Leistungssport

Oberste Maxime: Immer an sich selbst glauben

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Sport und Leistung ist eine untrennbare Verbindung für Lisa Mayer, Bjarne Kraushaar, Johannes Hofmann und Till Klimpke.

Die vier Vorzeigesportler unserer Region machen im Redaktionssgespräch unzähligen heimischen Nachwuchsathleten Mut, es ihnen gleichzutun. Mit Talent, Fleiß, Disziplin und Leidenschaft hat es das Quartett in den jeweiligen Sportarten zu etwas gebracht. Leistungssport lohnt sich also auch hierzulande.

Was bietet der Sport in Gießen und Umgebung seinen Kindern, Jugendlichen und Aktiven? Welchen Anteil haben Funktionsträger, Trainer und Zuschauer für dessen Zukunftsfähigkeit in dieser Region? Welche Strukturen und Förderungen sind notwendig, um allein den Status quo zu erhalten? Diese und viele weitere Fragen möchten der Sportkreis Gießen und diese Zeitung in unregelmäßigen Abständen mit auf diese Region bezogenen Sonderpublikationen beantworten.

Für den Sportkreisvorsitzenden Prof. Dr. Heinz Zielinski sowie Sportressortleiter Ralf Waldschmidt stand dabei das Thema "Leistungssport" ganz oben auf der Agenda. Denn nicht nur mit den Gießen 46ers und der HSG Wetzlar ist der heimische Sport in den Topligen von Basketball und Handball vertreten. Auch der aufstrebende FC Gießen zeigt, dass mittlerweile wieder der Fußball Ansprüche erfüllt – von Individualsportlern wie Lisa Mayer ganz abzusehen. Die gebürtige Gießenerin verkörpert als Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmerin das Nonplusultra der lokalen Sportszene, die in Konkurrenz zu Frankfurt oder anderen Metropolen also durchaus den Weg zum Spitzensport ebnen kann.

Wer könnte darüber besser sprechen als Lisa Mayer selbst, die 22-Jährige vom Sprintteam Wetzlar, oder Till Klimpke, der Torhüter-Shootingstar der HSG Wetzlar. Auch an Bjarne Kraushaar, der Playmaker-Zukunft der Gießen 46ers, führt kein Weg vorbei. Und Johannes Hofmann vom FC Gießen, fußballerisch bei Eintracht Lollar und der TSG Wieseck groß geworden, hat immerhin sechs Jahre Internat beim ruhmreichen 1. FC Kaiserslautern hinter sich. Diese vier sind unserer regionalen Gesichter des Leistungssportes, sind in jungen Jahren bereits Vorzeigeathleten und Vorbilder zugleich. Ihr Credo: Immer an sich selbst glauben! Schon früh im Kindesalter sind Mayer, Klimpke, Kraushaar und Hofmann über Leistung definiert worden. Weh getan im Sinne von Druck oder geschadet im Sinne von Verzicht hat das aber nicht - wie sie rückblickend unisono glaubhaft versichern.

Im Gegenteil! "Ich bin dankbar für das, was ich in jungen Jahren alles erleben durfte", bekräftigt Johannes Hofmann, der seinen Traum vom großen Fußball mittlerweile eine Stufe tiefer lebt und mit dem FC Gießen in die Regionalliga strebt. "Ich bin offener, bin selbstbewusster", bestätigt Bjarne Kraushaar, dass der Sport auf dieser Ebene auch ganz bedeutend für die Persönlichkeitsentwicklung ist. Für Lisa Mayer ist von Kindesbeinen an die Motivation für Training und Wettkampf "immer über den Erfolg gekommen", als Verzicht hat sie die jahrelange Arbeit auf dem Trainingsplatz oder die quälenden Rehaphasen nach Verletzungen selten empfungen: "Man macht ja etwas, was einem Spaß macht. Außerdem entschädigt der Sport, wenn man denn so will, für vieles, gibt dir viele tolle Momente." Für Till Klimpke waren allein "die drei Jahre Vollzeit-Ausbildung in Verbindung mit dem Sport extrem", ansonsten schöpft er täglich neue Kraft aus seinem Tun.

Wer große Ziele hat, muss diesen nahezu alles unterordnen. "Während einer intensiven Trainings- und Wettkampfphase mal einen Badetag am See einlegen, geht eben nicht", nennt Lisa Mayer einen von vielen Preisen, die zu zahlen sind; "ich darf kein Ski fahren, das steht in meinem Vertrag", Bjarne Kraushaar einen anderen. Demgegenüber hilft der Leistungssport früher als vielleicht bei anderen bei der Charakterbildung, bei der Eigenständig- und bei der Kritikfähigkeit. Das gilt aber allgemein für alle Leistungssportler von Flensburg bis Passau.

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