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Gießen 46ers in Tübingen: Heimspiel für Agva

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Egal, was das Saisonziel ist: Ein Sieg beim Tabellenschlusslicht in Tübingen ist Pflicht für die Gießen 46ers. Worauf müssen diese achten, um am Freitagabend endlich wieder mal zu jubeln?

Ging es nach dem Ludwigsburg-Spiel vor allem um die Fußball-Künste von Trainer Ingo Freyer und die Schiedsrichter-Leistung, liegt der Fokus bei den Gießen 46ers nun wieder auf dem Sportlichen: Bei den Walter Tigers Tübingen soll am Freitag (19 Uhr, Paul-Horn-Arena Tübingen/live auf telekomsport.de und bei Entertain) endlich wieder ein Sieg her. Für einen Spieler im Kader ist die Partie in der rosa Halle am Neckar ein echtes Heimspiel.

Status quo: Drei Niederlagen in Folge gab es zuletzt für die Gießen 46ers, sowohl gegen Bamberg als auch in Würzburg und gegen Ludwigsburg gingen Dee Davis und Kollegen als Verlierer vom Platz, kassierten dabei 106,3 Gegenpunkte im Schnitt. Nun soll gegen das Tabellenschlusslicht der erste Sieg seit sechs Wochen eingefahren werden: Die Tübinger feierten nur gegen Göttingen in dieser Saison einen Sieg und haben ihre Planungen längst auf die 2. Liga eingestellt.

Der Gegner: Die Saison ist ein Desaster für die Schwaben: Sah der Kader auf dem Papier vor Saisonbeginn noch vielversprechend aus, entwickelte sich die Spielzeit schnell zu einem Albtraum. Trotz großer Namen wie den Ex-Gießenern Barry Stewart und Ryan Brooks, BBL-Assistkönig Jared Jordan und bundesligaerfahrenen deutschen Rollenspielern wie Philipp Heyden, Mathis Mönninghoff und Sid-Marlon Theis brachten die Tigers nie die PS auf die Straße. Tyron McCoy, musste im November seinen Stuhl räumen und wurde durch Ex-46ers-Trainer Mathias Fischer ersetzt. Der holte zwar den einzigen Saisonsieg, konnte das Ruder aber nicht nachhaltig herumreißen. Zuletzt wurde erst der nachverpflichtete Center Javon McCrea nach einer Spuckattacke auf Göttingens Darius Carter geschasst, dann bat Anfang der Woche auch Ryan Brooks um die Auflösung seines Vertrags.

Die Schlüsselspieler: Rookie Reggie Upshaw ist einer der Lichtblicke für die Tübinger. Mit 14,7 Punkten, 6,7 Rebounds und einer Dreierquote von 40,2 Prozent ist der 2,03 Meter große Forward der beste Mann bei den Raubkatzen und wird Benjamin Lischka in der Defensive einiges zu tun geben. Vom NBA-erfahrenen Malcolm Lee hatten sich die Tübinger wahrscheinlich mehr Siege versprochen, doch mit 12,4 Zählern ist der 1,96 Meter große Guard, der im Hinrundenspiel noch nicht dabei war, individuell in Ordnung. Angesichts einer Dreierquote von 26,1 Prozent dürften Austin Hollins und Co. sich in der Verteidigung vor allem darauf konzentrieren, seinen Zug zum Korb zu stoppen.

Der Gießener Kader: Die 46ers werden wohl wieder komplett antreten können. Für Mauricio Marin und Mahir Agva ist das Spiel eine Reise in die Vergangenheit: Marin spielte noch letzte Saison am Neckar, Agva stammt aus dem benachbarten Reutlingen und lief sowohl in der Jugend als auch in der Bundesliga für die Tigers auf. Der 2,06 Meter große Center dürfte also vor Familie und Freunden besonders motiviert sein, in der Paul-Horn-Arena eine gute Partie abzuliefern.

Das sagt Freyer: "Beide Teams wollen unbedingt gewinnen, und es wird entscheidend sein, wer mit diesem Druck am besten umgeht."

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