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Gießen 46ers: Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten zur Pokal-Pause

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Zwei Wochen Pause für die Gießen 46ers. Dann beginnt in der Basketball-Bundesliga die Crunchtime. Eine Bestandsaufnahme zur Pokal-Pause.

Zwei Wochen Pause für die Gießen 46ers: Erst das Pokalfinale zwischen Bamberg und Berlin am Sonntag, dann die Länderspielpause – das sorgt für etwas Ruhe und basketballfreie Zeit beim heimischen Basketball-Bundesligisten, bevor die heiße Phase der Saison beginnt. Die Spieler freuen sich sichtlich: So waren Larry Gordon und Max Landis bereits am Donnerstagmorgen frühzeitig am Frankfurter Flughafen, um für einen kurzen Heimaturlaub in die USA zu jetten. Manager Heiko Schelberg entspannt für eine Woche auf Juist. Aber was erwartet sie, wenn sie wieder zurückkommen? Wir haben uns das mal genauer angesehen.

Gießen 46ers: Was hält das Restprogramm bereit?

Die 46ers müssen noch gegen fünf der sechs Mannschaften antreten, die derzeit vor ihnen stehen. Bamberg, Berlin und München geben ihre Visitenkarten in der Osthalle ab, die Spiele gegen Oldenburg und Vechta finden in der gegnerischen Arena statt. Es warten allerdings auch noch drei der vier letzten Mannschaften auf Gießen: Crailsheim und Jena vor eigenem, der MBC vor fremdem Publikum. Von den direkten Konkurrenten kommen die Ludwigsburger noch an die Lahn, auswärts warten Braunschweig und Bayreuth. Beim breiten Mittelfeld in der BBL – nachdem alle Nachholspiele absolviert sind, könnten nicht weniger als sieben Teams punktgleich sein! – wird viel auf den direkten Vergleich ankommen. Den haben die 46ers gegen Würzburg verloren, gegen Ulm und Bonn gewonnen.

Gießen 46ers: Was brachte die Jordan-Verpflichtung?

Seit Jared Jordan vor sechs Spielen zu den 46ers stieß, ist die Offensive noch ein Stück stärker geworden: 95,5 Punkte erzielte Gießen seitdem, ohne ihn waren es gerade einmal 88,3 Zähler im Schnitt. Die Verteidigung ließ dagegen seit der Jordan-Verpflichtung etwas nach: 96,8 Punkte kassierten die 46ers mit ihm durchschnittlich, gut sieben Zähler mehr als zuvor – und das, obwohl die Gießener mit ihm nicht mehr den schnellsten, sondern nur noch den drittschnellsten Basketball der Liga spielen. Dennoch zeigt sich: in einer Mannschaft, bei der viele Spieler in der Lage sind zu scoren, hilft ein klassischer Pass-first-Pointguard wie Jordan deutlich weiter, um in der Offense Bewegung reinzubringen. Vier Siege in diesen sechs Spielen unterstreichen das.

Gießen 46ers: Wie sieht die Rotation nun aus?

Für die Spielzeit von Youngster Bjarne Kraushaar war die Jordan-Verpflichtung ein schwerer Schlag. Im ersten Spiel von Jordan gegen Göttingen stand er noch über 16 Minuten auf dem Feld, seitdem gab es in fünf Partien gar keine Einsatzzeit mehr für ihn. Allerdings ist der 19-Jährige derzeit auch neben dem Basketball noch in einem Pflichtpraktikum, kann etwas mehr Zeit vielleicht gut gebrauchen. Siyani Chambers profitiert dagegen und scheint sich als Backup etwas leichter zu tun: In den letzten vier Partien gab der US-Amerikaner 3,5 Assists im Schnitt.

Gießen 46ers: Was macht die Vertragssituation?

Ein Neuzugang für den abgewanderten Max Montana wird nicht kommen: "Wir sind mit der Mannschaft so zufrieden, wie sie jetzt ist", betont Heiko Schelberg im Gespräch mit dieser Zeitung. In Punkto Vertragsverlängerungen gibt sich der Manager bedeckt: "In den nächsten ein, zwei Wochen haben wir nichts zu vermelden", hält er mit Namen hinter dem Berg. Wer die Begegnungen sieht, für den wird aber deutlich: Im Fokus für neue Arbeitspapiere dürften hauptsächlich Larry Gordon, Mahir Agva, Benjamin Lischka und Max Landis stehen. Siyani Chambers sowie David Bell kann man sich dagegen, trotz ihrer aufsteigenden Form, nur schwerlich im Kader der kommenden Spielzeit vorstellen.

Gießen 46ers: Und das Saisonziel?

So richtig mag niemand von den Verantwortlichen das Wort "Playoffs" in den Mund nehmen. Schelberg erwähnte aber sowohl auf dem Neujahrsempfang als auch im Halbzeitinterview in Bremerhaven, dass die Mannschaft "zwei, drei Siege liegengelassen" habe. Im Gespräch mit dieser Zeitung betont er: "Wo wir zum jetzigen Zeitpunkt stehen… wow!" Klar ist aber auch: Derzeit stehen die 46ers auf einem Playoff-Rang; ein Platz unter den ersten acht ist somit offensichtlich das Ziel der Vereinsführung. Dafür darf sich die Mannschaft angesichts des engen Mittelfeldes keine Ausrutscher mehr erlauben – dann, wenn sie aus ihrer wohlverdienten Pause zurückkommt.

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