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Bei den 46ers besteht Handlungsbedarf. Die Gießener stehen offensichtlich kurz vor der Verpflichtung des Forwards Matthew Tiby.

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Gießen 46ers: Matthew Tiby als heißer Kandidat

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Die schlechten Nachrichten bei den Gießen 46ers reißen einfach nicht ab. Nun gesellt sich noch ein Verletzter zum Lazarett, wenn auch kein Spieler. Immerhin will man in den kommenden Tagen einen Neuzugang vorstellen.

Gießen - Nun hat es auch den Co-Trainer des Basketball-Bundesligisten erwischt: Steven Wriedt leidet an einem Ermüdungsbruch im Fuß. Der 2,10-Meter-Riese lässt sich davon aber nicht von der Arbeit abhalten, schleppt sich einfach auf Krücken weiter zu den Trainingseinheiten seiner Mannschaft. Nach Bekanntwerden der zwischenzeitlichen Sperrung der Halle an den Rivers Barracks, der Verletzung von Luke Petrasek und der sportlichen Situation kurz vor den Spielen gegen die direkten Konkurrenten aus Weißenfels und Göttingen der nächste Nackenschlag.

Immerhin neigt sich die Spielersuche der 46ers langsam dem Ende zu: "Wir werden in dieser Woche einen neuen Forward verpflichten. Jeder konnte gegen Vechta sehen, dass wir nicht in der Lage sind, Luke einfach so zu ersetzen", gibt Geschäftsführer Heiko Schelberg Einblick in den Stand der Dinge. Doch der 46ers-Boss dämpft die Erwartungen: "Gegen Göttingen garantiere ich, dass der neue Spieler da ist - aber es wird schwierig, dass er schon gegen Weißenfels spielen kann."

Gießen 46ers: Kommt Matthew Tiby als Neuzugang?

Die Erklärung dafür ist einfach und kompliziert zugleich: "Wir brauchen einen Spieler, der uns weiterhilft, der ins Budget passt und der auf dem Markt ist. Dann müssen wir uns einig sein, dann muss er herkommen, den Medizincheck bestehen, wir brauchen die Arbeitserlaubnis und die Freigabe von seinem alten Verein. Das geht manchmal schneller, manche Teams nehmen sich aber auch die vollen sechs Tage, die ihnen die Regularien zugestehen", beschreibt der Manager der Gießener den Arbeitsaufwand, der hinter einer solchen Verpflichtung steht.

Wenn all das geschafft ist, bleibt noch die Frage, wie lange man den neuen Mann geheim hält: Direkt verkünden, wenn die Tinte trocken ist? Oder lieber bis kurz vor Tip-off warten, um dem Gegner keine Chance zu geben, sich auf den unbekannten Faktor im Spiel vorzubereiten?

Manchmal aber wird der schönste Plan durch Außenstehende wieder zunichte gemacht: Die Spürnasen bei "Schoenen-Dunk" fanden zum Beispiel am Montag heraus, dass Matthew Tiby neuerdings den 46ers auf Instagram folgt.

Gießen 46ers: Matthew Tiby folgt Club in sozialem Netzwerk

Das allein wäre noch nicht ungewöhnlich, viele Basketballer folgen vielen Vereinen in dem sozialen Netzwerk. Dass allerdings Tiby nur den Gießenern folgt und nicht etwa zudem noch den Teams aus Frankfurt, Hamburg und Göttingen, lässt bereits aufhorchen. Dass dann auch seine Frau die Bilder der 46ers abonniert hat, macht den 2,03 Meter großen Amerikaner plötzlich zu einem ganz heißen Kandidaten, und dass er seinen Vertrag beim italienischen Klub Vanoli Cremona in der vergangenen Woche auflöste, rundet das Bild noch ab.

Schelberg allerdings schmunzelt nur, als er den Namen hört: "Natürlich bekommen wir mit, wer alles auf dem Markt ist. Oft ist es aber so, dass vieles auf einen Spieler hindeutet und am Ende dann doch ein ganz anderer verpflichtet wird." Eine Bestätigung für die Verpflichtung sieht anders aus - ein klares Dementi aber auch.

Immerhin: Allzu lang ist die Woche nicht mehr, sodass sich der Nebel um die Neuverpflichtung bald lichten dürfte. Und gute Nachrichten wären momentan bei den 46ers tatsächlich Gold wert.

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