Gießens Cheftrainer Rolf Scholz (r.) stellt sein Basketball-Bundesliga-Team um (v. l.) Brandon Bowman, Isaac Hamilton, Bjarne Kraushaar und Jonathan Stark auf das Kellerduell in Vechta ein.	FOTO: VOGLER
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Gießens Cheftrainer Rolf Scholz (r.) stellt sein Basketball-Bundesliga-Team um (v. l.) Brandon Bowman, Isaac Hamilton, Bjarne Kraushaar und Jonathan Stark auf das Kellerduell in Vechta ein. FOTO: VOGLER

Gießen 46ers

Gießen 46ers: Bryant zuversichtlich vor Kellerduell in Vechta

  • Wolfgang Gärtner
    vonWolfgang Gärtner
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Die Gießen 46ers stehen vor einem ganz besonderen Basketball-Spiel: Sie müssen am Samstag zum Tabellenletzten nach Vechta - und das als Rangvorletzter der BBL. Für »Big« John Bryant bei seiner Rückkehr gleich ein »Schlüsselspiel«.

Trainerwechsel Rolf Scholz für Ingo Freyer, neuer Center Chad Brown und die Rückkehr von John Bryant - die letzten Wochen und Tage verliefen turbulent bei den Gießen 46ers. Der Traditionsklub von der Lahn kämpft um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga. Und dafür werden alle Register gezogen und die Kräfte gebündelt. Am Samstag kommt es in Vechta zu einem »Schlüsselspiel«, wenn es im Rasta-Dome um 20.30 Uhr (live auf MagentaSport) zum Kellerduell zwischen dem Letzten (2:22 Punkte) und Vorletzten (4:20) kommt.

Was macht John Bryant? Die Rückkehr von »Big« John Bryant an seine alte Wirkungsstätte war ein Transferhammer, der in der BBL für Gesprächsstoff gesorgt hat. Der Deal mit dem 33-Jährigen wurde in ICE-Geschwindigkeit abgewickelt. Am vergangenen Freitag verließ Johannes Richter die Gießen 46ers, und bereits am Montag unterschrieb Bryant einen Vertrag bis zum Saisonende. Anpassungsprobleme gab es für ihn nicht. Der 2,11-m-Mann kennt die Gegebenheiten bei den 46ers, stand er doch bis zum Sommer drei Jahre bei ihnen unter Vertrag. Mit dem Trainerwechsel Freyer zu Scholz eröffnete sich für Bryant die Möglichkeit der Rückkehr. Der gebürtige Kalifornier, der sowohl einen amerikanischen wie deutschen Pass besitzt, freut sich auf das wichtige Spiel am Samstag. »Es wird ein Schlüsselspiel für beide Mannschaften. Vechta hat viele Begegnungen knapp verloren und ist besser, als es der Tabellenstand aktuell aussagt. Was aber nichts daran ändert, dass wir gewinnen wollen und werden!«, erklärt Bryant, der mit seiner gewohnten Rückennummer 54 auflaufen wird.

Wie ist die Lage in Vechta? Aufatmen bei den Rastamännern am vergangenen Wochenende! Nach elf Niederlagen in Folge feierte der Tabellenletzte seinen ersten Saisonsieg - das 90:82 gegen Bamberg. Tage zuvor hatte Geschäftsführer Stefan Niemeyer ganz offen die Trainerfrage gestellt. »Wir werden alles versuchen, um doch die Liga zu halten. Wir gucken, ob wir die Qualität des Teams verändern. Es steht auch immer, was ja ein beliebtes Mittel ist, der Trainer auf dem Prüfstand«, hatte der Klubboss in einem Interview verlauten lassen. Und: »Wenn wir glauben, dass wir durch einen Trainerwechsel uns noch mal die Chance eröffnen, in der ersten Liga zu bleiben, dann würden wir auch einen Trainerwechsel machen.« Die Worte hat sich Coach Thomas Päch sicherlich zu Herzen genommen, der die Nachfolge von Erfolgstrainer Pedro Calles - ihn zog es bekanntlich zu den Hamburg Towers - antrat. Ebenfalls kürzlich personell nachgelegt hat Vechta, die den Forward Jesse Johannes Hunt verpflichteten, der zuletzt beim zypriotischen Tabellenführer Keravnos Stovolou zum Einsatz kam. Er soll am Samstag gegen Gießen debütieren. Aufpassen müssen die Gießener zudem auf den belgischen Topscorer Jean Salumu (12,7 PpS), Ex-Berliner Dennis Clifford (12,4), Josh Young (10,8) sowie auf den Ex-46ers-Spieler Jordan Barnett (9,2) und den Gießener Robin Christen (7,3), den man nicht an der Dreipunktelinie frei stehen lassen sollte.

Personelles: Nichts Neues gibt es in Sachen Zugang eines Aufbauspielers zu vermelden. Cameron Wells ist zwar weiter ein Thema bei den 46ers, aber der ehemalige Gießener Spielmacher, der noch bis Ende Januar diesen Jahres beim französischen Erstligisten Boulazac Basket Dordogne unter Vertrag steht, ist auch bei Würzburg im Gespräch. Dort spielte er die letzten beiden Jahre unter Coach Wucherer, mit dem er schon in Gießen zusammengearbeitet hat.

Das sagt Trainer Scholz: »John wird uns sofort helfen können«, konstatiert Scholz nach den Trainingseindrücken seines neuen Centers. Und die eine Woche Training habe dem zweiten neuen Big Man - Chad Brown - in Bezug auf Spielintegration auch gut getan. Zu Vechta sagt der 46ers-Cheftrainer: »Sie haben gegen Bamberg gezeigt, dass sie gefährlich sind, wenn der Mix stimmt mit dem starken Clifford innen und den Schützen von außen wie Young und Salumu. Für uns wird es darauf ankommen, gut auf den Ball aufzupassen.« Diesbezüglich müssen die 46ers Fortschritte im Vergleich zum Berlin-Spiel machen, als sie 21 Ballverluste beim 82:92 produzierten.

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