Gießen 46ers

Gießen 46ers: Tim Uhlemann bringt Basketball und Uni unter einen Hut

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Stress ohne Ende für Tim Uhlemann. Vorlesung an der Uni. Training, Spiel 46ers. Training, Spiel Rackelos. Der 19-Jährige setzt sich einer Mehrfachbelastung aus. Aber alles kein Problem für "Timbo".

Freie Zeit hat Tim Uhlemann keine. Momentan versucht er, sein Wirtschaftswissenschafts-Studium an der Universität Gießen mit dem Leistungssport in Einklang zu bringen. Jeden Tag geht es in die Vorlesung – und in die Sporthalle. Der Powerforward macht seiner Position im Basketball im wahrsten Sinne des Wortes alle Ehre. Im letzten Heimspiel der Gießen 46ers markierte das Eigengewächs bei der Niederlage gegen Alba Berlin die ersten Bundesliga-Punkte per Layup. Ein besonderer Moment für den Doppellizenzler Tim Uhlemann. Nun freut sich der gebürtige Gießener aber auf den Sonntag, wenn er um 18 Uhr in der Osthalle im Farmteam der 46ers, bei den Rackelos, im ersten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie auf die Panthers Schwenningen trifft.

Gegen Berlin haben Sie Ihre ersten Bundesliga-Punkte erzielt. Wie haben Sie das für sich reflektiert?

Tim Uhlemann: Ich konnte das am Anfang gar nicht so richtig realisieren, dass ich die ersten BBL-Punkte gemacht habe. Es kam aber mit der Zeit – und dann auch die Freude darüber.

Wie war das Feedback von den Freunden?

Uhlemann: Es kamen viele auf mich zu und haben mir zu meiner Leistung gratuliert. Ich versuche immer, wenn ich auf dem Feld bin, das Beste aus mir herauszuholen. Und das habe ich auch gegen Berlin getan.

Am Sonntag kommt mit Schwenningen ein Schwergewicht in die Osthalle. Warum gewinnen die Rackelos das erste Spiel in der Serie?

Uhlemann: Wir glauben an uns, an unsere Stärken. Wir haben unsere Fans im Rücken – und deswegen werden wir es packen.

Was zeichnet die Rackelos aus?

Uhlemann: Wir sind jung, haben schnelle Spieler und Spaß am Spiel. Und wir haben mit Rolf Scholz und Lutz Mandler zwei Trainer, die perfekt zu uns passen. Unter ihnen zu spielen, macht einfach nur Spaß.

Sie kennen aus der Jugend Bjarne Kraushaar und Alen Pjanic, mit denen Sie nun zusammen bei den Rackelos und bei den Gießen 46ers spielen. Wie finden Sie das?

Uhlemann: Es ist super, wenn Eigengewächse bis in die BBL hochkommen und dann auch Minuten erhalten. Ich habe auf jeden Fall sehr viel Spaß mit beiden. Und mit Bjarne und mir – das passt einfach auf dem Feld.

Wie managen Sie die Belastung Studium, Rackelos und Gießen 46ers?

Uhlemann: Ich versuche, so oft wie möglich in der Halle zu stehen. Aber nebenbei muss ich auch lernen. Und wenn ich Vorlesung habe und zeitgleich Training, muss ich in die Vorlesung gehen. Es ist alles sehr zeitintensiv.

Was bleibt da an Zeit für Sie übrig?

Uhlemann: Das ist von Tag zu Tag anders. Aber wenn ich mal Freizeit habe, dann nutze ich sie mit Freunden, mit meiner Familie oder hänge auch einfach mal ab.

Wie lange haben Sie noch einen gültigen Vertrag?

Uhlemann: Für dieses Jahr noch.

Sind schon Gespräche zwecks einer Verlängerung geführt worden?

Uhlemann: Ja.

Auf welcher Position sehen Sie sich?

Uhlemann: Ich sehe mich auf der Position vier – ein mobiler und großer Spieler, der werfen kann.

Erhalten Sie von den etablierten Kräften wie Larry Gordon auch mal Tipps?

Uhlemann: Natürlich. Sie helfen mir alle weiter, die Spieler wie die Trainer, damit ich besser werde.

An welchen Defiziten müssen Sie speziell arbeiten?

Uhlemann: Momentan an gar keinen. Aber im Sommer muss ich an meinem Drive zum Korb arbeiten und an meiner Athletik. Ich erhalte dann einen auf mich speziell abgestimmten Plan.

Was ist Ihnen auf Basketball bezogen besonderes in die Wiege gelegt worden?

Uhlemann: Dass mich meine Familie bei allem unterstützt, mein Körper und mein Wurf.

Was fasziniert Sie am Basketball?

Uhlemann: Der Teamzusammenhalt, dass man als Mannschaft spielt, die Emotionen, dass die Fans hinter einem stehen. Einfach ein Team zu haben, was für einen wie eine Familie ist.

Basketball war für Sie immer die Sportart Nummer eins?

Uhlemann: Es war von vornherein klar, dass ich Basketball spiele. Ich habe auch nie eine andere Sportart ausgeübt. Seit ich vier Jahre alt bin, gab es für mich nur Basketball.

Was ist Ihr sportliches Ziel?

Uhlemann: Ich will mir weitere Minuten in der BBL erarbeiten und vielleicht irgendwann einmal ein etablierter Bundesligaspieler werden.

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