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Starker Auftritt beim Turnier in Hagen: Alexander Abreu.

Basketball

Gießen 46ers werden Favoritenrolle gerecht

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Die Gießen 46ers sichern sich mit einem 89:81-Finalsieg gegen Science City Jena den Phoenix-Cup in Hagen.

(dr). Basketball-Bundesligist Gießen 46ers ist bereits in Frühform: Bei Phoenix-Cup in Hagen sicherten sich die Gießener mit einem 89:81-Erfolg über den Zweitligisten Science City Jena im Finale am Sonntag den Turniersieg. Dorthin waren die Gießener am Samstagabend mit einem 99:81 über den Gastgeber einzogen, während Jena Paderborn geschlagen hatte. Für die Gießener Mannschaft von Trainer Ingo Freyer geht das Testspielprogramm am kommenden Sonntag (15 Uhr) beim Mitteldeutschen BC weiter.

Vor 600 Zuschauern waren die Mittelhessen am Samstagabend ihrer Favoritenrolle gegen den Gastgeber gerecht geworden. Während sich das erste Viertel noch ausgeglichen gestaltete, waren die Mittelhessen über die gesamte Spielzeit beständiger und ließen letztlich an ihrem Sieg keinen Zweifel. Routinier Brandon Thomas führte seine Mannschaft mit 31 Zählern souverän durch die Partie, die ohne den angeschlagenen Youngster Bjarne Kraushaar über die Bühne ging. Nach einem turbulenten ersten Viertel, in dem die 46ers gleich mehrfach einem Vorsprung der Feuervögel hinterhergerannt waren, stand es schließlich 27:27, ehe die Gäste aus der Lahnstadt sich im zweiten Abschnitt dank einer besseren Reboundarbeit Punkt für Punkt weiter absetzten, sodass es bereits mit einem deutlichen 56:42 in die Halbzeitpause ging. Die Gießener hatten in dieser Phase kaum einfache Punkte zugelassen, die Gastgeber aus der zweitklassigen Pro A waren lediglich über Freiwürfe zu Punkten gekommen. Dies änderte sich zwar in Abschnitt drei, da Coach Freyer etwa Leon Okpara zu einigen wertvollen Spielminuten verhalf, so aber der Spielfluss hier und da etwas abhanden gekommen war. Dennoch war beim 74:63 vor dem letzten Viertel noch alles im Lot. Dort brauchten die Gießener allerdings nach dem 67:74-Anschluss eine Auszeit, um wieder in die Spur zu finden, die aber letztlich ungefährdet ihren deutlichen Erfolg mit 18 Punkten Vorsprung nach Hause brachten. Neben dem starken Thomas wussten auch Teyvn Myers (13 Punkte), Luke Petrasek (17) und Jordan Barnett (21) in Sachen Scoring zu gefallen. Auffällig auch die sieben Assists von Alexander Abreu.

Gießen 46ers: Schlussviertel bringt Entscheidung

Nicht ganz so locker lief es dann einen Tag später, denn der ehemalige Erstligist aus Jena hatte sich im ersten Viertel bereits zweistellig abgesetzt, ehe die Freyer-Truppe so richtig ins Spiel fand. Immerhin: Bis zur Halbzeitpause war das Ergebnis wieder gedreht, was sich bis zum Ende der 40 Minuten auch nicht mehr ändern sollte. Zudem scorten mit Thomas (21 Punkte), Myers (12), Barnett (11) und Okpara (10) erneut gleich vier 46ers-Akteure zweistellig. Auch Abreu gefiel erneut mit neun Assists. Insbesondere ein starkes zweites (28:16) und letztes Viertel (25:19), sowie die verbesserte Reboundarbeit während der gesamten Spielzeit sollten die Entscheidung für die Mittelhessen bringen.

Bereits nach drei Minuten hatte sich Cheftrainer Freyer gezwungen gesehen, seine erste Auszeit zu nehmen. Dieses Timeout zeigte Wirkung, denn bereits im ersten Angriff danach gelang ein sehenswertes Anspiel von Abreu auf Petrasek, der per Alley-oop-Dunk vollendete (4:9, 4.). Zwar taten sich die Mittelhessen weiter schwer im Angriff, doch Punkte konnten trotzdem gesammelt werden: Barnett von ganz weit draußen, Thomas mit Lay-up sowie ein Coast-to-Coast-Angriff erbrachten den Führungswechsel (11:10, 5.). Die 46ers rotierten zwar schnell in ihrer Defense, doch Science City wusste unter anderem durch Brad Loesing oder Vuk Radojicic den Korb zu finden (21:15, 7.). Die Beständigkeit und den Drive zum Korb sollte Jena auch bis zum Ende des Viertels nicht mehr verlieren, sodass die 46ers mit einem 19:30-Rückstand ins zweite Viertel gingen.

Dort eröffnete Okpara gleich zweimal nach Pass von Spielmacher Abreu aus der Halbdistanz zum 23:30 (12.) die Aufholjagd. Beim 42:41 (18.) war die Partie gegen gut aufgelegte Jenaer endgültig gedreht. Die Gießener machten sich in der Folge die Foulproblematik der Thüringer zunutze und sicherten sich die knappe 47:46-Führung zur Halbzeit.

Dort ging es zunächst weiter munter hin und her, ehe die Mittelhessen sich in der 27. Minute beim 57:62 erneut einem Rückstand gegenüber sahen, den Thomas und John Bryant beim 64:62 dank eines 7:0-Laufes aber wieder schnell zunichte machten. Das Abschlussviertel sollte also die Entscheidung bringen: Als Okpara per Dunking sowie Alen Pjanic und Thomas erfolgreich waren, war ein 84:72-Vorsprung herausgespielt (37.). In der Crunchtime stellte sich der heimische Erstligist geschickt an, spielten am Clock-Management und holten sich schließlich vor 250 Zuschauern verdientermaßen den Hagener Phoenix Cup mit einem 89:81-Finalsieg.

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