Nachdenklich - Gießen Cheftrainer Trainer Ingo Freyer nach der Niederlage in Bonn. FOTO: DPA
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Nachdenklich - Gießen Cheftrainer Trainer Ingo Freyer nach der Niederlage in Bonn. FOTO: DPA

Gießen 46ers

Gießen 46ers verlieren "Karnevalsspiel" in Bonn

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Bonn in Feierlaune, Ernüchterung bei den Gießenern. Die 46ers verlieren am Samstagabend das "Karnevalsspiel" bei den Baskets in Bonn mit 96:112.

Somit hat das Team von Trainer Ingo Freyer in der Basketball-Bundesliga den Abstand zum Tabellenkeller nicht vergrößern können. Nun sind es nur noch vier Punkte Abstand zu den Bonnern, die den drittletzten Rang einnehmen. Hamburg und der MBC aus Weißenfels nehmen mit sechs Zählern die beiden letzten Tabellenplätze ein, die 46ers haben zwölf Punkte auf ihrem Konto.

Ausnahmezustand in der Bonner Arena: 6000 kostümierte Zuschauer waren in bester Karnevalsstimmung - und steckten die Baskets an, die im ersten Viertel wie losgelöst agierten. Die Gießener dagegen schienen überhaupt nicht auf dem Feld zu sein. Keine Rebounds, keine Körpersprache, kein Umschaltspiel, kein Kampf. Bonn nahm die Gäste auseinander und führte nach den ersten zehn Minuten rekordverdächtig mit 35:16.

Gießens Cheftrainer Ingo Freyer blieb aber ganz ruhig - er vertraute seiner Mannschaft, die im zweiten Durchgang ein ganz anderes Gesicht zeigte. Bjarne Kraushaar baute ideenreich auf, scorte selbst (acht Zähler in Hälfte eins) und fand freie Mitspieler. Vor allem Brandon Thomas, der aus fast allen Lagen traf und mit seinen 17 Punkten maßgeblich daran beteiligt war, dass ein 30:13-Lauf startete und dass die Partie nach dem zweiten Viertel beim 46:48 aus Gießener Sicht wieder völlig offen war.

Benjamin Lischka, der Ex-Gießener in den Reihen der Bonner, analysierte das zweite Quarter seiner Mannschaft mit den Worten: "Wir haben den Gießenern zu viele Rebounds gelassen."

In den dritten zehn Minuten übernahmen die Bonner wieder das Geschehen auf dem Court. Gießen reboundete schwach, sodass der Gastgeber immer wieder zu zweiten, teilweise sogar zu dritten Chancen kam. Mit dem 80:66 gingen die Baskets ins finale Viertel. Und auch dort behielten sie die Oberhand. Gießens Verteidigung war einfach zu schwach.

Bester Gießener Scorer war Teyvon Myers mit 21 Punkten, bei den Bonnern avancierte McKinney mit 27 zum Topscorer.

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