Basketball

Gießen 46ers Rackelos haben Platz zwei im Blick

  • vonSebastian Kilsbach
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Kurz vor dem Saisonfinale ist für die Gießen 46ers Rackelos noch vieles möglich. Die Playoff-Teilnahme haben sie sicher. Am Samstag kommt es zum Spitzenspiel gegen Schwenningen.

Obwohl die Gießen 46ers Rackelos zehn ihrer letzten elf Spiele gewannen, konnte die Playoff-Qualifikation erst am letzten Wochenende sichergestellt werden. Zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde kann es in der Basketball-ProB-Süd aber noch zu großen Verschiebungen kommen.

Zwei schwere Brocken

"Alles, was jetzt kommt, ist ein Bonus", beteuert Cheftrainer Rolf Scholz vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Schwenningen. Seine Rackelos stehen punktgleich mit dem kommenden Heimgegner (Samstag, 20 Uhr, Osthalle) auf Rang drei. Nach mäßigem Saisonstart hatte sich das Team um Guard Bjarne Kraushaar und Alen Pjanic stetig weiterentwickelt. So kommt es, dass die Mittelhessen an den Erfolg ihrer Premierensaison anknüpfen und die Hauptrunde auf dem zweiten Platz abschließen könnten. Neben Aufsteiger Schwenningen geht es allerdings noch gegen den letztjährigen Meister aus Elchingen, der derzeit Vierter ist. Bei zwei Niederlagen könnten die Rackelos so durchaus noch das Heimrecht in den Playoffs verspielen. Vor diesem Hintergrund möchte Scholz zwar von keiner Drucksituation sprechen, hofft aber dennoch auf eine möglichst gute Ausgangsposition. Ähnlich wie in der Südstaffel nimmt sich das Leistungsgefälle auch im Norden gering aus. Zwischen dem Ligazweiten und -Neunten liegen schlappe sechs Punkte. Sportlich wiegt das Heimrecht, das ab dem vierten Platz winkt, daher doppelt. Zudem könnten sich die Gießener eine kraftzehrende Auswärtstour zu entfernen Standorten wie Bernau, Wedel, Oldenburg oder Itzehoe sparen.

Wiedersehen mit Borekambi

Zuvorderst wollen sich die Rackelos aber für ihre starke zweite Saisonhälfte belohnen. Die Auswärtsniederlage gleich zum Auftakt war symptomatisch für einen recht glücklosen Auftakt. Ohne den verletzten Kraushaar und Adam Klie, dessen Spielberechtigung noch nicht vorlag, zog man in Schwenningen damals mit 71:87 deutlich den Kürzeren. Um Revanche zu nehmen, müssen vor allem die Wirkungskreise von Rasheed Moore eingegrenzt werden. Der US-Flügelspieler legt pro Spiel über 20 Punkte auf. Mit Bill Borekambi geht es zudem gegen einen alten Bekannten. Einerseits stand der Power Forward vor fünf Jahren bei den Licher BasketBären unter Vertrag. Vor allem schoss Borekambi die Rackelos aber in Diensten Rostocks vor einem Jahr fast im Alleingang aus den Playoffs. 27 Punkte und 13 Rebounds markierte das Kraftpaket im entscheidenden dritten Spiel.

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