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Die Mimik sagt alles: Gießens Trainer Ingo Freyer nach der Niederlage in Vechta. FOTO: DPA

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Disput zwischen Freyer und Bryant bei Niederlage in Vechta

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Die Gießen 46ers können auswärts nicht gewinnen. Beim knappen 72:73 in Vechta war es die dritte Niederlage in Folge für die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer in fremder Halle.

Zwar stehen die Lahnstädter noch auf dem 13. Tabellenplatz der Basketball-Bundesliga und ein Sieg beim Playoff-Kandidaten in Niedersachen wäre einer fausdicken Überraschung gleichgekommen - aber es wird im Kampf um den Klassenerhalt für die Mittelhessen nicht besser.

Ganz starker Beginn für die Gießener im ausverkauften Rasta-Dome, die sich dem Druck der Gastgeber entziehen konnten und mit 26:21 nach Viertel eins führten.

Es war klar, dass die heimstarken Niedersachsen zurückkommen würden. Und es dauerte nicht lange, bis sie die Führung übernahmen. Gießens Coach brachte Kapitän John Bryant, der nach einem Katastrophenpass wieder auf der Bank Platz nehmen musste - und das nach 1,53 Minuten. Es folgte ein heftiger Disput zwischen Freyer und dem auf der Bank Platz nehmenden Bryant.

Der Mannschaft war das egal: Sie kämpfte weiter. Vor allem Matt Tiby war es zu verdanken, dass der Rückstand zur Halbzeit nur zwei Punkte betrug. Der Powerforward hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits 20 Punkte erzielt.

Rasta-Geschäftsführer Stefan Niemeyer sagte im Halbzeitinterview bei MagentaSport, dass Tiby eine "Riesenspiel macht." Klare Worte von Niemeyer folgten im Zusammenhang Tiby und Gießens Kapitän Bryant: "Er kompensiert den Ausfall von Bryant sehr, sehr gut." Es sei schade, dass so ein Spieler wie Bryant mit diesen Anlagen im Moment so schlecht in Form sei, so der Rasta-Chef weiter.

Der dritte Durchgang endete mit einem 18:18, wobei Alen Pjanic zum 58:58 traf. Kurz vor dem Ende des Durchgangs kam Bryant auch wieder auf das Feld. Vechta ging mit dem 60:58 ins finale Viertel.

Danach folgte ein Basketball-Krimi, der erst 2,3 Sekunden vor dem Ende für Vechta mit einem Happy End ausging. Bester Scorer bei Gießen war Tiby mit 22 Punkten, bei Vechta Davis mit 25.

Ab dem Sonntag übernimmt Michael Koch die Gießen 46ers. Der gebürtige Licher, der bekanntlich mehrere Jahre das Trikot des MTV 1846 Gießen trug, danach eine einzigartige Karriere als Profi-Basketballer hinlegte und unter anderem 1993 mit der deutschen Nationalmannschaft Europameister wurde, ist bei den 46ers in Doppelfunktion unterwegs - der 54-Jährige ist nicht nur Geschäftsführer, sondern auch Sportdirektor.

Die siebenjährige Ära Heiko Schelberg als Geschäftsführer ist vorbei. Nach Informationen dieser Zeitung hat der 47-Jährige seinen Platz vorzeitig geräumt, was mit den Gesellschaftern so abgesprochen war. Ein Ausscheiden von Schelberg war am Saisonende vorgesehen. Aber das hätte in Anbetracht des Wechsels auf allerhöchster Führungsebene keinen Sinn gemacht.

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