Rackelos leicht favorisiert

  • vonSebastian Kilsbach
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Im engen Tabellenmittelfeld der Basketball-ProB Süd reisen am Sonntag die Depant Gießen 46ers Rackelos mit acht Siegen auf der Habenseite zu einem direkten Verfolger, nämlich zum FC Bayern München II, der nach sieben Siegen Platz acht innehat. Die derzeitige Form spricht dabei klar für die Mittelhessen. Coach Rolf Scholz erwartet dennoch ein knappes Spiel.

Im engen Tabellenmittelfeld der Basketball-ProB Süd reisen am Sonntag die Depant Gießen 46ers Rackelos mit acht Siegen auf der Habenseite zu einem direkten Verfolger, nämlich zum FC Bayern München II, der nach sieben Siegen Platz acht innehat. Die derzeitige Form spricht dabei klar für die Mittelhessen. Coach Rolf Scholz erwartet dennoch ein knappes Spiel.

"Wenn wir sie ins Rollen kommen lassen, dann wird es in München eng", warnt der Übungsleiter und hat dabei auch die gute Heimquote der Bayern im Blick. Zudem mussten die Rackelos im Hinrundenspiel lange zittern, ehe der 80:68-Erfolg unter Dach und Fach war. "Auch am Sonntag erwarte ich ein Duell auf Augenhöhe", so Scholz weiter, dessen Schützlinge sich früh auf den Weg in die Landeshauptstadt machen müssen. Sprungball im 450 Kilometer entfernten Audi-Dome ist um 14 Uhr.

Während die Gießener nach zuletzt zwei Siegen mit viel Selbstvertrauen anreisen, mussten sich die Bayern in den letzten drei Partien stets geschlagen geben. Mit Erfurt, Tabellenführer Leverkusen und Elchingen ging es allerdings auch gegen Schwergewichte der Liga. Gegen die Elche hielten die Schützlinge von Coach Demond Greene die Partie lange offen, bevor sie im Schlussviertel mit 6:22 baden gingen. Eine miserable Quote aus der Drei-Punkte-Distanz von nur elf Prozent war dabei nicht förderlich. Mit Nelson Weidemann (13,9 Punkte pro Spiel) und Bruno Vrcic (10,3) musste Greene allerdings auf seine zwei Topscorer verzichten. Gießen indes könnte mit einem Sieg den Abstand auf die Playdown-Plätze vergrößern. Den Vierten und Neunten der Liga trennen lediglich vier Punkte.

Ist Kraushaar dabei?

In München hofft Scholz auf die Rückkehr von Bjarne Kraushaar, der wegen muskulärer Probleme im Leistenbereich beim "Thriller" gegen Würzburg aussetzte. Von der Zwangspause des Youngsters profitierte Neuzugang Jestin Lewis, der viel Spielzeit bekam und mit 16 Punkten, sieben Assists sowie fünf Rebounds sogleich einen guten Eindruck hinterließ. "Ich fühle mich jetzt schon als Teil der Familie", lobt der 24-Jährige das Umfeld der 46ers, das es ihm erleichtere, von Anfang an viel Energie aufs Parkett zu bringen.

Unter den Körben ist es indes ein Eigengewächs, das seit einem Monat für Furore sorgt. Tim Uhlemann legte in den letzten vier Spielen, von denen nur eines verloren wurde, im Schnitt starke 13,5 Punkte und 5,3 Rebounds auf. Waren die gestiegenen Einsatzzeiten des 19-Jährigen zuvor durch den Ausfall von Johannes Lischka bedingt, stand Uhlemann auch neben dem wiedergenesenen Kapitän gegen Würzburg über 20 Minuten auf dem Parkett.

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