Gießen 46ers

Für die Gießen 46ers zählt nur ein Sieg in Weißenfels

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Fünf Spiele, fünf Endspiele. Die Gießen 46ers müssen siegen, um in die Playoffs der Basketball-Bundesliga zu kommen. Zuerst heute in Weißenfels und am Sonntag zu Hause gegen Göttingen.

Der Fokus von Cheftrainer Ingo Freyer und seinem Team ist vorerst auf den heutigen Freitag gerichtet, wenn um 19 Uhr die Auswärtspartie beim Mitteldeutschen BC ansteht (live auf Telekomsport.de). "Wir sind Favorit", sagt Freyer. Aber er warnt vor dem unbequemen Aufsteiger, der nach zwei Siegen in Folge einen kleinen Lauf hat. Am Sonntag um 17.30 Uhr folgt das zweite für die 46ers innerhalb von drei Tagen. Die um den Ligaerhalt kämpfende BG Göttingen gastiert in der Osthalle.

Die Ausgangslage: Es liegt auf der Hand: Für die 46ers müssen Siege her, um mit denen auf dem achten Platz rangierenden Frankfurtern gleichzuziehen. Die Skyliners haben gegenüber den Gießenern vier Punkte mehr auf dem Habenkonto, aber den direkten Vergleich verloren. Würzburg und Ulm sind auch noch im Rennen um den letzten Playoff-Platz: Beide Teams haben einen Erfolg mehr verbucht als die 46ers. Alle drei mit Gießen in Konkurrenz stehenden Teams um Platz acht haben aber schwerere Restprogramme.

Der Gegner: Der Mitteldeutsche BC spielt als Aufsteiger eine gute Saison. Das Team von Coach Igor Jovovic nimmt Rang 14 ein (10:14 Siege) und benötigt noch einen Erfolg, um sich auch rein rechnerisch den Klassenerhalt zu sichern. Zuletzt sorgten die Wölfe aus Sachsen-Anhalt für Aufsehen, als sie Ulm mit 80:69 bezwangen und Jena mit 75:61. Das Hinspiel gewannen die Gießener mit 107:99. Der MBC spielt meist in einer Siebener-Rotation, davon bekleiden sechs Ausländer und ein Deutscher die Positionen.

Die Schlüsselspieler: Die Wölfe sind stark guardlastig. Vorneweg der 37-jährige Marcus Hatten, der die Fäden auf der Königsposition eins zieht. Knapp zehn Punkte und fast fünf Assists liefert er pro Spiel ab. An seiner Seite treibt Lamont Jones sein Unwesen. Den brandgefährlichen Shootingguard darf man nicht aus dem Auge lassen: 16,7 Punkte pro Partie legt er auf. Beide Spieler sind mit allen Wassern gewaschen. Wie Djordje Pantelic. Der 33-jährige Serbe ist fast immer im Angriff Anspielpunkt Nummer eins auf der Höhe der Birne. Der 2,04-m-Mann ist Ausgangspunkt vieler Angriffe, da er wie Gießens Kapitän John Bryant ein spielender Center ist. Im Frontcourt agieren noch Kruize Pinkins (10.8 Punkte/6.2 Rebounds) und Djordje Drenovac (11,7 Punkte). Für frischen Wind von der Bank sorgen der deutsche Flügelspieler Sergio Kerusch wie der "Schütze" Andrew Warren.

Das Lazarett: Gießens Coach Freyer kann wieder auf seinen etatmäßigen Aufbauspieler Darwin Davis zurückgreifen, der nach seinen Knieproblemen am Mittwoch zum ersten Mal "richtig gut trainiert" hat, wie es Freyer erklärt. Das heißt, die 46ers sind vollständig, sodass Doppellizenzler Anthony Okao nicht mit nach Weißenfels fahren wird.

Das sagt Trainer Freyer: In unserer Situation ist das Spiel in Weißenfels eigentlich das wichtigste der Saison. Wir treffen auf einen Gegner, der hinter uns steht, aber in den letzten vier Spielen drei Siege geholt hat und einfach, sehr, sehr gut drauf ist. Der MBC ist sehr gefährlich von den kleinen Positionen aus. Mit Jones, Hatten und Warren haben sie drei absolut starke Guards, die unberechenbar sind. Dazu haben sie mit Pantelic einen großen und erfahrenen Spieler, der gut produziert und auf den das Spiel abgestellt ist. Wenn man die alle frei aufspielen lässt, dann sind sie unberechenbar und mit viel Selbstvertrauen dabei. Unser Ziel muss es im Spiel sein, sie unter Druck zu setzen – sowohl in der Offense wie in der Defense, damit sie sich nicht frei entfalten können.

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