Rackelos in München nervenstark

  • vonSebastian Kilsbach
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Einen Schönheitspreis mögen die Depant Gießen 46ers Rackelos für ihren Auftritt bei der Bayern-Reserve vielleicht nicht gewonnen haben. Nerven aus Stahl bewiesen die Jungs von Coach Rolf Scholz aber allemal. Leon Okpara rettete die Gäste erst in die Verlängerung, bevor diese dank eines 7:0-Blitzstarts gewonnen wurde.

Einen Schönheitspreis mögen die Depant Gießen 46ers Rackelos für ihren Auftritt bei der Bayern-Reserve vielleicht nicht gewonnen haben. Nerven aus Stahl bewiesen die Jungs von Coach Rolf Scholz aber allemal. Leon Okpara rettete die Gäste erst in die Verlängerung, bevor diese dank eines 7:0-Blitzstarts gewonnen wurde.

Mit 72:75 hatten die 46ers 16 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit zurückgelegen. "Zu unserer Überraschung haben sie uns dann nicht gefoult", rekapituliert Scholz. An der Straflinie hätten die Mittelhessen bestenfalls zwei Zähler erzielen können. Stattdessen ging der Spielzug der Rackelos perfekt auf. Von Bjarne Kraushaar wanderte der Ball in Handball-Manier um die Dreipunktelinie erst zu Thomas Tshikaya, der den freien Okpara fand. "Da hat sich Leon ein Herz genommen und die Verantwortung geschultert", zeigt sich Co-Trainer Lutz Mandler voll des Lobes.

Vorausgegangen war ein offener Schlagabtausch. Mit Ausnahme des Auftaktviertels, in dem die Bayern einen 8:0-Run aufs Parkett legten, welcher postwendend von Gießen mit einem 9:0-Lauf beantwortet wurde, schenkten sich die Tabellennachbarn nichts. Achtmal wechselte die Führung. Zur Pause lagen die Mittelhessen mit 37:34 in Front. Großen Anteil daran hatte Johannes Lischka. Mit sechs Punkten in den letzten vier Minuten des zweiten Abschnitts führte der Kapitän sein Team an. "Das Spiel war geprägt von Ballverlusten. Wann immer wir Phasen hatten, in denen wir diese kontrolliert bekamen, klappte es bei uns besser", erklärt Mandler.

Obwohl sich Neuzugang Jestin Lewis zu Beginn der zweiten Halbzeit an der Schulter verletzte und ausschied, hielten die Rackelos das Geschehen offen. Ein Dreier zum 72:68 von Weidemann in der 37. Minute war eine der höchsten Führungen in der zweiten Halbzeit. In der Verlängerung legten die nun mit einer großen Aufstellung spielenden Gießener vor allem in der Defense eine Schippe drauf. Ein äußerst schwerer Dreier Okparas sicherte die vorentscheidende 82:75-Führung. Mit nun 18 Punkten auf dem Konto festigen die Gießener ihren Playoffplatz. –Gießen: Lewis (7), Kraushaar (8), Köpple (2), Williams (7), Pjanic (15), Okpara (10), Lischka (21), Tshikaya (14)

München: George (4), Weidemann (16), Zdravevski, Frankl-Maus (12), Rudan (17), Ersek (6), Avdic (6), Jebens (5), Binapfl, Markovic (7), Knauf (7)

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