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Gesprächsbedarf bei Trainer Ingo Freyer und seiner Mannschaft: Die Gießen 46ers hoffen nach fünf Niederlagen in Folge auf die Wende. Mit Bonn kommt ein ebenfalls angeschlagener Gegner zum Jahresauftakt heute Abend in die Osthalle. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Krisengipfel zum Jahresauftakt in der Osthalle

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Die Gießen 46ers und die Telekom Baskets Bonn verzeichnen derzeit Niederlagenserien in der BBL. Eine der beiden Pleitenwellen endet beim ersten Spiel des Jahres am Mittwoch in der Osthalle.

Nur einen Tag nach Neujahr starten die Gießen 46ers in das Basketball-Jahr 2019, wenn die Telekom Baskets Bonn heute Abend (20.30 Uhr/live auf telekomsport.de) ihre Aufwartung in der Osthalle machen. Die wichtigsten Punkte vor dem Spiel der beiden Teams, die nach gutem Start zuletzt den Faden verloren haben.

Gießen 46ers: Wie reagieren die Außenspieler? Was machen die Youngster nach dem Taylor-Abgang?

Status Quo: Damit kommt es zum Krisengipfel in der – das verspricht der Vorverkauf – proppenvollen Osthalle: Schließlich haben beide Teams zuletzt fünf Mal in Folge verloren. Gießen rutschte somit aus den Playoff-Plätzen, Bonn schaffte den Sprung unter die besten Acht erst gar nicht. Nur drei Tage nach der Niederlage in Ludwigsburg wollen die 46ers mit einem Erfolg über die Rheinländer den Anschluss an die Top-Acht halten. Dabei wird einerseits im Fokus stehen, wie die Aufbauspieler um David Bell und Siyani Chambers auf das eher schwache Spiel am Sonntag reagieren werden, andererseits, wie die 46ers nach dem Abgang von Jeril Taylor ihre Youngster einsetzen, um die frei werdenden Minuten zu verteilen. Alen Pjanic könnte dabei ein Nutznießer sein: "Wir wollen zeigen, dass es sich lohnt, hart zu arbeiten. Das hat Alen gemacht, deswegen hat er in den letzten Spielen auch Minuten bekommen, in Berlin auch in der zweiten Halbzeit, bevor er bei einem Hechtsprung nach dem Ball auf die Hüfte gefallen ist und sich dabei etwas weh getan hat. Aber wir wollen auch die anderen Spieler glücklich machen: Jeder Spieler hat die Chance und jeder kann sie nutzen", sagt Cheftrainer Ingo Freyer.

Der Gegner: Die Bonner kommen als Mannschaft, die von ihrem Wurf lebt. Nach dem Ausfall von Center Charles Jackson, der sich eine Teilverrenkung der Fußwurzel und einige Bänderrisse zugezogen hatte, reagierten die Baskets und holten mit dem serbischen Nationalspieler Stefan Bircevic einen Spieler, der eher an der Dreierlinie rangiert, als unter dem Korb für Schrecken sorgt – und sich so perfekt in die bisherige Bonner Big-men-Riege um Bojan Subotic einreiht. Einzig Martin Breunig hält in Abwesenheit von Jackson die Fahne als "Zonenmonster" hoch und überzeugte in den Spielen nach der Verletzung von Jackson mit durchschnittlich 13,8 Punkten und 4,0 Rebounds. Auf den kleinen Positionen setzt Trainer Predrag Krunic auf Aufbauspieler Josh Mayo, der zu den besten Dreierschützen der Liga gehört. Neben ihm spielen der sprunggewaltige Ra’Shad James, der zuletzt allerdings etwas in Ungnade fiel und seinen Platz in der ersten Fünf verlor, sowie der wohl aus exakt diesem Grund Ende November verpflichtete Kanadier Oliver Hanlan.  

Gießen 46ers: Rückkehr von TJ DiLeo und Yorman Polas Bartolo unter keinem guten Stern

Die Ex-Gießener: Der Fokus, wenn es um Bonn geht, liegt bei den 46ers-Fans aber selbstverständlich auf den zwei ehemaligen Lieblingen TJ DiLeo und Yorman Polas Bartolo. Beide stehen in ihrer dritten Saison bei den Baskets, für beide ist es nicht die einfachste. DiLeo, der vor einer Woche gegen Vechta erstmals gegen seinen Bruder Max antrat, trifft in dieser Saison nur noch 25,0 Prozent seiner Dreier, wo es letztes Jahr noch gute 40,7 Prozent waren, reüssiert aber weiterhin als Ballverteiler neben Mayo, der oftmals selbst den Abschluss sucht. Der Deutsch-Kubaner Polas Bartolo, letzte Saison zum besten Verteidiger der BBL gekürt, büßte ebenfalls etwas von seiner Treffsicherheit aus dem Feld ein, ist aber auch weiterhin einer der unangenehmsten Gegenspieler der Liga und dürfte auch in der Osthalle seine Fähigkeiten als Kettenhund unter Beweis stellen.

Das Lazarett: Auch gegen die Bonner dürfte ein Einsatz von Max Montana noch zu früh kommen, konnte der Forward doch vor dem Spiel in Ludwigsburg noch nicht einmal mit der Mannschaft trainieren. In Sachen John Bryant bleibt die Ungewissheit: Der Superstar der 46ers könnte einsatzfähig sein, könnte aber auch auf der Bank bleiben müssen. Eine Entscheidung, ob er spielen kann, wird erst kurzfristig erfolgen.

Gießen 46ers: Trainer Ingo Freyer hofft auf den Heimspielfaktor für den Kopf seiner Spieler

Das sagt 46ers-Trainer Ingo Freyer: "Wir stehen sehr eng zusammen – schön, dass eine Mannschaft die Möglichkeit hat, da rauszukommen. Sie sind auf den kleinen Positionen sehr dominant mit Mayo und James, nehmen da sehr viele Würfe. Breunig gefällt mir gut, wie er sich in der Abwesenheit von Jackson entwickelt. Man wundert sich, warum sie fünf Spiele in Folge verloren haben. Für uns ist es die Gelegenheit, mental einen Pluspunkt mit ins Spiel zu nehmen, weil wir zu Hause spielen. Da haben wir vielleicht einen kleinen Zusatz durch unsere Fans."

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