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Bereit für den nächsten Heimsieg: Die Gießen 46ers mit (v. l.) Darwin Davis, Austin Hollins, John Bryant, Jahenns Manigat und Benjamin Lischka, die am Samstag die guardlastigen Jenaer zu Gast haben. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers

Gießen 46ers: So klappt es mit dem Sieg gegen Science City Jena

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Die Gießen 46ers wollen ihre Heimserie in der Basketball-Bundesliga ausbauen. Mit Science City Jena kommt am Samstag ein brandgefährliches Team zu den 46ers. So klappt es mit einem Sieg.

Zuletzt gingen die Gießener dreimal nacheinander als Sieger vom Parkett der Osthalle, und dabei war es doppelt wichtig, gewonnen zu haben, denn mit Bremerhaven, dem Mitteldeutschen BC und Tübingen wurden drei Mannschaften geschlagen, die mit den 46ers um den Klassenerhalt konkurrieren. Das vierte Team, das ebenfalls den Ligaverbleib als Primärziel ausgerufen hat, kommt nun am Samstag (20.30 Uhr / live auf telekomsport.de). Doch die Thüringer dürften der härteste Knochen aus der Gruppe sein, sind sie doch derzeit punktgleich mit Gießen auf Rang zehn und vor allem auf Positionen gut besetzt, auf denen die Gießener derzeit Probleme haben.

+++ Hier gibt es alle News zu den Gießen 46ers +++ Der Gegner: In Sachen Erfahrung macht Jena keiner etwas vor: Immanuel McElroy (459), Derrick Allen (420) und Julius Jenkins (387) kommen zusammen auf 1266 BBL-Spiele – damit liegen sie auf den Plätzen zwei, drei und sechs aller Aktiven. Zum Vergleich: John Bryant, mit weitem Abstand der erfahrenste Gießener, kommt auf 258 Partien. Noch besser sieht es in Sachen erzielte BBL-Punkte aus: Allen (5570), Jenkins (5470) und McElroy (4895) rangieren hier auf den Plätzen zwei, drei und vier, nur geschlagen von Oldenburgs Rickey Paulding. Kurzum: Die Jenaer Führungsspieler wissen, was sie tun. Insgesamt hat Jenas Cheftrainer Björn Harmsen, ehemals auch in Gießen aktiv, eine Mannschaft aufgestellt, in der acht Rotationsspieler 27 Jahre und älter sind. Dazu gehört mit Skyler Bowlin (11,8 Punkte, 3,2 Rebounds, 4,7 Assists) auch ein letztjähriger Gießener.

Tabelle

Team S Pkt
1 München 9 16
2 Ludwigsburg 8 14
3 Bayreuth 9 14
4 Berlin 10 14
5 Bamberg 9 12
6 Frankfurt 9 12
7 Oldenburg 9 12
8 Bonn 8 10
9 Würzuburg 9 10
10 Jena 9 8
11 Gießen 9 8
12 Ulm 9 8
13 Göttingen 10 8
14 Weißenfels 9 6
15 Braunschweig 9 6
16   Bremerhaven 9 2
17 Erfurt 9 2
18 Tübingen 9 0

Prunkstück der Mannschaft sind die Guard-Positionen Am vergangenen Wochenende erzielten Bowlin, Jenkins und der Litauer Martynas Mazaika (ehemals Berlin und Bonn) gemeinsam 78 Punkte, elf Rebounds und 16 Assists – in einem Spiel, in dem mit Moritz Schneider ein ehemaliger Jugendspieler des VfB Gießen sein BBL-Debüt feiere. Damals gelang beim 101:97-Erfolg über den thüringischen Rivalen Erfurt das Aufholen eines 15-Punkte-Rückstands, wie auch schon gegen Bonn 18 Zähler Differenz am Ende noch in einen Sieg umgewandelt werden konnten. Angesichts dieser Comebacks und Siegen über Ulm und Bayreuth dürfte an der Gefährlichkeit der Gäste kein Zweifel bestehen. Das Lazarett: Aufbauspieler Max Landis fehlt mit seiner Knieverletzung ebenso weiterhin wie Guard Mauricio Marin nach seinem Bänderriss im Knöchel. Das sagt Trainer Freyer: "Aktuell fehlen uns die beiden natürlich extrem. Nicht nur bei den Spielen, sondern auch im täglichen Training. Aber wir haben in Oldenburg gezeigt, dass wir mit unserem noch vorhandenen Personal mithalten und bei ein bisschen mehr Fortune in der zweiten Halbzeit auch die Wende hätten schaffen können. Wir möchten unsere Heimserie ausbauen und unseren Gameplan durchsetzen. Wenn wir Jena dadurch ihre Stärken nehmen können, haben wir eine gute Chance auf einen weiteren Erfolg in unserer Osthalle." Der Blick in die Vergangenheit:

Der Spieltag

Sa 18:00 Göttingen - Braunschweig
Oldenburg - Berlin
Frankfurt - Ulm
20:30 Gießen - Jena
Würzburg - Weißenfels
Tübingen - Gotha
So 15:00 Bonn - Bayreuth
17:30 München - Bamberg

Die BBL-Duelle gegen Jena waren bislang eher ohne große Aufregung, doch das Viertelfinale in der ProA-Saison 2013/2014 hatte es in sich: Die Serie ging über die komplette Länge von fünf Spielen und wurde in jedem Fall leidenschaftlich geführt. Jenas Dorenzo Hudson wurde gesperrt, nachdem er im zweiten Spiel Joshiko Saibou geküsst hatte (!), sein Teamkollege Garret Sim wiederum durfte nach Spiel drei nur noch zusehen, nachdem er Benjamin Lischka erst umschubste und dann auf die Brust trat – was wiederum Sims Mutter zu wütenden Tiraden gegen die Schiedsrichter und Wortgefechten mit Gießener Fans auf der 46ers-Facebook-Seite verleitete. Am Ende holte sich Gießen den entscheidenden fünften Sieg in der Osthalle und zog ins Halbfinale gegen Göttingen ein.

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