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Entschlossenheit: Der Ex-Gießener Benjamin Lischka, nun im Trikot der Bonner, setzt sich unter dem Korb gegen den Braunschweiger Scott Eatherton durch. 

Gießen 46ers: Benjamin Lischka kennt "keine Freunde für 40 Minuten" bei Partie am Wochenende

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(gae). Benjamin Lischka trug sechs Jahre das Trikot der Gießen 46ers. Er war 2015 einer der Bundesliga-Aufstiegshelden. In dieser Saison wechselte er zum Bundesliga-Konkurrenten Baskets Bonn, der bislang nur zwei Spiele gewann. Im November letzten Jahres bekam Lischka mit seiner Frau Beke Nachwuchs. Der 30-jährige Forward ist somit an mehreren Fronten gefordert. Wir haben beim gebürtigen Gießener vor dem Spiel der Baskets in Gießen nachgefragt.

Warum läuft es bei Ihrem Team in der BBL nicht?

Eine gute, aber auch schwere Frage. Wir haben eigentlich alle Puzzleteile zusammen, um ein gutes Team zu sein. Aktuell kommen einige Verletzungen hinzu. Wir haben das Problem gehabt, dass wir uns unter der Woche für die Champions League sehr gut auf die Gegner vorbereitet und sehr gut gegen die gespielt haben. Ich hatte dann ab und zu das Gefühl, dass wir am Wochenende in der BBL gerne wollten, aber nicht konnten. Wir haben manchmal 25 bis 30 Minuten gut gespielt. Dann kamen Phasen, die uns das Spiel gekostet haben. Vielleicht waren wir ein bisschen müde, vielleicht hat uns der Fokus gefehlt. Ich glaube, ein bisschen was von beidem. Deswegen stehen wir da, wo wir stehen. Das ist keine schöne Situation. Aber ich glaube, wenn wieder alle fit sind, sollten wir in der zweiten Saisonhälfte nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Wie ist es so, als stolzer Vater eines Sohnes?

Es ist anders, aber sehr cool. Wenn man morgens aufwacht und der Kleine einen anlächelt, dann kann der Tag gar nicht mehr schöner starten. Es ist ein unglaubliches Gefühl mit Mats - meine Frau macht das ganz toll mit ihm. Wir haben zusammen sehr viel Spaß.

Ihr alter Club, die Gießen 46ers, kommen ebenfalls nicht richtig in Fahrt. Ausgerechnet nun treffen Sie auf ihn. Komisches Gefühl sicherlich - oder?

Ich habe probiert, mir über Gießen keine eigene Meinung zu bilden. Ich spiele jetzt für Bonn. Im Moment hat Gießen zwei Siege mehr als wir. Ich bin froh, dass ich am Samstag wieder zurückkomme und viele bekannte Gesichter sehe. Es wäre schön und entspannter gewesen, mit einem anderen Punktestand nach Gießen zu fahren. Der Fokus liegt darauf, dass das Spiel für uns ein Must-Win sein muss. Für Gießen geht es auch um alles. Ich hatte mal Kontakt mit Bjarne (Kraushaar) und Alen. Und ich freue ich mich auf John (Bryant), Brandon (Thomas) und Ingo (Freyer), mit denen ich auch ein gutes Verhältnis hatte. Aber sobald der Ball hochgeworfen wird, gibt es für 40 Minuten keine Freunde mehr.

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