In der Klemme: Für den Basketball-Bundesligist Gießen 46ers sieht es finanziell nicht gut aus.
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In der Klemme: Für den Basketball-Bundesligist Gießen 46ers sieht es finanziell nicht gut aus.

Finanzielle Schieflage 

Gießen 46ers: Mehrere Hunderttausend Euro Minus - Verein trennt sich von Geschäftsführer 

  • Ralf Waldschmidt
    vonRalf Waldschmidt
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Basketball-Bundesligist Gießen 46ers weist ein Etatminus von mehreren Hunderttausend Euro auf und trennt sich nach Heiko Schelberg auch von seinem zweiten Geschäftsführer Philipp Reuner. Zudem hat Prokurist Sebastian Jung gekündigt.

Jetzt liegen die Karten auf dem Tisch. Seit Dezember vergangenen Jahres wurde gemutmaßt, spekuliert und hinter vorgehaltener Hand getuschelt. Der seinerzeit überraschend bekannt gegebenen Trennung vom langjährigen Geschäftsführer Heiko Schelberg wurden in derlei Fällen übliche, rechtsgetreue Sprachregelungen nachgeschoben. Mehr nicht. Begründung? Fehlanzeige! Nunmehr hat das Schweigen von Aufsichtsrat und Gesellschaftern des Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers ein Ende. Aus gutem Grund: Im Spieljahr 2018/19 hat es bereits ein hohes sechsstelliges Etatloch gegeben, die Einnahmen die Ausgaben nicht gedeckt. 

Gießen 46ers: Aufsichtsrat und Gesellschafter vermeiden Schuldzuweisung 

In der aktuellen Saison ist der Etat vollkommen aus dem Ruder gelaufen, das Minus erneut im hohen sechsstelligen Bereich angesiedelt. Zur Corona- gesellt sich beim Traditionsverein nunmehr auch eine Finanzkrise, die allein aufgrund der Einlagen der Gesellschafter nicht zur Existenzkrise zu werden droht. Dafür – so eines der Aufsichtsratsmitglieder – "schmelzen deren Einlagen dahin". Ein, zwei weitere Spielzeiten mit einem derart ruinösen Wirtschaften hätte der Klub nicht überlebt. Misswirtschaft? Missmanagement? Aufsichtsrat und Gesellschafter vermeiden – wohl auch aus juristischen Gründen – weiter direkte Ansagen und Schuldzuweisungen. 

Gießen 46ers: Verein trennt sich von Philipp Reuner

Fakt ist, dass die Geschäftsführer die Verantwortung für die missliche wirtschaftliche Lage tragen und somit die entsprechenden funktionalen Konsequenzen gezogen wurden. Nach der Demission vom lange starken Mann bei den 46ers, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Heiko Schelberg, haben die 46ers zum 30. September auch die Zusammenarbeit mit Philipp Reuner, dem Geschäftsführer Finanzen, beendet. Im Zuge dessen hat Prokurist Sebastian Jung sein Arbeitsverhältnis aufgekündigt. Michael Koch, seit 1. März neuer Geschäftsführer, dürfte sich während seiner ersten Wochen im Amt wie ein Oliver Kahn fühlen – ohne Einarbeitungszeit als Krisenmanager ins kalte Wasser geworfen. ​

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