Krasser Außenseiter

  • vonMartin Vogel
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Superlative werden im Sport nur allzu schnell benutzt – doch im Fall des bevorstehenden Heimspiels des ProB-Ligisten Gießen 46ers Rackelos sind sie nur allzu zutreffend. Denn obwohl die Mittelhessen in dieser Saison zu den besten Teams der Liga zählen, sind sie in diesem Fall der klare Außenseiter. Zu Gast in der Osthalle ist nämlich am Samstag ab 18 Uhr der überlegene Tabellenführer Baskets Elchingen.

Superlative werden im Sport nur allzu schnell benutzt – doch im Fall des bevorstehenden Heimspiels des ProB-Ligisten Gießen 46ers Rackelos sind sie nur allzu zutreffend. Denn obwohl die Mittelhessen in dieser Saison zu den besten Teams der Liga zählen, sind sie in diesem Fall der klare Außenseiter. Zu Gast in der Osthalle ist nämlich am Samstag ab 18 Uhr der überlegene Tabellenführer Baskets Elchingen.

Dieser demonstrierte bereits in der Hinrunde seine Stärke: In Ober-Elchingen erlebte Gießen seine bisher einzige Partie, in der es keinerlei Siegchance hatte. So ist das 67:90 auch die bisherige Rekordniederlage in der noch jungen Geschichte der Rackelos; die zweithöchste Niederlage war mit acht Punkten Differenz.

So haben die Baskets nicht zufällig mit 88 Punkten pro Partie die mit Abstand beste Offensive der Liga und nebenbei auch noch die zweitbeste Defense. Auch in nahezu allen anderen Statistiken führen die Schwaben die Ligabilanzen an – meist mit recht großem Abstand: Beste Wurfquoten aus dem Feld, meiste Rebounds, meiste Assists, meiste Blocks, meiste Steals, wenigste Turnover.

Kraushaar vor Rückkehr

Entsprechend bescheiden gibt sich Rolf Scholz, der die Rackelos gemeinsam mit Lutz Mandler trainiert: "In der Hinrunde haben wir Lehrgeld bezahlt – sie haben uns deutlich unsere Grenzen aufgezeigt. Wir können befreit aufspielen und wollen jetzt zu Hause zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben. Wenn wir es diesmal enger gestalten können, haben wir viel richtig gemacht." Aber den Sieg möchte er trotzdem noch nicht abhaken: "Wir sind selbstbewusst genug, um zu sagen: An einem guten Tag können wir eine Überraschung schaffen."

Personell gibt es bei den Mittelhessen noch einige Fragezeichen, aber eher in positiver Hinsicht: So ist die Rückkehr von Aufbauspieler Bjarne Kraushaar zwar noch nicht endgültig sicher, aber zumindest relativ wahrscheinlich.

Aus dem Vollen schöpfen können Scholz und Mandler auch bei ihren drei Nicht-EU-Ausländern Dennis Mavin, Jeril Taylor und Nick Hornsby. Hier entscheiden die Trainer kurzfristig, wer die zwei Startplätze erhalten wird. So könnte dies das Abschiedsspiel von Taylor werden, denn ab der kommenden Woche wird er in die Bundesligamannschaft der 46ers hochgezogen, wie der Klub am Donnerstag mitteilte.

Mit Blick auf die Zukunft könnte eine Integration des neuen Pointguards Mavin also sinnvoller sein, der auf sein Debüt hofft. Hornsby hingegen wäre auf den großen Positionen gegen Elchingen von Nutzen. Man darf gespannt sein.

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