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Gießen 46ers

Gießen 46ers schnuppern an Sensation gegen Brose Bamberg

Nach dem Katastrophen-Start in die Saison ging es für die Gießen 46ers im Pokal gegen Titelverteidiger Brose Bamberg. Den Zuschauern wurde einiges geboten. 

Die Vorzeichen im Achtelfinale des Pokals schienen klar: Während Brose Bamberg, der Titelverteidiger, den Saisonauftakt in der Basketball-Bundesliga klar mit 88:75 gegen medi Bayreuth gewonnen hatte, war auch das erste Spiel der Gießen 46ers eine eindeutige Sache: Mit 92:108 hatte man sich von den Crailsheim Merlins phasenweise überrennen lassen. Nun zusätzlich bittere Nachricht vor Anpfiff: Bjarne Kraushaar hatte sich im Abschlusstraining einen Bänderriss zugezogen. Deutliche Angelegenheit also am Sonntagabend in der Osthalle Gießen? 

Gießen 46ers vs. Brose Bamberg: Stephen Brown zieht erstmals Fäden

Von wegen: Während die Freyer-Truppe die ersten Minuten noch komplett verschlief, kämpfte sich die mit einem neuen Point Guard verstärkte Mannschaft schnell zurück. 

Das erste Viertel endete mit 19:19. Im zweiten Abschnitt sollte es aus Mittelhessen-Perspektive ein richtig sehenswertes Spiel werden: Stephen Brown zog die Fäden, Teyvon Myers konnte sich dadurch aufs Scoren konzentrieren, Alen Pjanic brachte seine Energie ein, Luke Petrasek traf nicht nur den letzten Wurf vor der Pause vom Parkplatz. So machen die Gießen 46ers richtig Spaß! 

Leider waren wieder einige Plätze in der Osthalle unbesetzt geblieben, die Stimmung sprang trotzdem über auf die Ränge in dieser Phase. 37:36 zur Halbzeit. 

Gießen 46ers vs. Brose Bamberg: Favorit zieht nach der Halbzeit davon

Brose Bamberg nutzte die Pause, um sich zu berappeln: Ein kleiner Lauf, schon stand es 37:45 aus Sicht der Gießen 46ers. In der Defense fehlte plötzlich wieder der Zugriff, die Unterlegenheit im Rebound zog sich durchs Spiel. Doch Stephen Brown holte die Gießen 46ers fast im Alleingang - oft gegen einen ausgezeichneten Verteidiger wie Paris Lee - zurück. 53:55 vor dem letzten Abschnitt. 

Gießen 46ers vs. Brose Bamberg: Nun Zeit zum Verschnaufen

Und es sollte spannend bleiben: Auch weil sich Brose Bamberg deutlich mehr Turnover als die Gießen 46ers leistete. 

Fünf Minuten vor Schluss konnten die Gäste zunächst allerdings wieder wegziehen. Doch die Gießen 46ers hatten ihren neuen Aufbauspieler: Stephen Brown ließ den Favorit dank wichtiger Punkte wackeln - und ein paar Rebounds landeten nun auch bei der Freyer-Truppe. Am Ende reichte es - aufgrund von zwei, drei schlechten Entscheidungen - nicht. Die Gießen 46ers verlieren 66:72 gegen Brose Bamberg. Doch ein Klassenunterschied sieht anders aus. So präsentieren sich die Mittelhessen wettbewerbsfähig. 

Nun können die Gießen 46ers kurz durchschnaufen und den neuen Aufbauspieler weiter integrieren: Am 11. Oktober geht es in der Osthalle gegen die Hamburg Towers. 

Gießen 46ers: Brown: 18, Pjanic: 10, Petrasek: 10, Thomas: 8, Myers: 7, Bryant: 6, Gray: 6, Köpple: 1

Brose Bamberg: Marei: 17, McLean: 16, Lee: 9, Taylor: 9, Harris: 8, Carrera: 5, Stuckey: 3, Weidemnn: 3, Sengfelder: 2

fd

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