Essen eine Nummer zu groß

  • vonLukas Becker
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In der U19-Basketball-Bundesliga haben es die Korbjäger der Basketball-Akademie Gießen 46ers nicht geschafft, nach ihrem Sieg in Frankfurt auch das zweite Topteam der Hauptrundengruppe 2 zu ärgern. In Essen musste sich die Mannschaft von Trainer Venelin Berov bei den Metropol Baskets Ruhr mit 65:86 (40:51) geschlagen geben und rutschte vorerst wieder aus den Playoff-Rängen, hat im engen Wettstreit um den vierten Platz aber weiterhin alle Möglichkeiten.

In der U19-Basketball-Bundesliga haben es die Korbjäger der Basketball-Akademie Gießen 46ers nicht geschafft, nach ihrem Sieg in Frankfurt auch das zweite Topteam der Hauptrundengruppe 2 zu ärgern. In Essen musste sich die Mannschaft von Trainer Venelin Berov bei den Metropol Baskets Ruhr mit 65:86 (40:51) geschlagen geben und rutschte vorerst wieder aus den Playoff-Rängen, hat im engen Wettstreit um den vierten Platz aber weiterhin alle Möglichkeiten.

An der Ruhr musste Berov auf seine etatmäßigen Aufbauspieler Tim Köpple und Sebastian Brach verzichten, zudem trug die zweiwöchige Spielpause nicht dazu bei, dass die Mittelhessen schnell ihren Rhythmus fanden. Die Hausherren waren von Beginn an tonangebend und führten nach zehn Minuten mit 26:18. Gießen hatte Probleme, gegen die verschiedenen Varianten der Zonenverteidigung der Baskets und attackierte die Lücken der Zone nicht ausreichend genug. Dies lag darin begründet, dass es den Gießenern an der nötigen Geschwindigkeit im Spiel mangelte, sodass die Metropol-Deckung schon formiert war, bevor die 46ers ihren Angriffsspielzug starteten. Im zweiten Viertel wurde dies etwas besser und die Gäste kamen noch einmal auf sieben Zähler heran. Doch mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit trafen die Hausherren einen Dreier zum 51:40-Pausenstand.

Die Moral ließen sich die 46ers davon jedoch nicht brechen, sondern konnten im dritten Viertel den Rückstand erneut etwas reduzieren. Auf Essener Seite übernahm dann jedoch Felipe Galvez-Braatz das Kommando und lief aus der Distanz heiß, sodass sich der Abstand zwischen den beiden Teams wieder vergrößerte.

Mit einer 74:55-Führung gingen die Westfalen in das letzte Viertel und ließen in diesem auch keinen Zweifel mehr an ihrem Sieg aufkommen. Dies demonstrierten sie jedoch nicht nur mit ihren zweifelsfrei vorhandenen basketballerischen Fähigkeiten, sondern waren auch mit dem Mundwerk flott unterwegs, wie Berov anschließend zu Protokoll gab: "Für eine Jugendmannschaft ist das phasenweise ein fragwürdiges Auftreten gewesen. Sie spielen mit allen Tricks und haben viel Trash Talk gegen unsere Mannschaft, aber auch gegen die Schiedsrichter gehalten. Sowas muss nicht sein."

Den 46ers fehlte jedoch auch die letzte Konzentration im Spiel, sodass sie sich 26 Turnover leisteten und den Baskets auch zweite Chancen gestatteten. "Wir müssen dieses Spiel jetzt abhaken, müssen aber auch zwingend aus den Fehlern lernen. Gerade gegen einen Zonenverteidigung müssen wir besser werden und zudem die Konzentration hochhalten", so Berov.

Gießen: Lagerman (17), Carl (10), Wagner (9), Hahn (9), Amaize (8), Schneider (6), Kalusche (5), Thurau (1), Hübener, Baumgarten, Schneider.

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