46ers bei Alba

"Koné wird uns in Berlin schon helfen"

Die Gießen 46ers spielen am Sonntag in der Hauptstadt und statten dem Kanzleramt einen Besuch ab. Mit dabei ist Neuzugang Bazoumana Koné.

Die Gießen 46ers sind für Alba Berlin bereit – und für den Besuch im Kanzleramt, den Staatsminister Dr. Helge Braun ermöglicht hat. Vielleicht gibt es vor dem Basketball-Bundesligaspiel in der Hauptstadt ein Händeschütteln mit Bundeskanzlerin Angela Merkel – und vielleicht bringt das Glück, das die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer am Sonntag um 15.30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena gegen starke "Albatrosse" sicher gebrauchen kann.

Status quo: Guard Jahenns Manigat sprach kürzlich in einem Interview sicher aus der Seele der Mannschaft: "Natürlich sind die Playoffs unser großes Ziel. Wir wollen konstanter spielen und mehr Spiele in Folge gewinnen, anstatt immer eins zu gewinnen und dann wieder zu verlieren." Zuletzt setzte sich das Gießener Team gegen Vechta durch, obwohl mit Thomas Scrubb, Andreas Obst und Justin Sears gleich drei Spieler verletzungsbedingt fehlten. Coach Wucherer war selbst ein wenig überrascht, wie souverän sein Team das 82:74 einfuhr. Das hat ihn und die Co-Trainer Steven Key sowie Milos Petkovic bestätigt, dass das Coaching-Team einiges richtig macht. Der aktuelle Tabellenrang acht, der zu den Playoffs berechtigt, verdeutlicht das Ganze noch.

Das Lazarett hat sich gelichtet. Center Sears sowie Guard Obst trainieren seit Dienstag wieder mit der Mannschaft. Damit hat Wucherer in Berlin mehr Alternativen. Einzig der langzeitverletzte Thomas Scrubb fehlt, der erfolgreich in Frankfurt operiert wurde.

Zitat der Woche: "Die Fußverletzung von Tommy Scrubb ist so massiv, das habe ich in meiner Zeit als Mannschaftsarzt noch nicht gesehen." Teamarzt Dr. Wolfgang Leutheuser über Flügelspieler Thomas Scrubb, der bis Saisonende ausfällt – und wohlgemerkt die Frage, ob er Schmerzen hat, während der Partie in Frankfurt verneinte.

Der Neue: Bazoumana Koné hat die ersten Tage im Kreise der Mannschaft hinter sich gebracht. "Er passt rein und er passt in unser Spiel", erklärt Wucherer. Koné scheint sich nahtlos in das Gefüge zu integrieren. Klar, dass der 1,90 m große Guard noch das eine oder andere System verinnerlichen muss. Dass er eine Bereicherung für das gut funktionierende Team ist, deutete sich aber bereits an. "Er wird für Berlin bereit sein und uns dort schon helfen", so Wucherer weiter. Mit Scrubbs haben die 46ers einen Dreier verloren, dagegen mit Koné einen weiteren gefährlichen Guard erhalten, der das 46ers-Spiel noch schneller machen wird.

Termin der Woche: Bevor es für die 46ers auf das Parkett geht, wartet in der Hauptstadt noch ein ganz besonderes Treffen auf die Mannschaft: Dr. Helge Braun, heimischer CDU-Bundestagsabgeordneter und Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, hat das Team am Sonntagvormittag ins Kanzleramt eingeladen. Dort können sich Benjamin Lischka und Co. die Schaltzentrale der deutschen Politik mal aus der Nähe ansehen.

Der Gegner: Seit dem Hinspiel läuft es in der Liga für die Berliner: Der 80:69-Erfolg in der Osthalle war der Start für eine bislang neun Spiele andauernde Siegesserie in der BBL, die dafür sorgte, dass der Hauptstadtclub inzwischen souverän auf dem fünften Tabellenplatz rangiert und den Anschluss zu den Topteams der Liga wiederhergestellt hat. Vor allem, weil Center Elmedin Kikanovic weiter groß aufspielt: Mit 17,8 Punkten im Schnitt ist er der viertbeste Scorer der BBL und war schon im Hinspiel mit 26 Zählern Berliner Erfolgsgarant. Aber auch der Rest der Mannschaft kommt immer besser in Tritt, vor allem, da Trainer Ahmet Caki seit dem Hinspiel seine Leistungsträger vollends beisammen hat. Im EuroCup half das allerdings nicht, die 83:99-Niederlage am Mittwoch bei Cedevita Zagreb bedeutet wohl das Aus für die "Albatrosse" im europäischen Wettbewerb.

Das sagt Wucherer: In Berlin zu gewinnen, wird sehr schwer werden. Wir müssen auf die Großen Kikanovic, Gaffney und Giffey aufpassen. Vor allem müssen wir uns aber körperlich wehren und im Spiel bleiben.

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