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Unerschrocken und mit viel Selbstvertrauen - Gießens 20-jähriger Guard Maximilian Begue (l.), der sich mit viel Fleiß und guten Leistungen in die Startaufstellung gespielt hat.

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Explosionsartige Steigerung von Maxi Begue

  • Wolfgang Gärtner
    VonWolfgang Gärtner
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Ohne Fleiß kein Preis! Das ist das Motto von Maximilian Begue. Der 20-jährige Guard der Gießen 46ers hat sich im ICE-Tempo in die erste Fünf gespielt. Er ist flexibel einsetzbar - von der Eins bis zur Vier - und enorm trainingseifrig.

Maximilian Begue ans Handy zu bekommen, ist echt schwierig. Er ist dauernd unterwegs - die meiste Zeit beim Trainieren. Der 20-jährige, 1,92 m große Guard, ausgestattet mit einer Doppellizenz für die Rackelos, hat sich beim Basketball-Erstligisten Gießen 46ers rasch akklimatisiert.

Trainer Pete Strobl dachte, es dauert ein bisschen länger, bis »Maxi« Begue etwas abliefern kann. Aber der Allrounder hat viele Dinge sehr schnell gelernt. »Er arbeitet hart, lernt sehr fleißig, ist immer in der Halle - und enorm wissensdurstig. Hätten wir ein richtiges Trainingscenter, dann müssten wir ihn rausschmeißen, denn er würde dort auch schlafen«, beschreibt Strobl die professionelle Arbeitseinstellung von Begue mit einem Schmunzeln im Gesicht. Vor der heutigen Bundesliga-Begegnung bei den Niners Chemnitz haben wir dem 46ers-Shootingstar drei Fragen gestellt.

Tolle Performance von Ihnen im letzten Spiel gegen die starken Ulmer. Mit sechs Rebounds haben Sie Ihren persönlichen BBL-Bestwert aufgelegt. Sie waren über 22 Minuten im Einsatz - und standen erneut in der Starting-Five. Für einen 20-Jährigen mehr als beachtlich. Wie erklären Sie sich Ihre momentane Rolle im Team und Ihre eigene Leistungssteigerung?

Ich bin ein Typ, der flexibel einsetzbar ist - von Eins bis Vier. Das gibt dir als Spieler mehr Möglichkeiten, eingesetzt zu werden. Was auch eine Rolle spielt, dass ich mehr Minuten bekomme, ist, dass wir personelle Ausfälle zu verzeichnen hatten. Abseits davon bin ich einer, der viele Extraeinheiten vor und nach dem Training absolviert. Und ich bin hier in Gießen in einem Programm, in dem das belohnt wird. Eine Leistungssteigerung kann nur davon kommen, dass man mehr trainiert. Natürlich haben mir Trainer Pete Strobl, Teammanager Rauly Leino sowie die beiden Co-Trainer Patrick Unger und Steven Wriedt in meiner Entwicklung viel geholfen.

Bisher hat Ihr Team erst einmal so richtig enttäuscht - bei der Heimniederlage gegen Crailsheim. Was muss alles stimmen, dass Ihr Team in der BBL-»Wundertüte« eine Siegchance besitzt?

Wenn man das Spiel gegen Crailsheim rausnimmt, hat man von uns ansonsten gute Ansätze als Team gesehen und dass wir gegen jedes Team eine Siegchance haben. Die Defense muss aber stimmen, dass wir einen Sieg mitnehmen. Das ist in dieser Saison unser Anker. Aber das über 40 Minuten. Für uns reicht nicht, 30 Minuten guten Basketball zu spielen oder hart zu verteidigen. Downphasen wird es immer geben, man muss sie aber möglichst kurz halten. Es geht nicht, dass wir ein Viertel komplett ausfallen.

Am heutigen Samstag steht die schwere Auswärtsaufgabe bei den starken Chemnitzern an. Mit welchen Erwartungen geht Ihr Team und sie selbst in die Begegnung - und auf wen könnten Sie speziell treffen?

Chemnitz ist ein starker Gegner. Dennoch gehen wir ins Spiel, dort zu gewinnen. So wie wir es jedes Spiel tun -- und tun werden. Chemnitz spielt schnell, aggressiv und ist auf allen Positionen sehr flexibel. Auf wen ich persönlich treffen werde, wird ähnlich wie in den letzten Spielen sein, da ich vom Pointguard bis zum Powerforward verschiedene Leute verteidigen kann. Sei es ein Ziegenhagen oder ein Mike. Wir werden auf jeden Fall ready für sie sein.

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