Nun ist es offiziell: Michael Koch (r.) kommt als Manager und Geschäftsführer der Gießen 46ers und somit in neuer Funktion nach 33 Jahren zurück nach Mittelhessen. Damit ist dem Aufsichtsratsvorsitzenden - hier Wolfgang Greilich - ein Personalcoup gelungen.
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Nun ist es offiziell: Michael Koch (r.) kommt als Manager und Geschäftsführer der Gießen 46ers und somit in neuer Funktion nach 33 Jahren zurück nach Mittelhessen. Damit ist dem Aufsichtsrat - hier Wolfgang Greilich - ein Personalcoup gelungen.

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Offiziell: Michael Koch übernimmt bei den Gießen 46ers - Überraschung bei Präsentation

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Der Nachfolger von Heiko Schelberg ist gefunden. Michael Koch, der gebürtige Licher, wird Manager und Geschäftsführer bei den Gießen 46ers. Ein Personalcoup. Überraschend: Er übernimmt das Amt bereits am 1. März. 

Michael Koch wird neuer Manager und Geschäftsführer beim Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers und ersetzt den zum Saisonende ausscheidenden Heiko Schelberg - und das bereits ab 1. März, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Darin heißt es weiter: Neben der Neuregelung der Führung im Traditionsverein legen die 46ers damit einen klaren Fokus auf die Geschicke im sportlichen Bereich.

Die Präsentation des Lichers war Dienstagabend auf einer Gesellschaftersitzung zentraler Tagesordnungspunkt. Zwar besitzt der 54-jährige, europaweit bekannte Ex-Nationalspieler keine Erfahrung auf Geschäftsführerebene, dennoch hat er in  Gesprächen den Aufsichtsrat der Gießen 46ers überzeugt.

Der Name Michael Koch geisterte schon mehrfach durch die Osthalle – jedoch immer im Zusammenhang als ein möglicher Nachfolger vom aktuellen Trainer Ingo Freyer, der nach einer Niederlagenserie in der Kritik gestanden hatte. Nach den zwei gewonnenen Heimpartien gegen die weitaus höher eingestuften Ludwigsburger und Bayreuther Basketballer verstummten die negativen Stimmen über Freyer. Zudem hat der 48-Jährige noch einen gültigen Vertrag über diese Saison 2019/20 hinaus. 

Gießen 46ers: 1993 Europameister geworden

Dass Michael Koch nun der neue Boss der 46ers wird, überrascht – hat aber Charme. Der gebürtige Licher trug von 1983 bis 1987 das Trikot des MTV 1846 Gießen in der Basketball-Bundesliga, ehe er seine erfolgreiche Karriere als Spieler bei Steiner Bayreuth, Bayer 04 Leverkusen, Panathinaikos Athen, Marousi Athen, Ionikos Neas Filadelfias und zum Abschluss bei den Dragons Rhöndorf fortsetzte. 

140-mal spielte der Aufbauspieler für die deutsche Nationalmannschaft, 1993 wurde er im legendären Team von Trainer Svetislav Pesic Europameister. 2005 wechselte er die Seiten und wurde Trainer mit den Stationen in Bonn, Bayreuth und zuletzt beim zypriotischen Erstligisten Limassol. Michael Koch wohnt in der Nähe von Bonn. 

Michael Koch ist ein absoluter Kenner der Basketball-Szene und bestens vernetzt. Mit ihm haben die Gießen 46ers nach langen Jahren einen Mann auf der Geschäftsführerposition, der über eine hohe Basketball-Kompetenz verfügt – was ein bedeutsames Kriterium der Gesellschafter bei der Auswahl des neuen Managers war. Koch kann als Anchorman fungieren, mehr repräsentieren und sich ausschließlich um die sportlichen Belange der Bundesliga-Mannschaft sowie des Gesamtkonstruktes mit der Basketball-Nachwuchs-Akademie und der Pro-B-Mannschaft kümmern. 

Gießen 46ers: Reuner bleibt Herr der Zahlen 

Für die betriebswirtschaftlichen Belange ist – wie bislang – mit Philipp Reuner der andere 46ers-Geschäftsführer zuständig. Er ist bei den Gießener Korbjägern der Mann für die Zahlen und seit sieben Jahren zweiter Geschäftsführer neben dem scheidenden Schelberg. Verantwortlich für den Vertrieb ist Sebastian Jung, für Marketing und Merchandising Sven Schneider. Man darf gespannt sein, wie die personelle Rochade auf Führungsebene vonstatten geht und wer letztlich welchen Posten mit welcher Aufgabe bekleidet. 

Der Licher Michael Koch, der unbestritten bedeutsamste Basketball-Export der Gießener Clubgeschichte, ist mit seiner Strahlkraft eine Bereicherung für den Basketball in Gießen. Der 54-Jährige hat in seiner Laufbahn viel erreicht und gemanagt. Warum nicht auch bei den Gießen 46ers?

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