletzt beim Brand im Uferweg gezeigt. Andere Vereine sprangen den betroffenen Klubs (DLRG und Rot-Weiß-Club Gießen) zur Seite und stellten Räume zur Verfügung. Für die laufende Förderung des Sports gab die Stadt laut Grabe-Bolz im vergangenen Jahr 291 000 Euro aus, dazu kamen noch mal 60 000 Euro für Investitionen.

Da Sportamtsleiter Tobias Erben kurzfristig erkrankt war, führte Bernhard Zirkler als Moderator durch den Abend. Der Vorsitzende der TSG Blau-Gold Gießen rief zunächst die neuen Träger der Karl-Reuter-Medaille auf. Darunter waren bekannte Namen wie Barbara Seeger, Axel Goers und Günter Sikorski sowie Ann-Christin Strack und Issam Ammour. Letztere kommen beide aus der Leichtathletik, starteten 2016 auch auf der Bobbahn durch und verhalfen dem Wintersport in Mittelhessen zu ungeahnter Aufmerksamkeit.

Die WM- und EM-erfahrene Hip-Hopperin Inga Schneidt will am Wochenende schon wieder ihren im Vorjahr errungenen nationalen Meistertitel verteidigen. Die Reuter-Medaille nahm auch eine ganze Entourage des RC Hassia entgegen, die vor allem im Drachenboot geglänzt hatte.

Deren Ruder-Kollegen Jonathan Koch und Sven Kessler plauderten als Special Guests mit Zirkler über das bevorstehende Karriereende (Koch) und die Unwägbarkeiten des Olympiaprogramms. "Wenn ich 2020 im Schwergewicht starten will, muss ich noch 20 Kilo zulegen", sagte ein schmunzelnder Kessler, der hofft, dass der Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann olympisch bleibt. Einer, der in die Fußstapfen von Kessler und Koch treten könnte, ist Felix Weber. Er erhielt als deutscher U19-Meister im Leichtgewichts-Achter mit Steuermann neben vielen anderen die Sportplakette in Gold.

Zusätzlich zu den Einzel- und Mannschaftsehrungen zeichnete Grabe-Bolz die Imageträger der Stadt Gießen aus. Mit einer Mannschaft auf höchster Ebene in Deutschland vertreten sind der RWC Gießen, die TSG Blau-Gold (beide Tanzen), die RSG Gießen und Wieseck (Rad), die KSV Wieseck (Kegeln), die Golden Dragons (Football), der Gießen Achter (Rudern), die BA Gießen 46ers (Jugend-Basketball) und die TSG Wieseck (Jugend-Fußball). Je 700 Euro gibt es für die bundesweit in Wettbewerben antretenden Vereine.

Grabe-Bolz verkündete am Rande, dass der Hessische Turnverband der Stadt angeboten habe, das Landesturnfest 2018 an der Lahn auszurichten. So könnte neben zahlreichen sportlichen Highlights 2017 schon ein erster Termin für das kommende Jahr feststehen.

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