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Gewappnet: Gießens Coach Ingo Freyer hat sein Team mit (v. l.) Stephen Brown, Teyvon Myers, Matt Tiby, Brandon Thomas und Luke Petrasek auf alle Eventualitäten vorbereitet. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Für Freyer zählt nur ein Sieg

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Für die Gießen 46ers zählt am Freitag im Kellerduell beim Mitteldeutschen BC nur ein Sieg. Die Mittelhessen sind wegen der Corona-Krise auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Update, 12.3.2020: Das Spiel der Gießen 46ers beim Syntainics MBC wird nicht stattfinden. Grund: Die Basketball-Bundesliga hat aufgrund der Corona-Gefahr den Spielbetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt

Erstmeldung, 11.3.2020: Am heutigen Donnerstag tagen die Club-Manager und die Verantwortlichen der Basketball-Bundesliga in Stuttgart und entscheiden, wie es mit der laufenden Saison 2019/20 weitergeht. Der Ausgang ist offen - Geisterpartien sind beispielsweise möglich, eine Spielpause oder ein Saisonabbruch. Die Gießen 46ers gingen am Mittwoch davon aus, dass am Freitag um 20.30 Uhr das Spiel beim Rangvorletzten MBC Weißenfels über die Bühne geht. Und der MBC teilte mit, dass das Gesundheitsamt grünes Licht für die Austragung der Partie ohne Zuschauereinschränkung gegeben hat.

Lage:Sportlich wartet ein heißes Duell auf die beiden Mannschaften, die sich im Abstiegskampf befinden. Die 46ers haben gegenüber dem MBC einen Sechs-Zähler-Vorsprung und sind nach 20 Spieltagen auf Rang 13 mit 12:28 Punkten platziert. Ein Sieg in der Weißenfelser Stadthalle wäre für die Gießener die halbe Miete im Kampf um den Ligaerhalt. Dann hätte die Freyer-Truppe vier Siege mehr auf dem Buckel und den gewonnenen direkten Vergleich auch. So müssten die Weißenfelser in den noch für sie ausstehenden elf Spielen fünf Siege herausholen, um an Gießen vorbeizuziehen. Man kann somit schon rein rechnerisch sehen, wie wichtig dieses Spiel ist. "Wir fahren dahin, um den Punkteabstand weiter zu vergrößern", so Freyer. Der 46ers-Tross setzt sich bereits am heutigen Donnerstag in Richtung Sachsen-Anhalt in Bewegung. "Unser Hotel ist gebucht", erklärt Coach Freyer. Er sagt aber auch: "Vielleicht müssen wir dann auch am gleichen Tag wieder zurückfahren, je nach Entscheidung der BBL."

Corona-Virus:Der Umgang mit der außergewöhnlichen Situation ist ein Thema im Team der Gießen 46ers. Die Spieler sollen sich mit Besuchen oder Shoppen einschränken, nur wenn Bedarf besteht, soll eingekauft werden. Aber das hindere nicht daran, dass sich einer infizieren könnte. Und dann müsste die ganze Mannschaft aus dem Ligabetrieb geholt werden. "Wir passen alle auf", sagt Freyer.

Gegner:Der MBC kommt überhaupt nicht in Schwung. Drei Siege nach 20 Spielen - und bereits der dritte Trainer in der Saison. Nun ist in Sachsen-Anhalt der dort bestens bekannte Silvano Poropat am Werk. Für den 48-jährigen Kroaten ist es bereits die dritte Amtszeit beim Weißenfelser Klub. Sein Debüt ging vergangenen Samstag daneben: 89:95-Heimniederlage gegen die Basketball Löwen Braunschweig. Poropat versprüht aber Zuversicht, dass ihm die Mission Klassenerhalt noch gelingt. Die Wölfe sind offensivstark. Durchschnittlich legen sie 89,6 Punkte auf - bei einer Feldwurfquote von 49 Prozent. Hinten fangen sie sich aber im Schnitt auch 97,45 pro Spiel ein. Aufpassen müssen die 46ers auf die beiden Guards Kaza Kajami-Keane und Andrew Warren, die mit über 15 Punkten im Schnitt die MBC-Topscorer sind. In Brettnähe treibt zudem der Gießener Benedikt Turudic sein Unwesen.

Das sagt Trainer Freyer:"Es ist immer schwierig, beim MBC zu spielen. Aber wir haben doppelt so viele Siege und das Hinspiel (98:95) gewonnen. Die Mannschaft ist von der Papierform her gut besetzt. Es wird eine mentale Geschichte. Wir müssen als gesamtes Team zusammenhalten, auch Fehler akzeptieren und mit einem Sieg nach Hause kommen - nur das zählt."

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