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Für die Gießen 46ers muss ein Wunder her

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Von: Wolfgang Gärtner

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Das letzte Heimspiel der Gießen 46ers in dieser Saison: Die Niners Chemnitz um Mindaugas Susinskas (l.) gastieren heute um 20.30 Uhr in der Osthalle und treffen auf den stark abstiegsbedrohten Gastgeber um Nuni Omot, hinter dem Einsatz von Phil Fayne (r.) steht noch ein Fragezeichen. © Imago Sportfotodienst GmbH

Die Gießen 46ers haben sich in dieser verkorksten Saison in eine bedrohliche Situation manövriert. Am heutigen Freitag naht der vorzeitige Abstieg aus der Basketball-Bundesliga. Verliert das Strobl-Team heute im letzten Heimspiel der Saison gegen Chemnitz und schlägt der MBC zuvor Braunschweig, sind die 46ers zweitklassig.

Allen im Lager der Gießen 46ers ist klar: Es muss ein Wunder her, damit der Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga noch geschafft werden kann. Der 76:75-Derbysieg beim Absteiger Frankfurt Skyliners war zumindest ein Trostpflaster für die Fans. Die Mannschaft von Pete Strobl steht gleichwohl vor einem knackigen Doppelspieltag: Am heutigen Freitag geht es im letzten Heimspiel der Saison in der Osthalle um 20.30 Uhr gegen den Playoff-Teilnehmer Niners Chemnitz, am Sonntag gastiert der Rangvorletzte um 20.30 Uhr (beide Partien live auf MagentaSport) bei der um die Playoffs kämpfenden BG Göttingen.

Lage: Verlieren verboten! Vier Spiele haben die Gießen 46ers noch. Maximal können sie noch acht Punkte holen - dann hätten sie 22. Zwei weniger hat bislang der Mitteldeutsche BC gesammelt und noch zwei Partien zu absolvieren. Die Wölfe bekleiden den 16. Tabellenplatz, der für den Klassenerhalt reicht. Die Gießen 46ers haben den direkten Vergleich gegenüber dem MBC gewonnen. Falls es zu einer Punktgleichheit am Ende der Hauptrunde kommen sollte, hätten die Gießener die Nase vorn. Rein rechnerisch ist es noch möglich. Oder wie es der geschäftsführende Sportdirektor Sebastian Schmidt ausdrückt: »Wir hoffen, dass auch nach diesem Spieltag die Minimalchance auf den Klassenerhalt weiter besteht.« Will heißen, gewinnen die Gießener gegen Chemnitz und verlieren die Wölfe gegen die Löwen, wird der drohende Abstieg auf Sonntag vertagt. Dann erwarten die Weißenfelser Hamburg und Gießen muss nach Göttingen. In der kommenden Woche stehen dann für die Lahnstädter noch die beiden schweren Nachholspiele in Berlin (Mittwoch, 19 Uhr) und am Sonntag in Ulm (15 Uhr) an.

Gegner Chemnitz: Die Niners haben einen Playoff-Platz sicher - bei einem weiteren Sieg in den drei noch ausstehenden Partien ist ihnen der jetzige sechste Platz sicher. Zuletzt leistete sich das Team von Rodrigo Pastore aber einen Aussetzer, als es zu Hause gegen Braunschweig überraschend mit 68:77 verlor. Der argentinische Chefcoach sprach danach deutliche Worte und bemängelte das nicht vorhandene Teamspiel. Das große Plus des Aufsteigers von 2020 ist die Ausgeglichenheit im Kader. Bester Scorer bei den Sachsen ist Forward Darion Atkins, der im Schnitt pro Spiel knapp über zwölf Punkte auflegt.

Gegner Göttingen: Die Veilchen stecken mitten im Kampf um die Playoffs. Dabei schmerzte die zuletzt erlittene 80:86-Niederlage beim direkten Konkurrenten Crailsheim, der aktuell den begehrten achten Platz einnimmt. Zumindest den direkten Vergleich konnten sich die Niedersachsen sichern. Dreh- und Angelpunkt des Rangneunten ist der ehemalige Gießener Pointguard Stephen Brown, der durchschnittlich 4,3 Assists verteilt und dabei noch 12,8 Punkte erzielt. Das weitere Scoring im Team von Coach Roel Moors übernimmt nach dem Ausfall von Baldwin der nachverpflichtete Jeremiah Martin.

Personelles: Bei den Gießen 46ers hofft man, dass die zuletzt angeschlagenen Phil Fayne und Florian Koch am Wochenende einsetzbar sind.

Das sagt Strobl: »Dies ist ein sehr entscheidendes Wochenende für uns mit zwei großen Spielen gegen sehr gute Teams. Chemnitz und Göttingen haben beide eine sehr gute Saison gespielt, und wir müssen alles, was wir haben, auf dem Court lassen.«

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