Gießen 46ers Rackelos

Gießen 46ers Rackelos erwarten die Panthers

  • VonSebastian Kilsbach
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Die Reise in den ProB-Playoffs geht für die Gießen 46ers Rackelos weiter. Nachdem den Eagles aus Itzehoe die Flügel gestutzt wurden, warten nun am Sonntag die Panthers aus Schwenningen.

Immerhin war es der 92:81-Heimsieg der Gießener im Februar, der mit dazu führte, dass der Aufsteiger vom aussichtsreichen zweiten Rang in der ProB Süd noch auf Platz sechs abrutschte. Die hitzig geführte Basketball-Partie sorgte damals für eine fast ebenso stimmungsvolle Sporthalle Ost wie am vergangenen Freitag, als die Gießen 46ers Rackelos im Playoff-Achtelfinale im entscheidenden dritten Spiel die Eagles Itzehoe aus dem Rennen waren.

Daran maßgeblich beteiligt war damals Panthers-Coachen Alen Velcic, der sich immer wieder mit den Fans auf der Haupttribüne anlegte, in dem er etwa zynisch Applaus spendete, als das Publikum eine Schiedsrichterentscheidung monierte. Auch das erste Aufeinandertreffen zwischen Raubkatzen und Rackelos hatte es in sich. Gleich am ersten Spieltag hatte der Regionalligameister des Vorjahres die Gießener mit 87:71 abgefrühstückt, bei denen damals aber Bjarne Kraushaar und Adam Klie fehlten.

Schwenningen legte danach eine beeindruckte Aufstiegssaison hin, deren einziger Schönheitsfehler darin zu bestehen schien, dass sie durch einige Niederlagen auf der Zielgeraden noch das Heimrecht verloren. Damit einher gingen zwei 800-Kilometer-Fahrten nach Wedel. Nach einer Niederlage im ersten Spiel konnten die Panthers die Serie noch drehen. Das Heimspiel wurde vor über 1200 Fans ausgetragen. Im Viertelfinale erwartet der Verein einige hunderte weitere. Die Rackelos rechnen am Sonntag (18 Uhr, Osthalle) mit weit über 50 Gästefans, die unter anderem mit einem Bus ins Mittelhessische fahren.

Da kommt es gerade recht, dass die Sporthalle Ost im letzten Playoffspiel in Sachen Stimmung erstmals an die 46ers-Atmosphäre in der Bundesliga heranreichte. Koordiniert durch eine Trommel auf der Ost-Seite der offenen Tribüne wurden die Rackelos standesgemäß unterstützt. Dass sich Schwenningen aber auch von der heißesten Stimmung nicht unbedingt beirren lässt, stellte das Velcic-Team in Wedel unter Beweis. »Dort zu gewinnen, ist eine Hausnummer«, spricht Rolf Scholz aus Erfahrung. Der Gießener Trainer spielte zu seiner aktiven Zeit ein Jahr für den SC Rist. Die Norddeutschen waren zuvor zwölfmal als Sieger vom heimischen Parkett gegangen.

Getragen werden die Panthers von Rasheed Moore, der sich mit 21 Punkten und sieben Rebounds im Schnitt berechtige Hoffnungen auf den MVP-Titel machen darf. Gegen Gießen war es satte 35 Punkte, die aber nicht zum Sieg reichen sollten. Zweite Offensivoption ist Bill Borekambi, der früher für die Licher BasketBären aktiv war und 16 Zähler beisteuert. »Sie spielen sehr physisch. Das Rückrundenspiel haben wir gewonnen, weil wir das gematcht bekamen«, erklärt Scholz, worauf es nun auch im Viertelfinale ankommen wird.

Immerhin würden die Rackelos ihr gutes Vorjahresergebnis gerne toppen. Auch damals überstand man das Achtelfinale, bevor gegen den späteren Aufsteiger Rostock Schluss war.

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