Rackelos

Moore-Gala hält Gießen Rackelos nicht auf – jetzt Zweiter

  • vonSebastian Kilsbach
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Der siebte Sieg in Folge in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B bringt die Gießen Rackelos auf den zweiten Platz. Gegen Schwenningen leuchtet am Ende ein 92:81 von der Anzeigetafel.

"Die Körperlichkeit, mit der das Spiel geführt wurde, war ein perfekter Test für die Playoffs", resümierte Rackelo-Cheftrainer Rolf Scholz nach dem 92:81 (47:27) seines Teams gegen die Panthers Schwenningen. Der Sieg geriet trotz eines hervorragend aufgelegten Rasheed Moore aufseiten der Gäste nie ernsthaft in Gefahr. 35 Punkte legte der US-Forward am Samstagabend auf.

Bereits im ersten Viertel war Moore maßgeblich dafür verantwortlich, dass Schwenningen auf Tuchfühlung blieb. Sein Layup zum 12:14 nach gut fünf Minuten blieben jedoch die letzten Zähler für lange Zeit. Gießen stellte sich auf die Zonenverteidigung der Gäste immer besser ein und zog angeführt durch Bjarne Kraushaar und Jestin Lewis auf 23:12 davon.

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts hängte Alen Pjanic Moore das zweite persönliche Foul an. Panthers-Trainer Alen Velcic zog die Notbremse und holte seinen Top-Performer auf die Bank. Dreieinhalb weitere Minuten blieben die Schwarzwälder ohne Punkterfolg, während zwei Dreier von Lewis die Gießener Führung zwischenzeitlich auf 31:12 erhöhten. Erst zur Viertelmitte entschlossen sich die Gäste, wieder aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen. Per Dunk verkürzte Bill Borekambi auf 25:40. Ohne Moore, der bis zur zweiten Hälfte nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehren sollte, wurde der Aufsteiger immer wieder durch energischer wirkende Rackelos ausgespielt. Symptomatisch hierfür war ein von Leon Okpara eingeleiteter Ballgewinn, den er im Fastbreak durch die Reuse stopfte: Mit Kraushaar, Tim Köpple und Okpara waren drei 46ers-Spieler früher am gegnerischen Korb angelangt, als Schwenningen auch nur den Weg zurück ins eigene Feld gefunden hatte.

Das Velcic-Team traf angeführt vom wieder eingewechselten Moore nach dem Seitenwechsel dann aber nach Belieben. Als der Gießener Vorsprung auf 40:49 zusammengeschmolzen war, schien das Momentum endgültig zu wechseln. Zunächst Moore, der sich bei den Schiedsrichtern zu heftig beschwerte und ein technisches Foul bekam, danach Coach Velcic selbst, der den pfeifenden 46ers-Fans mehrfach zynisch Beifall zollte, verwandelten die Osthalle dann aber in eine Heimfestung. Die 400 Besucher konnten so bestaunen, wie Moore seine Farben zwar ein ums andere Mal auf acht Punkte heranbrachte, die Rackelos so aber nie ernsthaft in Bedrängnis brachte. "Wir haben immer wieder spielerische Lösungen gefunden", lobte Scholz. Schwenningen hielt zwar bis zum Ende dagegen. Gießen aber konnte den im ersten Durchgang erspielten Vorsprung verteidigen. Bei einem weiteren Erfolg in Elchingen könnten die Rackelos die Hauptrunde auf dem zweiten Rang abschließen.

Gießen 46ers Rackelos: Kraushaar (9), Köpple (4), Williams (8), Pjanic (11), Uhlemann (4), Okpara (12), Lischka (13), Tshikaya (9), Hahn (1), Jestin Lewis (21)

Panthers Schwenningen: Tsvetkov (7), Alexis, Borekambi (16), Karamatskos (4), Moore (35), Friederici (11), Pakamanis (2), Osterwalder, Abaker, Hejric (6).

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