Basketball

Lewis bewahrt kühlen Kopf beim Sieg der 46ers Rackelos

  • vonSebastian Kilsbach
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Das war knapp: Mit 90:82 setzen sich die Gießen 46ers Rackelos in der Basketball-ProB gegen Schlusslicht Köln durch. Nach dem 82:82-Zwischenstand bleibt Jestin Lewis ganz cool.

Bis zur Halbzeit kontrollierten die Depant Gießen 46ers Rackelos das Geschehen souverän, führten mit 53:37. Angeführt von Tucker Haymond, der 21 seiner 31 Punkte nach dem Seitenwechsel erzielte, erzwangen die wie irre kämpfenden Domstädter in der Schlussphase aber den 82:82-Ausgleich. Jestin Lewis stoppte den Lauf der RheinStars gerade rechtzeitig, während bei Köln nichts mehr zusammenlief. So stand am Ende ein 90:82-Sieg der Gießener.

"Wenn man unten drinnen steht und seine letzte Chance nutzen muss, hat man nichts mehr zu verlieren", erklärt Rackelo-Co-Trainer Lutz Mandler nach dem Spiel, wie die Gäste aus Köln sich ins Spiel zurückgekämpft hatten. Der Tabellenletzte der ProB-Süd war den Rackelos über weite Strecken spielerisch unterlegen, steckte aber zu keinem Zeitpunkt auf und verwickelte die Gießener in eine hart umkämpfte Partie.

Dabei agierte das Team von Coach Matthew Dodson bereits im Auftaktviertel auf Augenhöhe, konnte durch einen Buzzerdreier von Benedict van Laack auf 20:22 verkürzen. Im zweiten Viertel zeigten sich die tief rotierenden Rackelos dann aber von ihrer Schokoladenseite. Immer wieder lauernden die Gastgeber in den Passwegen, erkämpften sich Offensivrebounds und Fastbreaks und konnten so über die Stationen 29:24, 43:33 und 51:37 davonziehen. Der Schlusspunkt gehört Kapitän Johannes Lischka, der Max Dohmen regelrecht stehenließ und zum 53:37-Pausenstand ablegte.

Köln mobilisierte dann aber alle Kräfte, packte in der Verteidigung zwei Schippen drauf und konnte sich im Angriff im Zweifel auf Haymond verlassen. In einem nun ruppigeren Spiel verwandelte der US-Amerikaner zwei Dreier in Folge und verkürzte so auf 61:66 (28.). Als sich Center Max Dohmen nach einem Block an Tim Köpple wenig später auf die Brust schlug, die mitgereisten Fans mobilisierte und dann pumpend auf der Bank platznahm, war auch dem Letzten in der Sporthalle Ost klar, dass die Kölner Mannschaft noch lebte. "Unsere Stimmung ist grundsätzlich gut, das Team ist intakt", so RheinStars-Center Malte Herwig nach dem Spiel. Zwei wilde Dreier Haymonds brachten die Rackelos weiter in Bedrängnis, die vorne aber meist die richtigen Antworten fanden und ihre Führung stabil verteidigten. Erst in der Schlussphase war es Vladimir Nemcok, der per Korbleger das 82:82 erzwang. Der zuvor eingewechselte Lewis bewies im Anschluss aber einen kühlen Kopf, vollstreckte einen Gießener Spielzug per Dreier. Köln vertändelte in der anschließenden Angriffssequenz den Ball, weshalb Lewis einen Touchdown-Pass auf Lischka spielte, der zum umjubelten 87:82 dunkte.

Obwohl noch 79 Sekunden zu spielen waren, schien dies der finale Nackenschlag für die Gäste zu sein, die Freiwürfe liegen ließen und den Ball herschenkten. Während Gießen nun auf Rang vier klettert, verweilen die Kölner weiter im Tabellenkeller.

Gießen: Kraushaar (7), Köpple (10), Williams (12), Pjanic (12), Uhlemann (2), Okpara (16), Lischka (13), Tshikaya (5), Lewis (13).

Köln: Tucker (31), Nemcok (12), Herwig (4), Kukic (13), Theodor, Zimmermann, Müller-Laschet, Michel (8), van Laack (11), Dohmen (3).

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