Lauer sieht "erbärmliche Leistung"

  • vonJan Sommerlad
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In der Basketball-Oberliga der männlichen U18 sind mit Frankfurt und Kronberg zwei Teams bereits für die Hessenmeisterschaft qualifiziert. Um die beiden vakanten Plätze kämpfen noch drei Teams – und zwei davon sind die Basketball Akademie Gießen 46ers und der TV Lich. Zwar gewann der TVL in Kronberg keinen Blumentopf, profitierte aber – ebenso wie Gießen selbst natürlich – von der Niederlage des direkten Konkurrenten Wiesbaden gegen die BA. Beide Teams haben als derzeit Dritter und Vierter damit gute Aussichten, beim Final Four dabei zu sein, während Wiesbaden auf den fünften Platz zurückfiel. Aber einen sicheren Platz hat noch keiner von beiden; es müssen weitere Siege her.

In der Basketball-Oberliga der männlichen U18 sind mit Frankfurt und Kronberg zwei Teams bereits für die Hessenmeisterschaft qualifiziert. Um die beiden vakanten Plätze kämpfen noch drei Teams – und zwei davon sind die Basketball Akademie Gießen 46ers und der TV Lich. Zwar gewann der TVL in Kronberg keinen Blumentopf, profitierte aber – ebenso wie Gießen selbst natürlich – von der Niederlage des direkten Konkurrenten Wiesbaden gegen die BA. Beide Teams haben als derzeit Dritter und Vierter damit gute Aussichten, beim Final Four dabei zu sein, während Wiesbaden auf den fünften Platz zurückfiel. Aber einen sicheren Platz hat noch keiner von beiden; es müssen weitere Siege her.

MTV Kronberg – TV Lich 104:55 (53:20): Das Fazit von Trainer David Lauer brachte den Spielverlauf sehr direkt auf den Punkt: "Das war in all den Jahren, die ich die Jungs coache, die erbärmlichste Leistung, die sie je abgeliefert haben. Das war einfach Arbeitsverweigerung. Ich kann das Gesehene nicht in Worte fassen, so mies war es." Na ja – zu Beginn trotzdem zunächst der Lichtblick: Lich profitierte von der gleichzeitigen Niederlage Wiesbadens gegen Gießen, denn der BC hat als Fünfter fünf Punkte Rückstand auf die Wetterstädter und nur noch drei Spiele, um diese Hypothek aufzuholen. In Sachen Qualifikation für die Hessenmeisterschaft sieht es also immer noch sehr gut für die Mittelhessen aus. Allerdings bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung der Licher, um dieses komfortable Polster nicht doch noch aus der Hand zu geben. Während der TVL das Hinrundenspiel gegen den Tabellenzweiten sogar noch mit 72:57 gewonnen hatte, lief diesmal gar nichts. Lich war an beiden Enden nicht bereit; sprich nutzte die offensiven Räume nicht und verteidigte die Gegenspieler in der Defensive zu schwach. Während das erste Viertel mit 13:23 noch glimpflich endete, gab es schon im zweiten Viertel mit 7:30 (!) richtig Prügel von der besten Offense der Liga. Vor allem den Kronberger Justus Peuser bekamen die Gäste nicht in den Griff, der 61 Punkte (!) erzielte und Lich somit im Alleingang zerlegte.

Lich: Luca Dinges, Tobias Endres, Gregor Gümbel, Paul Hungenberg (3/1), Finn Jakob (11), Marcel Mayer (3), Lucas Nasev, Cedric Ohly (9/1), Johannes Roith (5), Till Wagner (24/3).

BC Wiesbaden – Basketball Akademie Gießen 46ers 73:80 (28:39): Im voraussichtlich letzten Spiel unter Trainer Marcus Krapp, der kürzlich die JBBL-Mannschaft Gießens übernahm, verabschiedete die BA ihren Coach mit einem Big Point. Mit Wiesbaden konnten die 46ers einen direkten Konkurrenten im Fünfkampf um die vier Tickets zur Hessenmeisterschaft schlagen. Dadurch zog Gießen, das bereits das Hinrundenspiel gegen den BC mit 80:63 gewonnen hatte, in der Tabelle um einen Punkt an den Hauptstädtern vorbei auf den vierten Rang. Wiesbaden war zwar körperlich klar überlegen und versuchte zu Beginn, seine Gäste mit einer Zonenverteidigung aus dem Konzept zu bringen. Aber die Gäste zeigten sich über die gesamte Partie hinweg cleverer und damit besser als die Heimmannschaft. So legten die Mittelhessen nach einer Viertelstunde bereits ein 32:17 vor. Allerdings bekam Gießen immer wieder Probleme, wenn der BC presste. "Bei der Presse merkt man, dass wir nicht so oft als Team zusammen trainieren", sagte Krapp. So schmolz die Führung noch auf 33:28. Bis zur 26. Minute zog die BA wieder auf 59:43 davon, ehe Gießen im letzten Viertel fünf Minuten ohne Punkt blieb und beim 70:65 den Atem des Gegners im Nacken spürte. "Am Ende haben wir das aber clever ausgespielt und verdient gewonnen", resümierte Krapp den großen Schritt Richtung Teilnahme an der Hessenmeisterschaft.

Gießen: Sebastian Brach (12), Paul Carl (15), Noah Emrich (2), Kevin Eva (2), Karl Maruschka, Robin Njie (4), Fritz Rostek (11), Paul Schneider (14), Tim Schneider (20), Kekai Yan.

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